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Vergleichsstück · Spanien (Fertigung La Coruña und Oviedo; Entwicklung Madrid)

CETME Modell 58 (Fusil de Asalto CETME Modelo 58)

Fertigung
Staatliche Waffenfabriken Spaniens. Belegt ist allein, dass die Fábrica de Armas de La Coruña 1958 die Fertigung von TEILEN des „FA-Cetme" aufnahm, und zwar in Zusammenarbeit mit der Fábrica de Armas de Oviedo; welches Werk endmontierte, nennt keine der eingesehenen Darstellungen. Die Werke gingen in der 1960 errichteten Empresa Nacional Santa Bárbara de Industrias Militares auf (La Coruña nach der eigenen Werksgeschichte erst 1962). Entworfen wurde die Waffe nicht dort, sondern im Centro de Estudios Técnicos de Materiales Especiales (CETME), Madrid, einer staatlichen Studien- und Entwicklungsstelle und keinem Fertigungsbetrieb. Lizenzvertrieb außerhalb Spaniens: Nederlandsche Wapen- en Munitiefabriek (NWM), Niederlande
Kaliber
7,92 × 40 mm CETME (Erprobungsmuster Modelo 1 und Modelo 2; dieselbe Patrone wird in englischsprachigen Darstellungen als 7,92 × 41 mm CETME geführt — siehe Belegnotiz), 7,62 × 51 mm CETME — Hülse der NATO-Patrone, aber leichteres Geschoss mit Kunststoffkern und verminderte Ladung (Modelo 58; ob schon der Modelo A sie verschoss oder noch die 7,92 × 41 mm, ist strittig — siehe Belegnotiz), 7,62 × 51 mm NATO (ab Modelo C, 1964)
Zeitraum
1958–1964
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

Dieser Eintrag stützt sich ausschließlich auf zugängliche Sekundär- und Netzdarstellungen. Weder ein spanischer Archivbestand noch eine Werksquelle von CETME noch ein Objektbefund lag vor; kein Stück wurde eingesehen oder vermessen. Der Belegstatus ist deshalb auch dort nicht höher als „plausibel", wo mehrere Darstellungen übereinstimmen. ZUR HERSTELLERZUSCHREIBUNG: Nahezu alle eingesehenen Darstellungen — einschließlich der englischen Wikipedia im Infokasten, Modern Firearms und mehrerer Sammlerseiten — führen „CETME" als Hersteller der Waffe. Dieser Eintrag folgt dem NICHT. CETME war nach der englischen Wikipedia selbst „a Spanish government design and development establishment", also eine staatliche Entwicklungsstelle; 1960 ging es zusammen mit den Waffenfabriken La Coruña, Oviedo, Trubia, Palencia und Toledo in der vom Instituto Nacional de Industria errichteten Empresa Nacional Santa Bárbara auf. Eine galicische Betriebsgeschichte nennt für die Fábrica de Armas de La Coruña den Beginn der Fertigung von Teilen des „FA-Cetme" im Jahr 1958 „en colaboración con la Fábrica de Armas de Oviedo". Belegt sind damit TEILE und nicht die Endmontage: Welches Werk die Waffe zusammenbaute und abnahm, nennt keine der eingesehenen Darstellungen. Die Arbeitsteilung zwischen beiden Werken ist ebenso wenig geklärt wie die Frage, ob CETME in Madrid selbst Vorserienstücke baute. Der Eintrag nennt beide Werke nebeneinander und den Vorbehalt daneben, wie es die vierte Zuschreibungsregel verlangt. Eine spanische Werks- oder Ministerialquelle lag nicht vor. WIDERSPRÜCHLICH ist auch der Eintritt in die Empresa Nacional Santa Bárbara: Eine spanische Darstellung nennt deren Errichtung 1960 und führt La Coruña im Gründungsbestand auf, die Werksgeschichte von La Coruña dagegen das Jahr 1962. Entschieden ist das hier nicht. MEHRFACH ÜBEREINSTIMMEND BELEGT sind: die Gründung von CETME 1949, die Ankunft Ludwig Vorgrimlers aus Frankreich 1950, die Auswahl seines Modelo 2 im Juli 1952, die rollenverzögerte Bauart mit feststehendem Lauf, die Entwicklung einer eigenen Patrone durch Günther Voss, deren Aufgabe zugunsten der NATO-Hülse, die Annahme in Spanien 1957/58, die Lizenz an die niederländische NWM im Juni 1957, die deutsche Erprobung mit 400 Waffen ab Dezember 1956 und die Einführung des G3 im Januar 1959. NICHT GEKLÄRT ist die Bezeichnung der spanischen Mittelpatrone. Deutschsprachige und ältere Darstellungen nennen sie 7,92 × 40 mm CETME, englischsprachige überwiegend 7,92 × 41 mm CETME. Eine Sammlerdiskussion löst den Widerspruch dahin auf, dass an datierten Stücken Hülsenlängen von 40,50 mm (Fertigung 9/1951) und 41,30 mm (9/1954) gemessen wurden; danach bezeichnen beide Namen dieselbe Entwicklungslinie in zwei Bauzuständen und nicht zwei Patronen. Nachgemessen hat dieses Register nichts; die Auflösung ist übernommen und nicht geprüft. Der Eintrag führt die im deutschen Sprachgebrauch übliche Form und weist die andere aus. NICHT BELEGT sind die ballistischen Einzelwerte der Patrone durch eine Messschrift. Für Geschossmasse (6,8 g) und Patronengewicht (17,5 g) steht eine Netzdarstellung ein; die Mündungsgeschwindigkeit von 800 m/s nennt die englische Wikipedia ausdrücklich für die CA-001, gestützt auf eine waffenkundliche Monographie und nicht auf eine Messschrift. Nicht zu dieser Patrone gehören die 786 m/s: Sie stehen bei Hogg/Weeks als Wert der WAFFE mit der spanischen Dienstpatrone und sind auf die 7,92 × 40 mm nicht übertragbar. Der Eintrag führt sie deshalb allein beim Modelo 58. Auch die Geschossmasse der 7,62 × 51 mm CETME ist unsicher: Die englische Wikipedia nennt „113 grains (7 grams)", was rechnerisch nicht aufgeht (113 gr = 7,32 g), eine andere Darstellung nennt 112 gr. Der in einer der Darstellungen genannte ballistische Koeffizient ist ausdrücklich als Schätzung des Verfassers gekennzeichnet und wird hier nicht als Messwert geführt. Ebenso ist der im Text gerechnete Energievergleich ein Überschlag dieses Registers aus Geschossmasse und Mündungsgeschwindigkeit; er ersetzt keine Messung und berücksichtigt weder Drall- noch Reibungsanteile. Er ist gegen die genannten Unsicherheiten robust: Über die ganze Spanne bleiben beide CETME-Patronen im Bereich der Mittelpatrone. NICHT BELEGT ist ferner, um wie viel die Patrone beim Wechsel auf die NATO-Hülse schwerer wurde — für die 7,62 × 51 mm CETME lag kein Patronengewicht vor. Der Text nennt deshalb nur die Richtung und den Anhaltswert der vollen NATO-Patrone, keine Prozentzahl. WIDERSPRÜCHLICH ist, wann das geriefelte Patronenlager in die Baureihe kam: Eine Übersichtsdarstellung schreibt es ausdrücklich dem Modelo 58 als Neuerung zu, eine andere führt es unter den Merkmalen des erst 1964 angenommenen Modelo C auf. Dieselbe Darstellung nennt die Rillen zudem „horizontal", was zur Wirkungsweise nicht passt — sie müssen in Laufrichtung verlaufen. Die Zahl der Rillen wird für die spanische Ausführung nirgends genannt. WIDERSPRÜCHLICH ist ferner der Verschlusszustand beim Schuss: Hogg/Weeks und eine waffenkundliche Darstellung führen den Modelo A im Dauerfeuer als zuschießend, Modern Firearms schreibt sämtlichen CETME-Ausführungen den geschlossenen Verschluss zu. Der Punkt ist nicht beiläufig, weil der Eintrag den Übergang zum aufschießenden Dauerfeuer zu den spanischen Beiträgen zählt; trifft Modern Firearms zu, entfällt dieser Beitrag. WIDERSPRÜCHLICH sind auch die Magazine: Das Datenblatt von Small Arms Review nennt „5 und 20 Patronen", ausdrücklich für den Modelo C; Modern Firearms nennt für den Modelo B/58 „20 oder 30 Patronen" und zeigt ein Stück mit 30-Schuss-Magazin. Der Eintrag führt 20 als Regelfall und 30 daneben und übernimmt das 5-Schuss-Magazin NICHT, weil es zu einer anderen Ausführung gehört. Aus demselben Datenblatt stammen die hier nicht übernommene Lauflänge von 305 mm und das Gewicht von 4,2 kg. WIDERSPRÜCHLICH sind ferner die Daten: Vorgrimlers Ankunft in Madrid wird auf den 1. Juni 1950 und auf September 1950 datiert; die Annahme durch das spanische Heer auf September 1957 und auf 1958, bei gleichbleibendem Modellnamen „Modelo 58"; der Serienbeginn auf 1956, 1958 und 1961; das Fertigungsende des Modelo C auf 1975 und 1976; die Umstellung auf volle NATO-Ladung auf 1963, 1964 und 1988. WIDERSPRÜCHLICH ist außerdem der Modelo A, und zwar in beiden Angaben zugleich: Die englische Wikipedia führt ihn 1954 in 7,92 × 41 mm CETME (mit Erprobungsstücken sogar in 7,92 × 33 mm Kurz), Modern Firearms und eine spanische Übersichtsdarstellung 1956 in der gedrosselten 7,62 × 51 mm, eine weitere spanische Darstellung bereits 1951. Damit ist ungeklärt, WANN die Baureihe die eigene Mittelpatrone verlor — der Eintrag führt beide Lesarten nebeneinander und legt sich nicht fest. Ob „Modelo B" und „Modelo 58" dieselbe Ausführung meinen, ist übernommen und nicht geprüft; eine Darstellung führt sie als getrennte Einträge. Die letztgenannte Spanne dürfte sich dadurch auflösen, dass 1964 die Waffe und 1988 die Munitionsfertigung umgestellt wurde; belegt ist diese Auflösung nicht, sondern erschlossen. NICHT ERMITTELBAR war jede Stückzahl — weder für den Modelo 58 noch für die Baureihe insgesamt lag eine Werks- oder Beschaffungszahl vor. UNEINHEITLICH ist schließlich das Höchstgewicht des Lastenhefts: Eine waffenkundliche Darstellung nennt 4,5 kg bei 800 bis 1000 m Schussweite, die englische Wikipedia dagegen 4,1 kg bei 1000 m. Der Eintrag führt die erste Angabe im Text und weist die zweite hier aus. Auch die von NWM bereisten Staaten nennen zwei Darstellungen unterschiedlich: die eine Deutschland, Chile, die Vereinigten Staaten, Frankreich, die Niederlande, die Philippinen und Portugal, die andere die niederländischen Streitkräfte, Finnland (dort in 7,62 × 39 mm), Ecuador und die Dominikanische Republik. Beide Listen sind hier nicht zusammengeführt. ZUR PERSON WERNER HEYNEN: Dass er von 1936 bis 1945 das Waffenwerk Suhl leitete, dem Vorstand der Wilhelm-Gustloff-Industriestiftung angehörte, sich als Betriebsführer an der Enteignung der Familie Simson beteiligte und im Rüstungsministerium den Hauptausschuss Automatische Waffen führte, steht in einer biografischen Darstellung. Dieselbe Darstellung datiert das Angebot der spanischen Seite auf 1949 und die Ankunft der ersten deutschen Mitarbeiter auf Januar 1950, seine Leitung der Konstrukteursgruppe dagegen nur pauschal auf „die 1950er Jahre"; ein Jahr, ab dem er die Gruppe geführt hätte, nennt sie nicht. Der Eintrag führt deshalb die Anwerbung mit Jahr und die Leitung ohne. Gestützt wird die Angabe durch eine waffenkundliche Darstellung, die ihn in Madrid nennt. Eine CETME-Werksquelle, ein Anstellungsvorgang oder ein spanisches Archivstück lag NICHT vor. Vor allem ist ausdrücklich NICHT belegt und wird hier auch nicht behauptet, dass Heynen technische Unterlagen, Verfahren oder Personal aus Suhl nach Spanien gebracht hätte. Nach den Zuschreibungsregeln dieses Registers ist eine Person kein Herstellernachweis und erst recht kein Konstruktionsnachweis; die Verbindung ist personell und nicht technisch. ZUR GATTUNG: Die Einordnung als Sturmgewehr ist für die Ausführungen in 7,92 × 40 mm CETME zwingend, weil diese Patrone eine echte Mittelpatrone ist. Für den hier behandelten Modelo 58 in 7,62 × 51 mm CETME sieht sie nach einem Grenzfall aus, weil die Hülse eine Gewehrhülse und die Ladung eine mittlere ist. Entschieden wird der Fall nach der Regel, die der Eintrag zum FN FAL für dieses Register aufgestellt hat: Die von der Seite „Patronenklassen" genannte Hülsenlängenspanne von 33 bis 51 mm ist ein Anhalt, Kriterium ist die LEISTUNG. Danach liegt die gedrosselte spanische Ladung mit rund 2200 J im Bereich der Mittelpatrone. Eine Zahlengrenze, ab der eine Patrone in diesem Register aufhört, Mittelpatrone zu sein, gibt es allerdings bis heute nicht; der FAL-Eintrag führt genau das als offene Frage. Die Einordnung ist deshalb begründet und nicht abgeleitet: Sie hält, solange der Abstand nach oben so groß bleibt wie hier (rund 2200 gegen rund 3300 J), und sie ist mit dem Kriterium neu zu prüfen, sobald das Register eines festlegt. AUSDRÜCKLICH NICHT stützt sich der Eintrag darauf, dass das Register das G3 als Sturmgewehr führt: Der FAL-Eintrag hat diese Zuordnung selbst als korrekturbedürftig bezeichnet, und ein Präzedenzfall, den das eigene Haus für falsch hält, trägt nichts. Für auf volle NATO-Ladung umgearbeitete Stücke (Modelo 58-64-C, Modelo C) gilt die Einordnung nach derselben Regel NICHT; sie liegen jenseits von 3300 J. Der Datensatz führt die Gattung für die Ausführung von 1958.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Viele Selbstladewaffen zweigen einen Teil der Pulvergase durch eine Bohrung aus dem Lauf ab und lassen sie einen kleinen Stempel schieben, der die Waffe wieder lädt. Dieses Gewehr tut das nicht: keine Bohrung, kein Stempel. Es lässt stattdessen den Rückstoß arbeiten und muss ihn deshalb bremsen, denn fest zugesperrt wird der Lauf zu keinem Zeitpunkt. Der Lauf selbst bewegt sich dabei überhaupt nicht; er sitzt fest im Gehäuse, und nur die Teile hinter ihm laufen zurück. Das Stahlstück, das den Lauf von hinten zuhält, ist zweiteilig: vorn ein leichter Kopf, der an der Patrone anliegt, dahinter ein schweres Stück mit einem keilförmigen Fortsatz. Der Keil drückt zwei Rollen, die seitlich im Kopf sitzen, nach außen in schräge Aussparungen am hinteren Laufende. Beim Schuss will der Kopf nach hinten, und er kann das auch, aber nur, wenn die Rollen an den Schrägen nach innen ausweichen. Dabei schieben sie das schwere Stück ein Mehrfaches weiter nach hinten, als sie selbst nach innen wandern. Der Kopf kommt also erst von der Stelle, wenn er die große Masse hinter sich in Fahrt gebracht hat. Diese Arbeit kostet Zeit, und die Zeit reicht, bis der Druck im Lauf gefallen ist. Der spanische Beitrag liegt in der Abstimmbarkeit: Wie stark gebremst wird, hängt an den Winkeln der Schrägen, und über sie lässt sich dieselbe Waffe an eine stärkere oder schwächere Patrone anpassen. Genau das wurde gebraucht, denn während der Entwicklung wechselte die Patrone zweimal. Bezahlt wird die Bauart damit, dass die leere Hülse aus dem Lauf gezogen wird, während dort noch Druck steht und sie an der Wand klebt. Deshalb sind in das hintere Laufstück, in dem die Patrone sitzt, Längsrillen eingearbeitet. Durch sie strömt Gas außen an der Hülse entlang und löst sie von der Wand. Wer eine abgeschossene Hülse aufhebt, sieht die Streifen.

Vergleichsstück. Entworfen in Madrid, gefertigt in La Coruña und Oviedo und damit weit außerhalb des Untersuchungsraums. Der Eintrag steht hier, weil eine Kette, die dieses Register an einem Dutzend Stellen behauptet, ohne ihn ein Loch in der Mitte hat, und weil sich an ihm zwei Dinge zeigen lassen, die anderswo nicht unterzubringen sind.

Die Kette lautet: Döbeln 1942, Oberndorf 1944/45, Mülhausen 1946 bis 1950, Madrid 1950 bis 1958, G3 1959, MP5 1966. Vier Einträge dieses Registers nennen die spanische Station, keiner beschreibt sie. Eine behauptete Kontinuität, deren mittleres Glied nicht geprüft wurde — genau diesen Zustand schließt die Methodik dieser Seite eigentlich aus.

Geprüft ergibt sich ein anderes Bild als das übliche. Madrid ist nicht die Durchgangsstation zwischen einem deutschen Entwurf und einem deutschen Erfolg. Dort wurde aus einer Bauart eine Waffe, dort entstand eine Patrone, die den Gedanken von 1942 nach oben weiterentwickelte statt nach unten, und dort ging beides wieder verloren. Was 1959 nach Oberndorf zurückkam, war weniger, als 1953 in Madrid vorhanden war.

Entwicklung

Spanien richtete 1949 unter General Cantero das Centro de Estudios Técnicos de Materiales Especiales ein, nach einer spanischen Darstellung durch das staatliche Instituto Nacional de Industria. CETME war eine Studien- und Entwicklungsstelle und zu keinem Zeitpunkt eine Waffenfabrik; wer die Waffe tatsächlich baute, steht weiter unten unter „Fertigung”. Der Auftrag lautete auf ein Sturmgewehr von höchstens 4,5 kg mit Umschaltung zwischen Einzel- und Dauerfeuer und einer Schussweite von 800 bis 1000 m. Eine zweite Darstellung nennt statt 4,5 kg ein Höchstgewicht von 4,1 kg; welche Zahl im Lastenheft stand, ist damit offen. Die Stoßrichtung ist es nicht, und sie ist in einer Beschreibung zusammengefasst worden, die für dieses Register ohnehin einschlägig ist: Gewicht und Rückstoß des StG 44, aber die doppelte Reichweite.

Wie die deutschen Konstrukteure dorthin kamen, wird meist in einem Satz erzählt, und der Satz ist zu kurz. Er nennt Ludwig Vorgrimler und lässt den Rest weg.

Entwicklung
PersonHerkunftRolle in Madrid
Werner HeynenWaffenwerk Suhl, Wilhelm-Gustloff-Stiftung, RüstungsministeriumLeitung der deutschen Konstrukteursgruppe, angeworben ab 1949
Ludwig VorgrimlerMauser Oberndorf, Abteilung 37, danach CEAM MülhausenKonstrukteur des Modelo 2, der angenommenen Bauart
Günther VossMauserPatronenentwicklung, 7,92 × 40 mm CETME und die spätere CSP-Reihe
Hartmut Mennekingdeutsche Rüstungsindustrie, Näheres hier nicht belegtunterlegener Gegenentwurf als Gasdrucklader

Angeworben wurde die Gruppe nach einer biografischen Darstellung über Heynen, und Heynen wurde seinerseits 1949 von einem spanischen Oberstleutnant angesprochen, der im Krieg Militärattaché in Berlin gewesen war, und von einem spanischen Generalkonsul. Dieselbe Darstellung nennt Heynen als denjenigen, der Vorgrimler anwarb. Ab Januar 1950 trafen die ersten Mitarbeiter aus der britischen und der amerikanischen Besatzungszone ein. Vorgrimler kam aus der französischen Zone anders: Die französischen Behörden verweigerten ihm den Pass, er verließ das Land ohne einen solchen. Als Ankunftstag nennt eine waffenkundliche Darstellung den 1. Juni 1950, eine biografische den September desselben Jahres.

Was diese Personalie für dieses Register bedeutet, und was nicht. Werner Heynen war ab Juli 1935 technischer Leiter der Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke, also jener eigens gegründeten Gesellschaft, die den Namen Simson aus dem Unternehmen entfernen sollte; als Betriebsführer wirkte er an der Enteignung der Familie mit. Von 1936 bis 1945 leitete er das Waffenwerk Suhl und saß im Vorstand der Wilhelm-Gustloff-Industriestiftung in Weimar. Der NSDAP gehörte er ab 1937 an, ab 1938 führte er den Titel Wehrwirtschaftsführer; im Rüstungsministerium leitete er den Hauptausschuss Automatische Waffen. Vier Jahre nach Kriegsende erhielt derselbe Mann das Angebot, in Madrid die Konstrukteursgruppe zu leiten, aus deren Arbeit das Standardgewehr der Bundeswehr hervorging. Auf welche Jahre sich seine Leitung genau erstreckte, sagt die Darstellung nicht; sie spricht von den 1950er Jahren.

Ein technischer Übertragungsweg aus Suhl ist damit nicht belegt, und dieser Eintrag behauptet keinen. Heynen war Betriebsleiter und Rüstungsfunktionär, nicht Konstrukteur des Verschlusses; nichts spricht dafür, dass er Unterlagen, Verfahren oder Personal aus Suhl mitbrachte. Nach der Zuschreibungsregel dieses Registers ist eine Person ohnehin kein Herstellernachweis. Was hier steht, ist eine personelle Kontinuität, und die ist für die Geschichte der Waffenregion nicht weniger aussagekräftig als eine technische. Sie zeigt, wohin das Führungspersonal ging, als die Betriebe verschwanden.

Die Vorgeschichte im Elsass gehört daneben, weil sie eine verbreitete Erzählung stört. In Mülhausen arbeiteten Vorgrimler und Theodor Löffler nebeneinander an rollenverzögerten Karabinern für französische Versuchspatronen. Löffler setzte sich durch, gab die Rollenverzögerung anschließend aber zugunsten eines Gasdruckladers auf und ging später zu Rheinmetall. Die Bauart wurde also am Ort ihrer ersten Nachkriegsentwicklung verworfen. Durchgesetzt hat sie sich dort, wohin der unterlegene Konstrukteur ging.

In Madrid liefen zwei Entwürfe nebeneinander und nicht nacheinander, was die übliche Erzählung gern zu einer Reihenfolge glättet. Das Modelo 1 war Mennekings Arbeit: ein Gasdrucklader mit gekrümmten 30-Schuss-Magazinen, nach einer Darstellung eine auf Dauerfeuer umgestellte Ableitung des Gewehrs 43 mit dessen Hebelverriegelung. Das Modelo 2 war Vorgrimlers Rollenverschluss; sein Prototyp stand nach der biografischen Darstellung im Dezember 1950. Im Juli 1952 fiel die Entscheidung für ihn. Die Erprobungen berichten von geringem Rückstoß, flacher Flugbahn und einem auf 1000 m durchschlagenen Stahlhelm. Verantwortlich dafür war weniger der Verschluss als die Patrone.

Die Patrone 7,92 × 40 mm CETME

Sie ist der eigentliche Gegenstand dieses Eintrags, und sie ist die interessanteste Munitionsentwicklung, die dieses Register außerhalb des Untersuchungsraums führt.

Die Aufgabe war widersprüchlich gestellt. Beherrschbares Dauerfeuer verlangt wenig Rückstoßimpuls, also ein leichtes Geschoss bei mäßiger Geschwindigkeit. Wirkung auf 800 bis 1000 m verlangt Geschwindigkeitserhalt über die Flugstrecke, also ein schweres, wenigstens ein aerodynamisch gutes Geschoss. Die Kurzpatrone 7,92 × 33 mm — entwickelt nicht in Suhl, sondern bei Polte in Magdeburg — löst die erste Hälfte und scheitert an der zweiten; die 7,62 × 51 mm NATO umgekehrt.

Günther Voss löste den Widerspruch über die Bauart des Geschosses. Er machte es sehr lang und sehr leicht, indem er den Kern aus Aluminium fertigte, und legte den Tombakmantel nicht über die ganze Länge, sondern als Ring um die Mitte, so dass der Aluminiumkern vorn und hinten offen zutage trat. Das schwere Material sitzt damit am größten Durchmesser und weit außen; es wirkt wie ein Schwungring und gibt dem überlangen Geschoss die Drehträgheit, die es zum Stabilbleiben braucht. Herausgekommen ist ein Geschoss von 6,8 g aus einer 40 mm langen Hülse. Die fertige Patrone wog 17,5 g. Als Mündungsgeschwindigkeit nennt die englische Wikipedia 800 m/s und stützt sich dabei auf eine waffenkundliche Monographie; eine Messschrift steht dahinter nicht, und keine zweite der hier zitierten Darstellungen nennt für diese Patrone überhaupt eine Zahl. Die vielfach mit dem CETME verbundenen 786 m/s gehören nicht hierher: Sie sind der Wert der Waffe mit der späteren spanischen Dienstpatrone.

Was das leistete, lässt sich überschlagen, und der Überschlag gehört hierher, weil ihn die Darstellungen selten ausschreiben:

Die Patrone 7,92 × 40 mm CETME
PatroneGeschossv0Mündungsenergie (gerechnet)
7,92 × 33 mm Kurz8,1 grund 685 m/srund 1900 J
7,62 × 39 mm7,9 grund 715 m/srund 2020 J
7,92 × 40 mm CETME6,8 g800 m/srund 2180 J
7,62 × 51 mm CETME7,0 bis 7,3 grund 790 m/srund 2180 bis 2280 J
7,62 × 51 mm NATO9,5 grund 838 m/srund 3340 J

Eigene Rechnung, keine Quellenaussage. Die Energien sind aus Geschossmasse und Mündungsgeschwindigkeit gebildet und auf volle Zehnerjoule gerundet. Die Eingangswerte stammen aus Sekundärdarstellungen, nicht aus Messschriften; Drall- und Reibungsanteile sind nicht berücksichtigt. Ein Eingangswert ist zudem selbst strittig und deshalb als Spanne geführt: die Geschossmasse der 7,62 × 51 mm CETME, die dieselbe Quelle einmal mit 113 grains und einmal mit 7 Gramm angibt; beides zugleich kann nicht stimmen. Die 800 m/s der 7,92 × 40 mm stehen in einer Darstellung und sind nirgends nachgemessen. Die Tabelle zeigt Größenordnungen und keine Prüfwerte. Für die Gattungsfrage genügt sie: Innerhalb der Spannen bleiben beide CETME-Patronen deutlich unter der Vollpatrone und nahe bei Kurz und M 43.

Zwei Befunde folgen daraus. Erstens war die 7,92 × 40 mm eine echte Mittelpatrone und keine verkleinerte Gewehrpatrone: Ihre Energie liegt in der Größenordnung der Kurzpatrone und der sowjetischen M 43, weit unter der Vollpatrone. Zweitens verschaffte sie sich ihre Reichweite nicht über Energie, sondern über Formgebung. Genau darin liegt ihre Eigenständigkeit, und genau das verlor sich beim Wechsel.

Die Gattungsfrage, an der eigenen Regel entschieden. Der Eintrag führt die Waffe als Sturmgewehr. Für die Erprobungsmuster in 7,92 × 40 mm ist das unstrittig. Für den Modelo 58 sieht es zunächst nach einem Grenzfall aus, weil er eine Gewehrhülse verschießt und die Patronenklassen für die Mittelpatrone eine Hülsenlängenspanne von etwa 33 bis 51 mm nennen. 51 mm ist genau der Rand. Die Länge entscheidet den Fall aber nicht, und sie soll es nach der eigenen Systematik auch nicht: Der Eintrag zum FN FAL hat für dieses Register festgehalten, dass das Längenmaß ein Anhalt und die Leistung das Kriterium ist. Die gedrosselte 7,62 × 51 mm CETME liegt bei rund 2200 J und damit neben der Kurzpatrone, nicht neben der NATO-Ladung mit ihren rund 3300 J. Der Abstand nach oben ist groß genug, dass die Zuordnung auch dann hält, wenn man die schwerere der beiden strittigen Geschossmassen ansetzt. Was dagegen fehlt, ist die Zahlengrenze selbst: Ab welchem Wert eine Patrone in diesem Register aufhört, Mittelpatrone zu sein, ist nicht festgelegt, und der FAL-Eintrag führt genau das als offene Frage. Die Einordnung hier ist also begründet, nicht abgeleitet, und mit dem Kriterium neu zu prüfen, sobald es steht. Ausdrücklich nicht stützt sie sich darauf, dass das Register das G3 als Sturmgewehr führt: Diese Zuordnung hat der FAL-Eintrag selbst als korrekturbedürftig bezeichnet, und ein Präzedenzfall, den das eigene Haus für falsch hält, trägt nichts. Das G3 verschießt die volle NATO-Ladung, der Modelo 58 nicht. Die beiden Fälle liegen also anders, auch wenn sie dieselbe Hülse benutzen. Wer den Modelo 58 auf NATO-Ladung umgearbeitet vor sich hat, hat nach derselben Regel keine Waffe dieser Klasse mehr vor sich.

Der Wechsel kam von außen. 1953 wurde die Patrone vorgestellt; im selben Zeitraum normierte die NATO die 7,62 × 51 mm. Spanien gehörte der NATO nicht an und trat ihr erst 1982 bei, aber der zahlende Interessent für die Waffe saß in Bonn. Der Bundesgrenzschutz verlangte zunächst ein kleineres Kaliber auf derselben Hülse, wofür CETME eine 7,62 × 41 mm entwickelte; danach setzte sich die Normhülse durch. Was blieb, war ein Behelf: die NATO-Hülse mit einem leichteren Geschoss mit Kunststoffkern und verminderter Ladung, geführt als 7,62 × 51 mm CETME, im Werk nach der Zusammensetzung des Geschosses CSP benannt. Voss begründete sie damit, die NATO-Ladung sei für das Sturmgewehr zu stark und für das Maschinengewehr zu schwach; für das Maschinengewehr sah die Reihe deshalb ein zweites, schwereres Geschoss vor.

Der ballistische Preis ist an der Tabelle abzulesen und trotzdem leicht zu übersehen, weil die Mündungsenergie fast gleich blieb. Bezahlt wurde in drei anderen Währungen. Die Patrone wurde erheblich schwerer, was unmittelbar auf die mitgeführte Schusszahl durchschlägt. Um wie viel genau, ist offen, weil für die 7,62 × 51 mm CETME kein Patronengewicht belegt ist; die volle NATO-Patrone wiegt rund 25 g gegen 17,5 g der spanischen Mittelpatrone, die gedrosselte liegt irgendwo darunter. Die kleine Ladung sitzt zudem in einer Hülse, die für die doppelte Menge gebaut ist, also werden Gewicht und Messing für nichts mitgeschleppt. Und das lange, aerodynamisch außergewöhnliche Geschoss, dem die Waffe ihre Leistung auf 1000 m verdankte, entfiel ersatzlos. Am Ende stand 1988 die vollständige Umstellung der spanischen Fertigung auf die NATO-Ladung. Damit war auch der letzte Rest des ursprünglichen Gedankens verschwunden, und die Waffe verschoss dieselbe Patrone wie jedes andere NATO-Gewehr.

Warum die Patrone aufgegeben wurde: zwei Erklärungen, nicht eine. Die englischsprachigen Darstellungen nennen durchweg die NATO-Normung und das amerikanische Beharren auf einer vollen Gewehrpatrone. Eine spanische Übersichtsdarstellung nennt einen ganz anderen Grund: Das Geschoss sei nicht durchgehend ummantelt gewesen, der Aluminiumkern lag vorn und hinten frei, und das sei mit dem Kriegsvölkerrecht nicht vereinbar gewesen. Beide Erklärungen sind hier nur referiert. Welche zutrifft oder ob beide zusammenwirkten, entscheidet keine der eingesehenen Darstellungen, und ein Beschaffungs- oder Erprobungsvorgang lag nicht vor.

Konstruktion

Der Verschluss ist der des StG 45(M), und der dortige Eintrag beschreibt ihn im Einzelnen. Was in Madrid hinzukam, lässt sich in vier Punkten fassen.

Das Schließstück als Abstimmglied. Die Bremswirkung ergibt sich aus zwei Winkeln, dem des Widerlagers in der Laufverlängerung und dem der Keilflanke am Schließstück. Der zweite sitzt in einem austauschbaren Einzelteil. Damit wird die Auslegung auf eine bestimmte Patrone zu einer Frage der Teilebestückung und nicht des Neuentwurfs. Ohne diese Eigenschaft hätte eine Baureihe, die zwischen 1952 und 1964 zweimal die Patrone wechselte, gar nicht bestehen können. Ein Gasdrucklader hätte dasselbe über einen Regler gelöst, so wie das FN FAL.

Der Übergang zum aufschießenden Dauerfeuer. Der Modelo A schoss im Einzelfeuer aus geschlossenem Verschluss auf und im Dauerfeuer aus offenem zu; der Modelo 58 schießt in beiden Feuerarten auf. Der Grund für die ältere Zwiespältigkeit ist derselbe wie bei jeder zuschießenden Waffe: Ein geschlossen stehendes Patronenlager wird beim Dauerfeuer heiß, und eine darin liegende Patrone kann selbsttätig zünden. Die Umstellung ist damit kein Detail. Sie ist dieselbe Entscheidung, die die MP5 1966 für die Pistolenpatrone traf, und sie wurde hier acht Jahre früher getroffen. Auf sicherem Boden steht der Punkt allerdings nicht: Eine Übersichtsdarstellung führt sämtliche CETME-Ausführungen als aufschießend und kennt den zuschießenden Modelo A gar nicht.

Der nicht mitlaufende Spannhebel. Er sitzt in einem eigenen Rohr über dem Lauf und bleibt beim Schießen vorn stehen. Die Anordnung ist von der Baureihe an alle späteren Waffen der Familie weitergegeben worden.

Der Handschutz als Zweibein. Das gelochte Blech unter dem Lauf klappt nach unten und trägt die Waffe. Der Modelo C gab die Lösung wieder auf.

Das geriefelte Patronenlager

An dieser Stelle wird die Bauart am Objekt sichtbar. Der Grund für die Rillen ist im Eintrag zum StG 45(M) ausgeführt; er lässt sich in zwei Sätzen wiederholen. Ein rollenverzögerter Verschluss beginnt sich zu öffnen, während im Lauf noch Druck steht, und er bewegt sich rein geradlinig, dreht die Hülse also nicht los. Der Auszieher zieht deshalb an einer Hülse, die noch an die Lagerwandung gepresst ist.

Die Rillen laufen in Laufrichtung im vorderen Teil des Lagers und lassen Gas an der Hülsenschulter vorbei nach hinten treten, so dass es außen an der Hülsenwandung entlangströmt. Innen und außen steht dann annähernd derselbe Druck; die Hülse liegt im Gas statt an der Wand, und die Reibung fällt so weit, dass ein gewöhnlicher Krallenauszieher genügt. Die Hülse trägt danach die dunklen Längsstreifen, an denen die ganze Familie zu erkennen ist.

Für das CETME kommen drei Punkte hinzu, die anderswo nicht stehen.

  1. In Serie ging die Lösung in Spanien. Ob das Kriegsstück von 1945 überhaupt eines hatte, ist im dortigen Eintrag ausdrücklich offen; für den spanischen Dienstgebrauch ist sie belegt.
  2. Wann genau sie in die Baureihe kam, ist strittig, und daran hängt mehr als ein Datum. Eine Übersichtsdarstellung führt sie als Neuerung des Modelo 58, eine andere unter den Merkmalen des erst 1964 angenommenen Modelo C. Trifft die zweite zu, dann lag die spanische Serie nach dem G3 von 1959, und dieses Merkmal ist nicht von Madrid nach Oberndorf gegangen, sondern umgekehrt oder unabhängig. Die Zahl der Rillen wird für keine spanische Ausführung genannt. Beide Angaben stehen hier nebeneinander; entschieden wäre die Frage an einem Lauf mit Spiegel oder Endoskop in Minuten.
  3. Eine der beiden Darstellungen nennt die Rillen „horizontal”. Das kann so nicht stimmen. Rillen quer zur Laufrichtung würden das Gas nicht nach hinten führen, sondern in Ringnuten sperren. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Übersetzungsungenauigkeit; für die Bestimmung am Stück ist der Punkt gleichwohl entscheidend, weil er festlegt, wonach man im Lager sucht.

Varianten

Varianten
AusführungJahrPatroneKennzeichen
Modelo 1um 1950/517,92 × 40 mm CETMEMennekings Gasdrucklader, gekrümmtes Magazin zu 30 Patronen; unterlegen
Modelo 2Prototyp Dezember 1950, ausgewählt Juli 19527,92 × 40 mm CETMEVorgrimlers erster Rollenverschluss
Modelo A1954 oder 1956 (strittig)strittig: 7,92 × 41 mm oder 7,62 × 51 mm CETMETragegriff, klappbarer Handschutz als Zweibein; Einzelfeuer aufschießend, Dauerfeuer zuschießend
Modelo 58 (Modelo B)1957/587,62 × 51 mm CETMEgelochter Blechhandschutz, Kurvenvisier, in beiden Feuerarten aufschießend
Modelo C19647,62 × 51 mm NATOverstärkte Teile, Drehtrommelvisier, Holzausstattung; Fertigung bis 1976
Modelo 58-64-Cbis etwa 19717,62 × 51 mm NATOauf NATO-Ladung umgearbeitete Bestandswaffen
Modelo E, Modelo RKleinserien7,62 × 51 mm NATOLeichtbau mit Aluminium und Kunststoff, aufgegeben; schaftlose Fassung für Panzerbesatzungen

Zwei Zeilen dieser Tabelle sind unsicherer, als eine Tabelle aussieht. Für den Modelo A nennt die englische Wikipedia die 7,92 × 41 mm CETME und das Jahr 1954, Modern Firearms und eine spanische Übersichtsdarstellung dagegen die gedrosselte 7,62 × 51 mm und das Jahr 1956; eine dritte setzt ihn auf 1951. Entschieden ist das hier nicht, und der Unterschied ist keine Kleinigkeit: Er verschiebt den Kaliberwechsel um Jahre. Auch dass Modelo B und Modelo 58 dieselbe Waffe bezeichnen, ist übernommen und nicht geprüft; eine Darstellung führt beide als getrennte Zeilen.

Was die Tabelle trotzdem zeigt, ist eine Bewegung, die man sonst selten so sauber verfolgen kann. Zwischen Modelo 2 und Modelo C liegen zwölf Jahre, in denen sich Verschlussbauart, Bedienung und Bauform kaum verändern, die Patrone dagegen zweimal, und beide Male in Richtung mehr Leistung, obwohl das Lastenheft ausdrücklich Beherrschbarkeit verlangt hatte.

Fertigung

Hier ist zuerst eine Verwechslung auszuräumen, die praktisch alle Darstellungen mitschleppen. Fast überall steht CETME als Hersteller der Waffe, gelegentlich sogar als „spanischer Rüstungskonzern”. Beides trifft nicht zu. Das Centro de Estudios Técnicos de Materiales Especiales war eine staatliche Studien- und Entwicklungsstelle. Die englische Wikipedia nennt es zutreffend „a Spanish government design and development establishment”. Ein Dienstgewehr in Serie hat es nie gebaut. Gebaut wurde in den Waffenfabriken des Heeres.

Belegt ist folgender Rahmen. Die Fábrica de Armas de La Coruña nahm 1958 die Fertigung von Teilen des 7,62-mm-Sturmgewehrs „FA-Cetme” auf, und zwar ausdrücklich in Zusammenarbeit mit der Fábrica de Armas de Oviedo; das Werk in La Coruña war am 7. September 1958 von Franco eingeweiht worden. 1960 fasste das staatliche Instituto Nacional de Industria die Heeresfabriken in der Empresa Nacional Santa Bárbara de Industrias Militares zusammen, darunter die Werke La Coruña, Oviedo, Trubia, Palencia und Toledo und, als eine Einheit unter anderen, CETME selbst. Die Werksgeschichte von La Coruña nennt für den eigenen Eintritt allerdings 1962; welche Zahl gilt, ist hier nicht entschieden. Das Verhältnis ist in beiden Lesarten umgekehrt zu dem, was die Literatur nahelegt: CETME war nicht der Konzern, dem die Fabriken gehörten, sondern eine der Stellen, die im Konzern aufgingen.

Was daraus nicht folgt. Nach der zweiten Zuschreibungsregel dieses Registers ist ein Ort kein Betrieb, und ebenso wenig ist eine Entwicklungsstelle ein Fertigungsbetrieb. Belegt ist überdies nur die Fertigung von Teilen: Welches Werk die Waffe endmontierte und abnahm, welchen Anteil jedes der beiden trug, wie die Arbeitsteilung zwischen La Coruña und Oviedo aussah und ob CETME in Madrid selbst Vorserienstücke fertigte, ist hier nicht geklärt. Der Eintrag nennt beide Werke nebeneinander und den Vorbehalt daneben, statt sich auf eines festzulegen. Wer ein Stück bestimmt, prüft die Werkskennzeichnung am Gehäuse und schließt nicht vom Namen „CETME” auf den Fertigungsort.

Der Vorbehalt, mit dem dieser Abschnitt steht und fällt, bleibt daneben bestehen: Eine Werks- oder Beschaffungszahl war nicht zu ermitteln, weder für den Modelo 58 noch für die Baureihe. Für den Modelo C wird als Fertigungsende 1976 genannt, in einer spanischen Darstellung 1975. Den Serienbeginn geben die Darstellungen mit 1956, 1958 und 1961 an. Die 1958 fügt sich am besten zu dem, was aus La Coruña bekannt ist; entschieden ist damit nichts.

Interessanter als die spanischen Zahlen ist der Rechteweg, weil er erklärt, warum die Waffe deutsch wurde.

  1. Im Juni 1957 vergab die spanische Seite Fertigung und Vertrieb außerhalb Spaniens an die Nederlandsche Wapen- en Munitiefabriek. Vorgeführt wurde die Waffe daraufhin nach einer Darstellung in Deutschland, Chile, den Vereinigten Staaten, Frankreich, den Niederlanden, auf den Philippinen und in Portugal; eine zweite nennt eine ganz andere Reihe von Staaten und darunter Finnland, dem eine Ausführung in 7,62 × 39 mm vorgeführt worden sein soll.
  2. Die Bundesrepublik erprobte ab Dezember 1956 vierhundert Waffen gegen das SIG SG 510 (dort G2) und das AR-10 (G4) und entschied sich für die spanische Bauart. Das FN FAL war zu diesem Zeitpunkt als G1 bereits eingeführt; es unterlag keinem Vergleichsschießen, sondern der belgischen Lizenzverweigerung.
  3. Um an die Fertigungsrechte zu kommen, die inzwischen bei NWM lagen, vergab die deutsche Seite einen Auftrag über 20-mm-Munition für die Luftwaffe an das niederländische Werk. Die Rechte gingen anschließend an Rheinmetall und an Heckler & Koch; seit 1977 liegen sie dort allein.
  4. Im Januar 1959 wurde die Waffe als G3 eingeführt. Die wesentliche technische Änderung betraf die Belastbarkeit und nicht die Bauart. Verstärkte Verschlussteile und besserer Stahl machten die Waffe tauglich für die volle NATO-Ladung, die Spanien selbst erst fünf Jahre später einführte.

Der Vorgang ist der zweite Fall in diesem Register, in dem eine Beschaffungsentscheidung eine Bauart weitertransportiert. Der erste steht beim FN FAL, und beide gehören zusammen. Weil Belgien der Bundesrepublik keine Fertigungslizenz erteilte, wurde ein Entwurf gesucht, der im Inland gebaut werden durfte. Gefunden wurde er in Madrid.

Für die Bestimmung

Waffen dieser Familie werden regelmäßig verwechselt, und zwar in beide Richtungen: spanische Stücke als G3 und deutsche als CETME. In dieser Reihenfolge zu prüfen:

  1. Handschutz. Gelochtes Stahlblech, nach unten als Zweibein klappbar → Modelo 58. Fester Handschutz aus Kunststoff oder Holz ohne Zweibeinfunktion → Modelo C oder G3.
  2. Visierung. Kurvenvisier auf dem Handschutzrücken → Modelo 58. Drehtrommel mit offener Kimme und Lochkimmen → Modelo C und G3-Familie.
  3. Schließstück. Der Winkel und die Werkskennzeichnung des Schließstücks legen fest, für welche Ladung die Waffe ausgelegt ist. Bei einem Stück unbekannter Teilehistorie ist das die sicherheitsrelevante Prüfung und nicht die Beschriftung des Gehäuses. Ein auf die gedrosselte spanische Ladung ausgelegter Verschluss öffnet mit voller NATO-Ladung zu früh.
  4. Verschlussabstand. Der Spalt zwischen Verschlusskopf und Träger wird gemessen, nicht geschätzt. Er ist das Verschleißmaß der Bauart.
  5. Patronenlager. Rillen in Laufrichtung im vorderen Teil des Lagers, mit Spiegel oder Endoskop zu sehen. Am ausgeworfenen Stück: dunkle Längsstreifen auf Schulter und vorderem Wandungsteil.
  6. Werkskennzeichnung. Der Name „CETME” auf dem Gehäuse benennt die Entwicklungsstelle und nicht das Werk. Für die Fertigungszuordnung sind die Werks- und Abnahmezeichen zu lesen. Welche Zeichen das im Einzelnen sind, kann dieser Eintrag nicht sagen: Keine der eingesehenen Darstellungen bildet die Kennzeichnung eines spanischen Dienststücks ab, und geprüft hat dieses Register nichts. Die Zuordnung eines Einzelstücks zu La Coruña oder Oviedo ist gleichwohl an der Kennzeichnung zu führen und nicht am Modellnamen.

Ein letzter Punkt betrifft die Munition und nicht die Waffe. Spanische Überschussmunition der CSP-Reihe ist keine NATO-Munition; sie hat ein leichteres Geschoss mit Kunststoffkern und eine verminderte Ladung. Wer sie in einer auf volle NATO-Ladung eingerichteten Waffe verschießt, muss mit unvollständigem Rücklauf rechnen, und umgekehrt.

Einordnung

Erstens schließt der Eintrag ein Loch, das das Register selbst aufgerissen hat. Vier Einträge nennen die spanische Station als Durchgang, ohne dass sie beschrieben wäre. Beschrieben zeigt sie sich als der Ort, an dem die Bauart erwachsen wurde. Das Schließstück als Abstimmglied und der stehende Spannhebel tragen die ganze spätere Familie und stammen aus Spanien, nicht aus Oberndorf. Zwei weitere Merkmale gehören nur mit Vorbehalt in diese Aufzählung: Ob der Modelo 58 das geriefelte Patronenlager schon hatte oder erst der Modelo C von 1964, widersprechen sich die Darstellungen, und dasselbe gilt für den Übergang zum aufschießenden Dauerfeuer, den eine Darstellung bestreitet. Wo die Quellenlage trägt, trägt sie deutlich: Der Entwurf kam aus Madrid, gefertigt wurde in La Coruña und Oviedo, und wer das zusammenzieht, begeht denselben Kurzschluss, den die Literatur hier seit Jahrzehnten begeht.

Zweitens zieht er dieselbe Grenze, die schon der Eintrag zum StG 45(M) zieht, nur an einem anderen Punkt. Die Rollen kommen aus Döbeln, wo sie verriegelten. Die Verzögerung kommt aus Oberndorf. Aus Madrid kommt die Waffe. Wer das CETME als Nachwirkung des MG 42 führt, überdehnt eine Bauartverwandtschaft, die selbst schon nur plausibel und nicht belegt ist — für die Herleitung des Mauser-Entwurfs aus dem MG 42 gibt es bis heute keine Werksquelle.

Drittens liefert er einen Befund zur Patronenfrage, der über den Einzelfall hinausgeht. Dieses Register erzählt seine Geschichte an drei Kaliberübergängen: um 1900 von der Ordonnanzrevolverpatrone zur Selbstladepatrone, 1942 von der Gewehrpatrone zur Kurzpatrone, 1981 von der Kurzpatrone zur inneren Mittelpatrone. Der spanische Versuch von 1953 gehört als vierter Fall dazu, und er ist der einzige, der scheiterte. Er wollte die Mittelpatrone weiter tragend machen statt schwächer und löste die Aufgabe über die Geschossform statt über die Ladung.

Allein steht er damit nicht, und die Versuchung, ihn zum Einzelfall zu erklären, widerlegt dieses Register aus dem eigenen Bestand: Der Eintrag zum FN FAL führt die britische .280 British (7 × 43 mm) als Versuchsmuster von 1948 bis 1951 und nennt sie leistungsfähiger als die deutsche Kurzpatrone. Derselbe Gedanke also, drei Jahre früher, in einem NATO-Gründerstaat, und mit demselben Ausgang. Eigenständig am spanischen Fall ist nicht die Absicht, sondern der Weg: Reichweite über die Geschossform statt über mehr Ladung.

Aufgegeben wurden beide, als die NATO ihre Norm setzte. Für den spanischen Fall hat das eine zusätzliche Pointe, weil das entwickelnde Land dem Bündnis gar nicht angehörte und erst 1982 beitrat; die Ordnung eines Beschaffungsraums schlug hier eine Ballistik, über die dieser Beschaffungsraum nicht einmal Gewalt hatte. Ob die Normung der einzige Grund war, ist offen; eine spanische Darstellung nennt stattdessen die unvollständige Ummantelung des Geschosses. Der Grundbefund bleibt in beiden Lesarten derselbe, und dieses Register zeigt ihn mehrfach, nur selten so sauber isoliert.

Viertens, und für die Regionalgeschichte am unbequemsten: Die belastbarste Verbindung dieses Eintrags zum Untersuchungsraum ist keine technische. Sie ist ein Lebenslauf. Der Mann, der 1935 half, den Simsons ihren Betrieb zu nehmen, und der bis 1945 das Waffenwerk Suhl leitete, führte ab 1950 die Konstrukteursgruppe in Madrid. Die Betriebe der Region wurden demontiert, verstaatlicht oder aufgelöst; ihr Führungspersonal wurde nachgefragt. Beides gehört in dieselbe Darstellung.

Waffenrechtliches

Vollautomatisches Gewehr und damit Kriegswaffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz, Kriegswaffenliste Nr. 29 Buchstabe c). Die dortige Ausnahme für Modelle, die vor dem 2. September 1945 bei einer militärischen Streitkraft eingeführt worden sind, greift ersichtlich nicht: Angenommen wurde diese Waffe 1957/58. Sie wird hier ausschließlich technik- und industriegeschichtlich dokumentiert und ist nicht sammelbar.

Halbautomatische zivile Ableitungen der CETME- und G3-Familie sind auf dem deutschen Markt verbreitet und unterliegen einer eigenen Bewertung nach dem Waffengesetz, insbesondere hinsichtlich Erscheinungsbild und Magazinkapazität. Ob ein konkretes Stück eine solche Ableitung oder eine unzulässig veränderte Kriegswaffe ist, entscheidet die zuständige Behörde. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft. Siehe Methodik.

Offene Forschungsfragen. Erstens die Patronenbezeichnung: An welchen Werkszeichnungen oder Beschaffungspapieren lässt sich entscheiden, ob 7,92 × 40 mm und 7,92 × 41 mm zwei Bauzustände derselben Patrone bezeichnen oder zwei Entwicklungen? Gemessene Hülsen von 1951 und 1954 legen das erste nahe, entschieden ist es nicht. Zweitens das Patronenlager: Trug der Modelo 58 die Rillen schon, und wie viele? Zwei Übersichtsdarstellungen widersprechen sich, und an einem Dienstlauf wäre es sofort geklärt. Drittens die Fertigung: Wie war die Arbeit zwischen La Coruña und Oviedo geteilt, welches Werk baute welche Baugruppe, und existieren spanische Beschaffungsnachweise für den Modelo 58? Wie viele Waffen bis 1964 gebaut wurden, ist damit ebenfalls offen. Viertens die Rolle Werner Heynens: Gibt es einen CETME-Anstellungsvorgang, eine Korrespondenz oder ein spanisches Archivstück, das seinen Auftrag beschreibt? Solange das fehlt, ist die Angabe eine biografische Sekundärdarstellung und kein Beleg über den Inhalt seiner Tätigkeit. Fünftens, und für dieses Register am weitesten reichend: Wurde außer Heynen weiteres Personal aus den Suhler, Erfurter oder Zella-Mehlisser Betrieben in Spanien beschäftigt? Die Anwerbung lief nach der vorliegenden Darstellung über persönliche Netze der Rüstungsverwaltung, und solche Netze reichten in die Waffenregion hinein. Eine Namensliste der deutschen CETME-Gruppe würde die Frage beantworten.

Konstruktion

Verschluss
Rollenverzögerter Masseverschluss, nicht verriegelt. Zweiteiliger Verschluss aus leichtem Verschlusskopf mit zwei seitlichen Rollen und schwerem Verschlussträger mit keilförmigem Schließstück. Die Rollen stützen sich an schrägen Widerlagern der Laufverlängerung ab und übersetzen; der Lauf steht fest. Der Winkel des Schließstücks ist das Abstimmglied auf die Patrone — daran hing der zweimalige Kaliberwechsel dieser Baureihe.
Ladeprinzip
Rückstoßlader, verzögert. Kein Gaskolben, keine Gasentnahme, kein Laufrücklauf. Der Modelo 58 schießt in beiden Feuerarten aus geschlossenem Verschluss auf (Hammerschloss); der ältere Modelo A schoss im Dauerfeuer noch aus offenem Verschluss zu und im Einzelfeuer auf. Eine Übersichtsdarstellung widerspricht diesem Punkt und schreibt allen CETME-Ausführungen den geschlossenen Verschluss zu (siehe Belegnotiz).
Zuführung
Gerades Stangenmagazin zu 20 Patronen als Regelfall; daneben ist nach einer Übersichtsdarstellung ein gerades Magazin zu 30 Patronen geführt worden. Die Erprobungsmuster in 7,92 × 40 mm trugen gekrümmte Magazine zu 30 Patronen. Nicht mitlaufender Spannhebel links über dem Handschutz; er lässt sich von Hand hinten verrasten, fängt den Verschluss aber nicht selbsttätig bei leerem Magazin.
Abzug
Umschaltbar Einzel- und Dauerfeuer, Hammerschloss. Die Umstellung des Dauerfeuers von zuschießend auf aufschießend ist der wesentliche innere Unterschied zwischen Modelo A und Modelo 58.
Sicherung
Kombinierter Sicherungs- und Feuerwahlhebel an der Abzugsgruppe. Die Einzelheiten der spanischen Ausführung sind hier nicht objektnah belegt.
Visierung
Kurvenvisier (tangent sight) über dem gelochten Blechhandschutz; der spätere Modelo C führt stattdessen ein Drehtrommelvisier mit Lochkimmen nach Art des G3. Der Handschutz des Modelo 58 klappt nach unten und bildet ein Zweibein.

Maße und Leistung

Länge
rund 1015 bis 1016 mm (mehrfach übereinstimmend)
Lauflänge
450 mm (17,7 Zoll), übereinstimmend bei Hogg/Weeks und Modern Firearms. Das Datenblatt von Small Arms Review nennt für den Modelo C 305 mm; der Wert passt zu keiner der genannten Gesamtlängen und ist hier als Druckfehler behandelt
Gewicht
rund 4,4 bis 4,5 kg: 4,49 kg (9,9 lb) nach Hogg/Weeks, 4,4 kg nach Modern Firearms; das Datenblatt von Small Arms Review nennt für den Modelo C 4,2 kg. Zum Höchstgewicht des Lastenhefts siehe den Abschnitt „Entwicklung"
Magazin
20 Patronen als Regelfall, nach Modern Firearms daneben 30 Patronen. Die Angabe „5 und 20 Patronen" im Datenblatt von Small Arms Review betrifft ausdrücklich den Modelo C und ist hier nicht übernommen
V₀
rund 786 bis 790 m/s mit der 7,62 × 51 mm CETME: 786 m/s nennt Hogg/Weeks für die Waffe, 790 m/s die englische Wikipedia für die Patrone. Die Geschossmasse dieser Patrone ist nicht sicher: Die englische Wikipedia nennt „113 grains (7 grams)", was in sich nicht aufgeht (113 gr sind 7,32 g); eine andere Darstellung nennt 112 gr. Für die aufgegebene 7,92 × 40 mm CETME nennt die englische Wikipedia 6,8 g bei 800 m/s; die 800 m/s stehen dort ohne Messschrift, sind aber belegt und nicht bloß kursierend
Kadenz
550 bis 650 Schuss/min

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Ausgangslage — Verschluss vorn, Hammer gespannt

    Der Verschlusskopf liegt am Patronenlager an, die Patrone ist zugeführt, der Hammer steht gespannt. Die Schließfeder drückt den Verschlussträger und mit ihm das keilförmige Schließstück von hinten zwischen die beiden Rollen, die dadurch nach außen an die schrägen Widerlager der Laufverlängerung gedrängt werden. Zwischen Kopf und Träger bleibt ein Spalt, der Verschlussabstand. Er ist ein Einstellmaß und keine Toleranz: Er bestimmt, wie weit die Rollen vorstehen, und damit die gesamte Bremswirkung.

  2. 2

    Auslösen und Zündung

    Der Abzug gibt den Hammer frei, dieser schlägt auf den Schlagbolzen im Verschlusskopf. Weil keine große Masse nach vorn läuft, bleibt die Waffe im Augenblick der Schussabgabe ruhig. Der ältere Modelo A konnte das nach Hogg/Weeks nur im Einzelfeuer; im Dauerfeuer schoss er aus offenem Verschluss zu. Modern Firearms bestreitet das und führt sämtliche CETME-Ausführungen als aufschießend.

  3. 3

    Kraftteilung an der Rolle

    Der Gasdruck presst den Hülsenboden gegen den Stoßboden. Der Verschlusskopf kann nur zurück, wenn die Rollen aus den Widerlagern nach innen ausweichen. Weil das Widerlager schräg steht, zerlegt sich die Kraft an der Rolle: Ein Anteil stützt sich in der Laufverlängerung ab, ein kleinerer drückt die Rolle gegen das Schließstück. Nur der zweite arbeitet.

  4. 4

    Die Verzögerung — Weg gegen Weg

    Die Flanke des Schließstücks steht ihrerseits schräg. Jeder Millimeter, den eine Rolle nach innen läuft, wirft den Träger um ein Vielfaches nach hinten. Diese Beschleunigungsarbeit ist die Bremse; formschlüssig gesperrt ist zu keinem Zeitpunkt etwas. Das Verhältnis läuft mit dem Einlaufen der Rollen aus, die Bremswirkung ist also dort am größten, wo der Druck am höchsten steht. Über den Winkel des Schließstücks wird auf die Patrone abgestimmt.

  5. 5

    Kein Erstauszug — Auszug unter Restdruck

    Ein Erstauszug im Sinne des Zylinderverschlusses fehlt dieser Bauart vollständig, und zwar aus Systemzwang: Der Verschlusskopf dreht nicht, und er beginnt sich zu bewegen, solange noch Druck ansteht. Die aufgeweitete Hülse liegt an der Lagerwandung an, wenn der Auszieher zieht. Deshalb trägt das Patronenlager Längsrillen, durch die Gas außen an der Hülse entlangströmt und den Druck ausgleicht.

  6. 6

    Auszug und Auswurf

    Sind die Rollen ganz in den Verschlusskopf eingetaucht, laufen Kopf und Träger gemeinsam zurück. Die Kralle des Ausziehers hält den Hülsenrand, der Auswerfer schlägt erst gegen Ende des Rücklaufs gegen den Hülsenboden und kippt die Hülse nach rechts vorn aus. Der Auswurfzeitpunkt liegt damit weit hinter dem Beginn der Öffnungsbewegung; wer Störungen dieser Familie beurteilt, muss beide Vorgänge auseinanderhalten.

  7. 7

    Spannen und Umkehr

    Der zurücklaufende Träger spannt den Hammer und nimmt die Schließfeder auf, in der hinteren Endlage kehrt er um. Der Spannhebel läuft nicht mit; er sitzt in einem eigenen Rohr über dem Lauf und bleibt vorn.

  8. 8

    Vorlauf, Zuführung, Wiederanlegen

    Der Stoßboden nimmt die oberste Patrone aus dem Magazin. Weil das Magazin gerade steht und die Patrone flach unter den Zuführwinkel des Patronenlagers läuft, ist die Zuführung kurz und wenig empfindlich. Die gekrümmten Magazine der Erprobungsmuster in 7,92 × 40 mm entfielen mit der zylindrischeren Gewehrhülse; das gerade Magazin gab es zu 20 und nach einer Darstellung auch zu 30 Patronen. Zuletzt drückt das Schließstück die Rollen wieder nach außen.

  9. 9

    Unterbrechung oder Fortsetzung

    In Stellung Einzelfeuer fängt die Abzugsstange den Hammer, obwohl der Finger den Abzug noch gezogen hält; erst Loslassen und erneutes Ziehen gibt ihn frei. Im Dauerfeuer entfällt diese Unterbrechung. Nach dem letzten Schuss bleibt der Verschluss vorn stehen: Einen selbsttätigen Verschlussfang bei leerem Magazin hat die Waffe nicht. Zurückhalten lässt sich der Verschluss nur von Hand, indem der Spannhebel in seine Rast gelegt wird.

Rollenverzögerung — NICHT verriegelt, nur verzögert, Lauf feststehend

Schemaskizze, nicht maßstäblich

1 Lauf feststehend 2 Lauf feststehend schneller 3 Lauf feststehend
  1. 1 Ausgangslage: Der Lauf steht FEST. Der Verschluss ist zweiteilig — ein leichter Verschlusskopf vorn, ein schwerer Verschlussträger dahinter, dazwischen ein keilförmiges Steuerstück. Die Rollen liegen in Ausnehmungen des Laufhalters, sind aber nicht formschlüssig gesperrt.
  2. 2 Kraftteilung: Der Hülsenboden drückt den Verschlusskopf zurück. Die Rollen laufen auf schrägen Flächen und übertragen dabei den größten Teil der Kraft auf den schweren Träger — der muss sich ungefähr um den Faktor der Flächenneigung schneller bewegen als der Kopf. Der Kopf wird dadurch ausgebremst.
  3. 3 Öffnen: Sobald die Rollen aus den Ausnehmungen heraus sind, laufen Kopf und Träger gemeinsam zurück. Der Verschluss war nie verriegelt — er wurde nur so lange gebremst, bis der Druck gefallen war. Genau deshalb brauchen diese Waffen ein geriefeltes Patronenlager: Die Hülse löst sich unter Restdruck.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Sturmgewehr 45 (StG 45(M), Gerät 06 H)

Mauser-Werke AG · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1944
System
Rollenverzögerter Masseverschluss mit feststehendem Lauf, 7,92 × 33 mm Kurz, Magazin des StG 44, nie eingeführt
Unterschied
Dieselbe Bauart, acht Jahre und zwei Länder früher, aber im Zustand eines unfertigen Kriegsentwurfs. In Madrid kamen hinzu: eine eigens gerechnete Patrone, ein durchkonstruiertes Schließstück als Abstimmglied, das geriefelte Patronenlager in Serie, der Übergang vom zuschießenden zum aufschießenden Dauerfeuer und eine Fertigung, die tatsächlich lief.
Befund
Der Vergleich trennt Erfindung und Entwicklung sauber. Der Systemwechsel liegt 1944 in Oberndorf; alles, was aus dem System eine Dienstwaffe machte, liegt zwischen 1950 und 1958 in Madrid.

MG 42

Metall- und Lackwarenfabrik Johannes Großfuß · Deutschland (Döbeln, Sachsen) · 1942
System
Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf und formschlüssiger Rollenverriegelung, Rückstoßverstärker an der Mündung, 7,92 × 57 mm
Unterschied
Zwei Rollen und ein Keil, dieselbe Anordnung, umgekehrte Aufgabe. Beim MG 42 stehen die tragenden Flächen parallel zur Seelenachse, die Rollen sperren, und der Lauf muss zurücklaufen, damit sie überhaupt freikommen. Beim CETME stehen sie schräg, die Rollen bremsen nur, und der Lauf steht fest.
Befund
Für dieses Register die Grenzmarke des Eintrags: Was aus Döbeln kommt, ist die Rollenanordnung, nicht die Verzögerung. Wer das CETME als sächsische Nachwirkung führt, überdehnt die Kette um ein Glied.

MKb 42(H) / Sturmgewehr 44

C. G. Haenel · Deutschland (Suhl) · 1942
System
Gasdrucklader mit Langhubkolben und Kippblockverriegelung, verriegelt, 7,92 × 33 mm Kurz
Unterschied
Der ausdrückliche Maßstab des spanischen Lastenhefts: Gewicht und Rückstoß des StG 44, aber die doppelte Reichweite. Genau diese Vorgabe erzwang die 7,92 × 40 mm CETME, weil die Kurzpatrone 7,92 × 33 mm auf 800 bis 1000 m nichts mehr auszurichten hatte.
Befund
Die spanische Entwicklung setzt beim Suhler Ergebnis an, nicht bei der Patrone dazu — und die kam ohnehin nicht aus Suhl, sondern von Polte in Magdeburg. Sie gehört zu den wenigen Versuchen der Nachkriegsjahre, die Mittelpatrone nach oben statt nach unten weiterzuentwickeln; der zeitgleiche britische Versuch mit der .280 British verfolgte dasselbe Ziel und scheiterte an derselben Norm.

CEAM Modèle 1950

Centre d'Études et d'Armement de Mulhouse · Frankreich (Mülhausen im Elsass) · 1950 plausibel
System
Rollenverzögerter Karabiner aus derselben Mauser-Werkstatt, zuletzt in .30 Carbine; nicht beschafft
Unterschied
Die übersprungene Zwischenstufe. In Mülhausen arbeiteten Vorgrimler und Löffler nebeneinander an derselben Bauart; Löffler setzte sich durch und gab die Rollenverzögerung anschließend zugunsten eines Gasdruckladers auf. Vorgrimler ging nach Spanien und behielt sie bei.
Befund
Der Befund ist unbequem für jede geradlinige Erzählung: Am Ort der ersten Nachkriegsentwicklung wurde die Bauart verworfen. Durchgesetzt hat sie sich dort, wo der unterlegene Konstrukteur hinging.

FN FAL

Fabrique Nationale d'Herstal · Belgien · 1953
System
Gasdrucklader mit verstellbarer Gasentnahme und Kippblockverriegelung, 7,62 × 51 mm NATO
Unterschied
Der Vorgänger, nicht der unterlegene Bewerber: Das FAL war von 1956 bis 1959 als G1 Ordonnanzwaffe der Bundeswehr. Nicht die Waffe scheiterte, sondern ihre Weiterbeschaffung, und daran hängt, warum das CETME überhaupt nach Deutschland kam. Konstruktiv der Gegenentwurf: Gasentnahme mit Regler gegen gar kein Gassystem, verriegelt gegen bloß verzögert. Der Regler des FAL ist genau das, was einem rollenverzögerten Verschluss fehlt.
Befund
Belgien verweigerte die Fertigungslizenz, und erst danach begann die Suche nach einem im Inland baubaren Entwurf. Ob die Bundeswehr das FAL sonst in Lizenz gebaut hätte, ist eine naheliegende Annahme und kein Befund. Belegt ist der Anlass, nicht der hypothetische andere Verlauf: Der Weg der Döbelner Rollen zurück nach Deutschland folgt einer beschaffungsrechtlichen Entscheidung und keiner technischen Zwangsläufigkeit.

Heckler & Koch G3

Heckler & Koch GmbH · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1959
System
Rollenverzögerter Masseverschluss, 7,62 × 51 mm NATO
Unterschied
Dieselbe Waffe, ausgelegt auf die volle NATO-Ladung statt auf die gedrosselte spanische. Verstärkt wurden nach den eingesehenen Darstellungen vor allem Verschlussteile und Werkstoff; hinzu kamen Drehtrommelvisier und geänderte Bedienteile. Spanien selbst vollzog denselben Schritt erst 1964 mit dem Modelo C.
Befund
Die verbreitete Rede vom G3 als deutscher Konstruktion ist eine Fertigungs-, keine Entwurfsaussage. Entworfen wurde die Waffe in Madrid, und der deutsche Anteil besteht darin, sie auf eine stärkere Patrone gebracht zu haben.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Die Patrone bestimmte die Waffe — und wechselte zweimal

    Winkel und Massen eines rollenverzögerten Verschlusses sind auf einen Druckverlauf gerechnet und nicht im Feld nachstellbar. Ein Gasdrucklader bekommt einen Regler, dieser Verschluss nicht. Die Baureihe musste den Wechsel von der 7,92 × 40 mm über die gedrosselte 7,62 × 51 mm CETME zur vollen NATO-Ladung deshalb jedes Mal über geänderte Schließstücke und verstärkte Teile auffangen. Für die Zustandsbeurteilung eines Altstücks folgt daraus die wichtigste Frage überhaupt: Zu welcher Ladung gehört dieses Schließstück?

    plausibel

  • Auszug unter Restdruck ohne Vorentspannung

    Die Systemeigenschaft der ganzen Familie. Ohne geriefeltes Patronenlager klemmt die Hülse, der Auszieher reißt über den Rand, im Grenzfall trennt sich der Hülsenboden ab. Die Rillen beheben das, beanspruchen die Hülse aber sichtbar; für das Wiederladen ist eine solche Hülse entsprechend vorgeschädigt. Ein verharztes oder verschmutztes Rillenprofil hebt die Wirkung auf, und der Befund zeigt sich zuerst an der Hülse und nicht an der Waffe.

    gesichert

  • Der Verschlussabstand als Verschleißmaß

    Die Bremswirkung hängt daran, wie weit die Rollen im angelegten Zustand vorstehen; gemessen wird das über den Spalt zwischen Verschlusskopf und Träger. Verschleiß an Rollen, Schließstück oder Widerlagern verkleinert ihn, die Waffe öffnet zu früh, und das Schadensbild wandert unmittelbar auf die Hülse. Bei jedem Stück dieser Familie ist das Maß vor allem anderen zu prüfen.

    plausibel

  • Rückstoß nach dem Ende der gedrosselten Patrone

    Die 7,62 × 51 mm CETME war der Behelf, mit dem sich beherrschbares Dauerfeuer aus einer Gewehrhülse noch darstellen ließ. Spanien führte 1964 mit dem Modelo C eine Waffe für die volle NATO-Ladung ein und stellte die Munitionsfertigung nach den eingesehenen Angaben 1988 vollständig um. Damit entfiel genau die Eigenschaft, um derentwillen die Konstruktion 1953 ihre eigene Patrone erhalten hatte. Der Umschalter blieb, der Nutzen des Dauerfeuers aus der Hand schwand.

    plausibel

  • Zweibein aus dem Handschutz

    Der gelochte Blechhandschutz des Modelo 58 klappt nach unten und dient als Zweibein. Die Lösung spart ein Bauteil, legt aber die Auflage unmittelbar an das heiße Blech über dem Lauf und verändert beim Ausklappen die Lagerung des Vorderschafts. Der Modelo C gab die Bauform auf. Für die Bestimmung ist sie das auffälligste äußere Merkmal des Modelo 58.

    plausibel

Verwendung

  • Spanisches Heer, ab 1957/58 als Fusil de Asalto CETME Modelo 58 in 7,62 mm angenommen; Serienlieferung nach den eingesehenen Angaben ab 1958, nach einer anderen erst ab 1961
  • Ab 1964 durch den Modelo C für die volle NATO-Patrone abgelöst, der bis 1976 gefertigt wurde; vorhandene Modelo 58 wurden nach einer Darstellung bis etwa 1971 auf NATO-Ladung umgearbeitet und dann als Modelo 58-64-C geführt
  • Vorführungen des niederländischen Lizenznehmers NWM in Deutschland, Chile, den Vereinigten Staaten, Frankreich, den Niederlanden, auf den Philippinen und in Portugal
  • Erprobung in der Bundesrepublik: 400 Waffen der Ausführung A ab Dezember 1956 im Vergleich mit SIG SG 510 und AR-10; Beschaffungsentscheidung zugunsten der spanischen Bauart, Einführung als G3 im Januar 1959

Quellen

  1. [Online] Wikipedia (en) CETME rifle , Entwicklungsreihe Modelo A/B/58/C/E/R, 7,92 × 41 mm CETME (CA-001) 1953 mit 6,8 g Geschoss und 800 m/s, 7,62 × 41 mm CETME (CA-002) auf Wunsch des Bundesgrenzschutzes, Lastenheft 4,1 kg und 1000 m, geriefeltes Patronenlager beim Modelo 58, Modelo A mit offenem Verschluss im Dauerfeuer, Annahme September 1957, Fertigungsbeginn 1961, Umbau aller Modelo B bis 1971, Maße 4,49 kg / 1016 mm / 450 mm und 786 m/s nach Hogg/Weeks, 550–650 Schuss/min; NWM-Vorführungen in den Niederlanden, Finnland (7,62 × 39 mm), Ecuador und der Dominikanischen Republik Link
  2. [Online] Wikipedia (en) Ludwig Vorgrimler , Patent gemeinsam mit Wilhelm Stähle, CEAM ab Februar 1948 gemeinsam mit Theodor Löffler, Weggang aus Mülhausen Ende Juni 1950, Madrid ab September 1950, Auswahl des Modelo 2 im Juli 1952, Rückkehr nach Deutschland im Sommer 1956 Link
  3. [Online] Wikipedia (de) Werner Heynen , 1895–1969; ab Juli 1935 technischer Leiter der Berlin-Suhler Waffen- und Fahrzeugwerke, Beteiligung an der Enteignung der Familie Simson; 1936–1945 Direktor des Waffenwerks Suhl und Vorstandsmitglied der Wilhelm-Gustloff-Industriestiftung Weimar; NSDAP ab 1937, Wehrwirtschaftsführer ab 1938; Vorsitzender des Hauptausschusses Automatische Waffen im Ministerium Speer; 1949 Angebot des Oberstleutnants Ignacio Moyano Araiztegui, vormals Militärattaché in Berlin, und des Generalkonsuls José Hegea Gonzales; Anwerbung Ludwig Vorgrimlers durch Heynen; ab Januar 1950 deutsche Mitarbeiter in Spanien; Leitung der Konstrukteursgruppe bei CETME „in den 1950er Jahren" Link
  4. [Literatur] Small Arms Review The CETME Assault Rifle , Gründung von CETME 1949 unter General Cantero; Lastenheft höchstens 4,5 kg, Umschaltung, 800 bis 1000 m; heimliche Ausreise Vorgrimlers aus Frankreich und Ankunft in Madrid am 1. Juni 1950; Ingenieur Heynen vor Ort; Modelo 1 als Gasdrucklader in 7,92 × 40 mm mit gekrümmten 30-Schuss-Magazinen; Modelo 2 von 1952; Modelo A mit klappbarem Handschutz-Zweibein; Modelo B/58 mit gelochtem Blechhandschutz, Kurvenvisier und geschlossenem Verschluss in beiden Feuerarten; NWM-Vorführungen in sieben Staaten; Datenblatt „CETME Modelo C": 1,015 m Gesamtlänge, 0,305 m Lauflänge, 4,200 kg, Magazine zu 5 und 20 Patronen, 550–650 Schuss/min Link
  5. [Online] Forgotten Weapons Full Auto at 1000m: The 7.92x41mm CETME Cartridge , Günther Voss als Konstrukteur der Patrone; Aluminiumkern mit mittig sitzendem Tombakmantel als Schwungmasse für die Drallstabilisierung; Aufgabe der Patrone infolge der NATO-Normung Link
  6. [Online] The Firearm Blog Historical Intermediate Calibers 022: The 7.92x40mm CETME , Geschossmasse 105 grs (6,8 g), Patronengewicht 17,5 g, Aluminiumkern mit Tombakmantel; ballistischer Vergleich mit 7,92 × 33 mm Kurz und 7,62 × 51 mm NATO; der dort genannte ballistische Koeffizient ist ausdrücklich eine Schätzung des Verfassers Link
  7. [Auskunft] IAA Forum 7.92x40 CETME , An datierten Stücken gemessene Hülsenlängen 40,50 mm (9/1951) und 41,30 mm (9/1954); „CA-001" als Werksbezeichnung für Cobre-Aluminio; unterschiedliche Bördelung 1951 gegenüber 1953/54 Link
  8. [Online] Cartridge Collector 7.62 × 51 Spanish CETME , CSP-003 als leichtes Geschoss für das Gewehr, CSP-004 als schweres für das Maschinengewehr; CSP für Cobre-Sintético-Plomo, Tombakmantel mit Füllung aus schwarzem Phenolharz; Begründung von Günther Voss, die NATO-Ladung sei für das Sturmgewehr zu stark und für das Maschinengewehr zu schwach Link
  9. [Online] Wikipedia (en) 7.62×51mm CETME , Geschoss 7,0 g mit Kunststoffkern und verminderte Ladung, rund 790 m/s; Ablösung durch die volle NATO-Ladung 1988 Link
  10. [Online] Wikipedia (en) Heckler & Koch G3 , Erprobung mit 400 CETME-Gewehren ab 1956, Einführung Januar 1959; das FAL zuvor als G1 beschafft, SIG SG 510 als G2 und AR-10 als G4 unterlegen; NWM als Inhaberin der Fertigungs- und Vertriebsrechte außerhalb Spaniens, Erwerb der Rechte durch die Bundesrepublik über einen Auftrag an NWM über 20-mm-Munition für die Luftwaffe, Weitergabe an Rheinmetall und Heckler & Koch, alleinige Rechte bei Heckler & Koch ab 1977 Link
  11. [Online] Wikipedia (en) Atelier Mécanique de Mulhouse , CEAM als Name 1946–1952, Umbenennung in AME erst 1952; Vorgrimler und Löffler nebeneinander; Löffler gab die Rollenverzögerung zugunsten eines Gasdruckladers auf und ging später zu Rheinmetall Link
  12. [Online] Modern Firearms CETME mod. A, B, 58, C , Erprobungspatrone 7,92 × 40 mm mit Aluminiumgeschoss verworfen; Modelo A in 7,62 × 51 mm mit verminderter Ladung, Fertigung ab 1956, Annahme 1957; Modelo B/58 ab 1958; Modelo C von 1964 mit Drehtrommelvisier und geriefeltem Patronenlager, Fertigung bis 1976; Maße des Modelo B/58 1015 mm / 450 mm / 4,4 kg, Magazine zu 20 oder 30 Patronen, 550–600 Schuss/min; sämtliche CETME-Ausführungen als aufschießend geführt Link
  13. [Online] wwiiafterwwii How the WWII StG-45(M) became the CETME, which became the G3 , Modelo 2 gegen den Gasdrucklader Hartmut Mennekings; Aufgabe des französischen Vorhabens zugunsten Indochinas; Verstärkung der Verschlussteile durch Heckler & Koch für die volle NATO-Ladung Link
  14. [Online] Gun Digest The CETME Model 58: Roller-Locks Go Mainstream , Nicht mitlaufender Spannhebel, Magazinhalterung mit Kipphebel, geriefeltes Patronenlager und die kennzeichnenden Streifen an der Hülse Link
  15. [Online] Wikipedia (en) CETME , CETME als „a Spanish government design and development establishment", gegründet 1949, bekannt für Entwicklung und Erprobung von Handwaffen — kein Fertigungsbetrieb Link
  16. [Online] Armas de Fuego (Blog) La Fábrica de Armas de la Coruña, historia y producción , „En 1958 se inició la fabricación de las piezas del fusil de asalto ‚FA-Cetme' de 7,62 mm en colaboración con la Fábrica de Armas de Oviedo"; Eingliederung des Werks in die Empresa Nacional Santa Bárbara 1962 Link
  17. [Online] Wikipedia (gl) Fábrica de Armas da Coruña , Werksgeschichte, Einweihung durch Franco am 7. September 1958, 1.241 Beschäftigte bei der Einweihung, Privatisierung 2001, Schließung 2013 Link
  18. [Online] elRadar Empresa Nacional Santa Bárbara: historia de una privatización , Errichtung 1960 durch das Instituto Nacional de Industria; zusammengefasst wurden „la fábrica de Armas de La Coruña, la fábrica de Armas de Palencia, las fábricas de Armas de Trubia y Oviedo … y el Centro de Estudios Técnicos de Materiales Especiales (CETME)" — CETME also als eine Einheit unter anderen, nicht als Dachgesellschaft Link
  19. [Online] armas.es CETME — Historia de un fusil español que hizo leyenda , Aufgabe der 7,92 × 40 mm CETME wegen der nicht durchgehenden Ummantelung des Geschosses (Kriegsvölkerrecht) — abweichend von den englischsprachigen Darstellungen; Fertigungsbeginn Modelo A 1956, Modelo B 1958, Modelo C 1964 bis 1976 Link
  20. [Online] Bundesministerium der Justiz Kriegswaffenkontrollgesetz, Anlage (Kriegswaffenliste) , Nr. 29 c) — vollautomatische Gewehre, ausgenommen Modelle, die vor dem 2. September 1945 bei einer militärischen Streitkraft eingeführt worden sind Link