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OD WH

Vergleichsstück · Sowjetunion

SWT-40 (Tokarew)

Fertigung
Waffenfabriken Tula, Ischewsk und Podolsk
Kaliber
7,62 × 54 mm R
Zeitraum
1940–1945
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

ZUR EINORDNUNG: Vergleichsstück. Entwicklung und Fertigung liegen in der Sowjetunion. Die Waffe steht hier, weil ihr Gassystem nachweislich in das Gewehr 43 einging — eine Verbindung, die dieses Register bislang behauptete, ohne sie von der sowjetischen Seite her zu belegen. ÜBEREINSTIMMEND belegt sind: Entwurf durch Fjodor Tokarew; Vorgänger SWT-38, angenommen 1938, Fertigung ab Juli 1939 in Tula, rund 150.000 Stück bis zur Einstellung im April 1940; SWT-40 ab Juli 1940 in Tula, danach Ischewsk und Podolsk, rund 70.000 Stück allein 1940 und insgesamt etwa 1.600.000 SWT-38 und SWT-40 bis Januar 1945; Gesamtlänge 1.226 mm, Lauf 625 mm, 3,85 kg ohne Magazin, V0 830–840 m/s, abnehmbares Magazin zu 10 Patronen; Gasdrucklader mit kurzhubigem Kolben und Kippblockverriegelung — dieselbe Verbindung wie später beim FN FAL; oben offenes Gehäuse für das Nachladen mit Mosin-Nagant-Ladestreifen; Mündungsbremse; Scharfschützenausführung mit PU 3,5 × 21, davon 51.710 Stück, Fertigung 1942 wegen Zuverlässigkeitsproblemen eingestellt; senkrechte Streuung, als zerbrechlich empfundene Bauweise, Schwierigkeiten bei Instandsetzung und Wartung; im Frost reißende Birkenholzschäfte, behoben durch eingesetzte Querbolzen; AVT-40 mit Dauerfeuer, in Auftrag gegeben am 20. Mai 1942, bei der Truppe ab Juli, rund 750 Schuss/min, weitgehend unkontrollierbar, Läufe nach 200 bis 250 Schuss ausgeschossen, Fertigungsende im Sommer 1943 und anschließendes Verbot des Dauerfeuers; mehrere hunderttausend von Deutschland erbeutete Stücke als Selbstladegewehr 258(r) und 259(r); und ausdrücklich, dass das Studium der SWT-Gasmechanik die Entwicklung des Gewehrs 43 unterstützte. NACHGERECHNET: 51.710 Scharfschützengewehre entsprechen rund 3,2 Prozent der angegebenen Gesamtfertigung von etwa 1,6 Millionen. Der Anteil ist hier gerechnet, nicht zitiert. NICHT ERMITTELT sind: die Jahresstückzahlen im Einzelnen, die Aufteilung auf Tula, Ischewsk und Podolsk, der Drall, die Sicherung und die genaue Zahl der von Deutschland erbeuteten Stücke — „mehrere hunderttausend" ist die einzige greifbare Angabe.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Dieses Gewehr lädt sich selbst und gibt Einzelschüsse ab. Angetrieben wird das Nachladen von Pulvergas, das aus einer Bohrung im Lauf abgezweigt wird. Anders als bei der Kalaschnikow läuft der Kolben dabei nicht den ganzen Weg mit — er bekommt einen kurzen Stoß, gibt ihn an eine Stange weiter und bleibt dann stehen. Weniger Masse bewegt sich, die Waffe bleibt ruhiger. Verriegelt wird durch Kippen: Das hintere Ende des Verschlusses wird beim Schließen nach unten in eine Aussparung gedrückt und stützt sich dort ab, solange der Druck wirkt. Eine Besonderheit ist der Gasregler: Der Schütze kann von Hand einstellen, wie viel Gas abgezweigt wird. Bei Kälte oder Verschmutzung braucht die Waffe mehr, bei sauberem Betrieb weniger — wird das falsch eingestellt, arbeitet sie entweder zu schwach oder zerlegt sich selbst. Genau daran scheiterte sie im Feld: Sie verlangte einen Schützen, der sie versteht und pflegt, und die Rote Armee hatte 1941 keine Zeit, solche Schützen auszubilden.

Die SWT-40 steht in diesem Register aus zwei Gründen, die beide nichts mit der Sowjetunion zu tun haben.

Sie belegt eine Zuschreibung, die hier schon stand

Der Eintrag zum Gewehr 43 sagt seit langem, Walther habe das Gassystem vom SWT-40 übernommen. Das war bislang eine Aussage aus deutschen Darstellungen. Von der sowjetischen Seite her steht sie jetzt ebenfalls: Die eingesehene Darstellung schreibt ausdrücklich, das Studium der SWT-Gasmechanik habe die Entwicklung des Gewehrs 43 unterstützt.

Und sie nennt den Weg: Mehrere hunderttausend SWT fielen der Wehrmacht in die Hände und wurden als Selbstladegewehr 258(r) und 259(r) weiterverwendet. Eine Konstruktion, die in dieser Zahl auf dem Schlachtfeld liegt, muss man nicht nachbauen — man kann sie zerlegen.

Bemerkenswert ist, was Walther übernahm: den kurzhubigen Gaskolben, nicht die Verriegelung. Die eigene Flappenverriegelung aus dem gescheiterten G 41(W) blieb. Man nahm, was besser war, und behielt, was man hatte.

Sie führt 1942 vor, warum es die Mittelpatrone braucht

Am 20. Mai 1942 wurde eine vollautomatische Ausführung in Auftrag gegeben: die AVT-40. Im Juli erreichte sie die Truppe.

Das Ergebnis in Zahlen:

  • rund 750 Schuss/min
  • weitgehend unkontrollierbar
  • Läufe nach 200 bis 250 Schuss ausgeschossen

Im Sommer 1943 endete die Fertigung, und das Dauerfeuer wurde untersagt.

Das ist der praktische Beweis für eine These, die im selben Jahr in Suhl konstruktiv beantwortet wurde: Dauerfeuer mit der vollen Gewehrpatrone ist aus dem Anschlag nicht zu beherrschen. Der MKb 42(H) löste das, indem er die Patrone änderte — eine eigens entwickelte Kurzpatrone 7,92 × 33 mm.

1942 ist damit das Jahr, in dem beide Seiten dieselbe Erfahrung machten. Die Sowjetunion baute den Vollautomaten und verbot ihn nach einem Jahr wieder. Deutschland baute die Kurzpatrone und begründete eine Waffengattung.

Die 200 bis 250 Schuss sind die eigentliche Zahl. Ein ausgeschossener Lauf nach vier bis fünf Magazinfüllungen Dauerfeuer heißt: Die Waffe verbraucht sich schneller, als eine Truppe sie ersetzen kann. Das ist kein Feinheitsproblem, sondern eines der Beschaffung.

Der Gasregler und warum die Waffe scheiterte

Die SWT hat einen von Hand einstellbaren Gasregler. Der Schütze bestimmt, wie viel Gas aus dem Lauf abgezweigt wird.

Das ist konstruktiv sinnvoll: Bei Kälte, Verschmutzung oder schwächerer Munition braucht die Waffe mehr Gas, sonst lädt sie nicht durch; bei sauberem Betrieb weniger, sonst schlägt sie sich selbst kaputt.

Es setzt aber einen Schützen voraus, der das versteht und im Feld beherrscht. Die Rote Armee des Jahres 1941 hatte für diese Ausbildung keine Zeit. Dazu kamen senkrechte Streuung, eine als zerbrechlich empfundene Bauweise und Schwierigkeiten bei Instandsetzung und Wartung. Die Scharfschützenausführung wurde 1942 eingestellt.

Der Vergleich, der das einordnet: Dieselbe Bauart — Kurzhubkolben mit Kippblockverriegelung, ebenfalls mit einstellbarem Gasregler — wurde dreizehn Jahre später beim FN FAL zum Standardgewehr des Westens. Die Konstruktion war nicht das Problem. Die Umstände waren es.

Zwei Konstrukteure, eine Verriegelung

Die Kippblockverriegelung zieht sich durch die sowjetische Selbstladerlinie:

Zwei Konstrukteure, eine Verriegelung
JahrWaffeKonstrukteurPatrone
1931/36AVS-36Simonow7,62 × 54 R
1938/40SWT-38 / SWT-40Tokarew7,62 × 54 R
1945Karabiner S (SKS)Simonow7,62 × 39

Simonow ging voraus, Tokarew lieferte dazwischen, Simonow schloss ab — und die Verriegelung überlebte den Wechsel der Patrone.

Beim Magazin geht die Entwicklung dabei rückwärts: Die SWT-40 hat ein abnehmbares Magazin, der vierzehn Jahre jüngere Karabiner S ein festes. In diesem einen Punkt ist die ältere Waffe die modernere.

Ein Zwischending beim Nachladen

Das Gehäuse ist oben offen. Nachgeladen werden kann deshalb auf zwei Wegen: Magazinwechsel — oder Ladestreifen von oben, dieselben wie beim Mosin-Nagant.

Das ist eine Zwischenlösung, und man sieht ihr die Übergangszeit an. Das feste Magazin des Karabiners S kennt nur den Ladestreifen; das Wechselmagazin der Kalaschnikow kennt nur den Wechsel. Die SWT-40 kann beides, weil 1940 noch nicht entschieden war, welcher Weg sich durchsetzt.

Für die Bestimmung

  1. Gasregler vorn am Gasblock — von Hand verstellbar, bei späteren sowjetischen Waffen so nicht mehr vorhanden.
  2. Oben offenes Gehäuse mit Ladestreifenführung.
  3. Mündungsbremse.
  4. Querbolzen im Schaft. Nachträglich eingesetzt gegen das Reißen der Birkenschäfte im Frost — ein Zustands- und Datierungsmerkmal.
  5. Deutsche Kennzeichnung. Erbeutete Stücke tragen die Bezeichnung Selbstladegewehr 258(r) oder 259(r); welche Kennzeichnung dabei am Stück angebracht wurde, ist in diesem Register NICHT erfasst.

Offene Forschungsfragen. Wie viele SWT erbeutete Deutschland tatsächlich? „Mehrere hunderttausend” ist die einzige greifbare Angabe. — Wie unterscheiden sich 258(r) und 259(r)? Vermutlich SWT-38 gegen SWT-40, belegt ist das nicht. — Welche Kennzeichnung trugen erbeutete Stücke? Das wäre für die Stempelkunde ein eigener Zugang. — Und wie verteilt sich die Fertigung auf Tula, Ischewsk und Podolsk?

Waffenrechtliches

Selbstladegewehr, kein Vollautomat — die Ausführung AVT-40 mit Dauerfeuer wäre anders zu beurteilen. Für Erwerb und Besitz gilt das Waffengesetz; verbindlich ist allein die Entscheidung der zuständigen Behörde. Dieses Register dokumentiert die Waffe technikgeschichtlich. Siehe Methodik.

Konstruktion

Verschluss
Kippblockverriegelung: Das hintere Ende des Verschlusses wird nach unten in eine Aussparung des Gehäuses gekippt und stützt sich dort ab.
Ladeprinzip
Gasdrucklader mit kurzhubigem Kolben und von Hand einstellbarem Gasregler. Diese Verbindung — Kurzhubkolben und Kippblock — findet sich später beim FN FAL wieder.
Zuführung
Abnehmbares Stangenmagazin zu 10 Patronen. Das oben offene Gehäuse erlaubt zusätzlich das Nachladen mit Mosin-Nagant-Ladestreifen — das Magazin musste also nicht gewechselt werden, um nachzuladen.
Abzug
Nur Einzelfeuer. Die Ausführung AVT-40 von 1942 hatte Dauerfeuer, das 1943 wieder untersagt wurde.
Sicherung
Nicht ermittelt
Visierung
Offene Visierung; die Scharfschützenausführung trug ein Zielfernrohr PU 3,5 × 21

Maße und Leistung

Länge
1.226 mm
Lauflänge
625 mm
Gewicht
3,85 kg ohne Magazin
Magazin
10 Patronen, abnehmbar; zusätzlich Ladestreifen von oben
V₀
830–840 m/s

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Laden

    Das abnehmbare Magazin zu zehn Patronen wird eingesetzt — oder, bei geöffnetem Verschluss, von oben mit Ladestreifen nachgefüllt. Das ist eine Zwischenlösung zwischen dem festen Magazin des Karabiners S und dem reinen Wechselmagazin späterer Waffen.

  2. 2

    Schuss und Gasentnahme

    Gas tritt durch eine Bohrung im Lauf in den Gaszylinder. Wie viel, hängt vom Gasregler ab, den der Schütze von Hand einstellt.

  3. 3

    Kurzhub

    Der Kolben erhält einen kurzen Stoß, gibt ihn über eine Stange an den Verschlussträger weiter und bleibt dann stehen. Wenig bewegte Masse, ruhige Waffe. Siehe Ladeprinzipien.

  4. 4

    Entriegeln durch Abkippen

    Der zurücklaufende Träger hebt das hintere Ende des Verschlusses aus seiner Aussparung und nimmt ihn mit. Hülse ausziehen, auswerfen, Feder spannen.

  5. 5

    Der Gasregler als Schwachstelle

    Zu wenig Gas, und die Waffe lädt nicht durch. Zu viel, und sie schlägt sich selbst kaputt. Die richtige Einstellung hängt von Temperatur, Verschmutzung und Munitionssorte ab. Eine Waffe, die diese Entscheidung dem Schützen überlässt, verlangt einen ausgebildeten Schützen — und genau daran scheiterte sie 1941.

Kippblockverschluss

Schemaskizze, nicht maßstäblich

1 2
  1. 1 Verriegelt: Der Verschlussblock ist als Ganzes nach unten in eine Rastfläche des Gehäuses gekippt und stützt sich dort ab.
  2. 2 Entriegelt: Der zurücklaufende Verschlussträger hebt den Block aus der Rastfläche aus; die Baugruppe läuft gemeinsam zurück.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Gewehr 43

Walther, Berlin-Lübecker Maschinenfabrik u. a. · Deutsches Reich · 1943 plausibel
System
Gasdrucklader mit kurzhubigem Kolben nach SWT-Vorbild, Flappenverriegelung, 7,92 × 57 mm, abnehmbares Magazin zu 10
Unterschied
Die deutsche Waffe, die das Gassystem dieser hier übernahm. Walther kombinierte den Kurzhubkolben des SWT mit der eigenen Flappenverriegelung aus dem gescheiterten G 41(W).
Befund
Ein selten offen dokumentierter Fall von Konstruktionsübernahme im Krieg. Bemerkenswert ist die Auswahl: Übernommen wurde das Gassystem, nicht die Verriegelung — man nahm, was besser war, und behielt, was man hatte.

FN FAL

Fabrique Nationale · Belgien · 1953 plausibel
System
Gasdrucklader mit kurzhubigem Kolben und Kippblockverriegelung, 7,62 × 51 mm NATO
Unterschied
Dieselbe Verbindung aus Kurzhubkolben und Kippblock, dreizehn Jahre später und in der NATO-Patrone. Auch das FAL hat einen einstellbaren Gasregler.
Befund
Die Bauart, die 1940 in der Roten Armee an mangelnder Ausbildung scheiterte, wurde in den 1950er Jahren zum Standardgewehr des Westens. Die Konstruktion war nicht das Problem — die Umstände waren es.

Karabiner S (Simonow SKS-45)

sowjetische Staatsbetriebe · Sowjetunion · 1949 plausibel
System
Gasdrucklader mit Kurzhubkolben, Kippblock, festes Magazin zu 10
Unterschied
Der Nachfolger in derselben Rolle, aber in der Mittelpatrone 7,62 × 39 — und mit festem statt abnehmbarem Magazin. In der Zuführung ist die ältere Waffe damit die modernere.
Befund
Beide Konstrukteure standen sich gegenüber: Simonow entwarf 1931 das AVS-36, das dem SWT vorausging, und 1945 den SKS. Tokarew lieferte dazwischen. Die Kippblockverriegelung überlebte beide Patronen.

MKb 42(H) / StG 44

C. G. Haenel · Deutsches Reich (Suhl) · 1942 plausibel
System
Gasdrucklader, Kippblockverriegelung, Kurzpatrone 7,92 × 33 mm
Unterschied
Die Antwort auf genau das Problem, das die AVT-40 im selben Jahr vorführte: Dauerfeuer mit der vollen Gewehrpatrone ist aus dem Anschlag nicht zu beherrschen. Suhl änderte die Patrone, Tula versuchte es mit derselben.
Befund
1942 ist das Jahr, in dem beide Seiten dieselbe Erfahrung machten. Die Sowjetunion baute den Vollautomaten und verbot ihn nach einem Jahr wieder; Deutschland baute die Kurzpatrone und begründete damit eine Gattung.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Der Gasregler verlangt einen ausgebildeten Schützen

    Er muss zu Temperatur, Verschmutzung und Munition passen. Falsch eingestellt, lädt die Waffe entweder nicht durch oder beschädigt sich selbst. Die Rote Armee des Jahres 1941 hatte für diese Ausbildung keine Zeit — dieselbe Waffenart wurde im Westen der 1950er Jahre problemlos geführt.

    plausibel

  • Streuung in der Höhe und Empfindlichkeit

    Berichtet sind senkrechte Streuung, eine als zerbrechlich empfundene Bauweise und Schwierigkeiten bei Instandsetzung und Wartung. Für die Scharfschützenausführung wurde die Fertigung deshalb 1942 eingestellt.

    plausibel

  • Der Schaft riss bei Kälte

    Die Schäfte aus Birkenholz rissen im Frost. Abgeholfen wurde durch Bohrungen und eingesetzte Querbolzen — eine nachträgliche Reparatur am Werkstoffproblem. Für die Beurteilung eines Stücks ist das ein Datierungs- und Zustandsmerkmal. Siehe Schäfte und Schaftholz.

    plausibel

  • Die AVT-40 war nicht zu beherrschen

    Die vollautomatische Ausführung wurde am 20. Mai 1942 in Auftrag gegeben und erreichte im Juli die Truppe. Sie feuerte rund 750 Schuss/min, war weitgehend unkontrollierbar, und die Läufe waren nach 200 bis 250 Schuss ausgeschossen. Im Sommer 1943 endete die Fertigung, das Dauerfeuer wurde untersagt.

    plausibel

Verwendung

  • Rote Armee ab 1940; Vorgänger SWT-38 ab Juli 1939 in Tula, rund 150.000 Stück bis April 1940
  • SWT-40 ab Juli 1940 in Tula, danach auch Ischewsk und Podolsk; rund 70.000 Stück allein 1940, insgesamt etwa 1.600.000 SWT-38 und SWT-40 bis Januar 1945
  • Scharfschützenausführung mit Zielfernrohr PU 3,5 × 21, 51.710 Stück, Fertigung 1942 eingestellt
  • AVT-40 mit Dauerfeuer ab Mai 1942, Fertigung im Sommer 1943 eingestellt
  • Mehrere hunderttausend Stück von der Wehrmacht erbeutet und als Selbstladegewehr 258(r) und 259(r) weiterverwendet

Quellen

  1. [Online] Wikipedia (en) SVT-40 , Entwurf durch Fjodor Tokarew; Vorgänger SWT-38 (angenommen 1938, Fertigung ab Juli 1939 in Tula, rund 150.000 Stück bis April 1940) und AVS-36 von Sergei Simonow aus dem Jahr 1931, im Winterkrieg eingesetzt und 1941 wegen Konstruktionsmängeln ausgesondert; SWT-40 ab Juli 1940 in Tula, danach Ischewsk und Podolsk, rund 70.000 Stück allein 1940; Gesamtfertigung SWT-38/40 rund 1.600.000 bis Januar 1945; Länge 1.226 mm, Lauf 625 mm, 3,85 kg ohne Magazin, 7,62 × 54 mm R, V0 830–840 m/s, abnehmbares Magazin zu 10; Gasdrucklader mit kurzhubigem Kolben und Kippblockverriegelung — dasselbe System später beim FN FAL; oben offenes Gehäuse für Mosin-Nagant-Ladestreifen; Mündungsbremse; Scharfschützenausführung mit PU 3,5 × 21, 51.710 Stück, Fertigung 1942 eingestellt; senkrechte Streuung, als zerbrechlich empfundene Bauweise, schwierige Instandsetzung; im Frost reißende Birkenschäfte, behoben durch eingesetzte Querbolzen; AVT-40 beauftragt am 20. Mai 1942, bei der Truppe ab Juli, rund 750 Schuss/min, weitgehend unkontrollierbar, Läufe nach 200–250 Schuss ausgeschossen, Fertigungsende Sommer 1943, Dauerfeuer danach untersagt; mehrere hunderttausend von Deutschland erbeutete Stücke als Selbstladegewehr 258(r) und 259(r); das Studium der SWT-Gasmechanik unterstützte die Entwicklung des Gewehrs 43 Link