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OD WH

Nachwirkung · Deutschland (Oberndorf am Neckar)

Heckler & Koch HK33 (mit der Kurzausführung HK53)

Fertigung
Heckler & Koch GmbH
Kaliber
5,56 × 45 mm NATO
Zeitraum
1968–…
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

Dieser Eintrag stützt sich auf zugängliche Netz- und Sekundärdarstellungen sowie auf einen forensischen Fachaufsatz; eine Werksquelle von Heckler & Koch lag NICHT vor, ebenso wenig ein Objektbefund. Kein Stück wurde eingesehen oder vermessen. MEHRFACH ÜBEREINSTIMMEND BELEGT sind: die Ableitung vom G3, die Auslegung auf 5,56 × 45 mm, der Serienbeginn 1968, die rollenverzögerte Bauart mit feststehendem Lauf, das genutete Patronenlager, die Ausrichtung auf den Export und die Nichteinführung bei der Bundeswehr. Die Zahl der Nuten (achtzehn für die HK33-Familie, zwölf für die G3-Familie) stammt aus einer forensischen Fachveröffentlichung und ist damit die am besten gestützte technische Einzelangabe dieses Eintrags. WIDERSPRÜCHLICH ist sie dennoch in einem Punkt: Dieselbe Veröffentlichung führt die HK 43 in ihrer Tabelle 2 unter den Waffen mit achtzehn Nuten und in ihrer Tabelle 4 mit sechzehn. Der Widerspruch steht hier nebeneinander und ist nicht aufgelöst. NICHT BELEGT sind die Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger: Keine der eingesehenen Darstellungen nennt sie, weder für die HK33 noch für das G3. Der Eintrag setzt deshalb KEINE Zahlen ein und führt die Massenfrage ausdrücklich als offen. Das Verzögerungsverhältnis von rund 3:1 für 5,56 × 45 mm steht in der englischsprachigen Übersichtsdarstellung, das von rund 4:1 für das G3 in der deutschsprachigen Systematik des Rollenverschlusses; NIRGENDS ist eines der beiden an einem gemessenen Stück nachgewiesen. Die Winkelangaben zum Schließstück (45 Grad beim G3, 55 Grad bei der HK33, 58 Grad bei der HK33K, für die HK53 andernorts 65 bis 70 Grad) stammen ausschließlich aus Sammlerforen und Ersatzteilbeschreibungen; sie sind hier als solche gekennzeichnet und NICHT als Werksangabe geführt. UNGEKLÄRT ist dabei sogar, WAS diese Zahl misst: Ob sie den Gesamtwinkel des Keils oder den Winkel einer Flanke zur Seelenachse bezeichnet, sagt keine der Fundstellen; der Eintrag rechnet beide Lesarten durch, statt sich auf eine festzulegen. Hinzu kommt ein Widerspruch im eigenen Register: Der StG-45-Eintrag führt für das StG 45 45 Grad und 27 Grad und daraus rund 3:1, während die Sammlerzahl „45 Grad" beim G3 zu rund 4:1 gehören soll. Dieselbe Zahl kann nicht beides bedeuten; der Widerspruch steht hier offen und ist nicht aufgelöst. Der Rollendurchmesser von nominell 8,00 mm und die Staffelung in Schritten von 0,02 mm über rund 7,90 bis 8,08 mm sind durch mehrere voneinander unabhängige Ersatzteilhändler gedeckt, aber nicht durch eine Werksquelle; die frühere Fassung dieses Eintrags nannte irrig eine Spanne von nur 7,96 bis 8,04 mm. WIDERSPRÜCHLICH ist die türkische Lizenzfertigung in Jahr und Umfang: Die englischsprachige Darstellung nennt eine Fertigung durch MKEK seit 1981 unter der Bezeichnung M79 und zugleich im Datenkasten den Zeitraum ab 1999; die deutschsprachige nennt eine 1998 erteilte Lizenz über 500.000 Waffen. Die Angaben schließen einander teilweise aus; der Eintrag stellt sie nebeneinander. WIDERSPRÜCHLICH ist ferner der Umfang der Lizenz in Thailand: Genannt werden eine Lizenzfertigung seit 1968 als Type 11 sowie ein Kauf von 40.000 Waffen mit Fertigungsrechten über weitere 30.000. Die Jahresangabe 1968 ist auffällig, weil sie mit dem Serienbeginn in Oberndorf zusammenfällt; nach der dritten Zuschreibungsregel dieses Registers ist sie damit prüfbedürftig und wird hier mit Vorbehalt geführt. Für Portugal ist eine ÜBERTRAGUNG VON FERTIGUNGSRECHTEN belegt, nicht eine tatsächlich gelaufene Fertigung; dass die Fábrica de Braço de Prata ab 1962 das G3 in Lizenz baute, ist gesondert belegt und sagt über die HK33 nichts. Für Malaysia nennt eine Darstellung eine Beschaffung von 55.000 Waffen, eine andere eine Fertigung unter Lizenzvereinbarung; der Eintrag führt die Beschaffung und weist die zweite Angabe hier aus. NICHT ERMITTELBAR war jede Gesamtstückzahl — weder für Oberndorf noch für die Lizenznehmer lag eine Werks- oder Beschaffungszahl vor. Das Fertigungsende bei Heckler & Koch wird mit „bis in die späten 1980er Jahre" und mit 2000 angegeben; der Datensatz führt deshalb kein Endjahr. ZUR VERWENDUNG IN DER DDR: Die Angabe, die Diensteinheit IX habe Waffen der Ausführung HK33SG/1 geführt, steht in der englischsprachigen Übersichtsdarstellung und wird durch eine Sammlerforumsdiskussion gestützt, die sich auf Dienstvorschriften von 1987 beruft. Eine Akte des Ministeriums des Innern, eine Bestandsliste oder ein Objektbefund lag NICHT vor; die einschlägige wissenschaftliche Darstellung zur Diensteinheit IX ist hier benannt, aber NICHT eingesehen. Die Angabe ist deshalb als plausibel und nicht als gesichert geführt. Ausdrücklich NICHT behauptet wird, dass diese Verwendung etwas über die Herkunft der Konstruktion aussagt: Sie ist ein Beschaffungsvorgang und kein Fertigungs- oder Konstruktionsnachweis. ZUR GATTUNG: Die Einordnung als Sturmgewehr folgt der Regel, dass die Patronenklasse entscheidet. Die 5,56 × 45 mm NATO ist nach der Systematik dieses Registers eine innere Mittelpatrone; der Überschlag aus 4,0 g Geschossmasse und rund 950 m/s ergibt rund 1800 J und liegt damit unter dem Wert, den der CETME-Eintrag für die gedrosselte spanische Ladung ansetzt, und weit unter der vollen NATO-Gewehrpatrone; mit dem leichteren Geschoss von 3,56 g fällt der Wert noch darunter, die Einordnung wird dadurch nur deutlicher. Der Überschlag ist eine Rechnung dieses Registers und ersetzt keine Messung. Die Einordnung gilt ausdrücklich AUCH für die HK53, obwohl der Hersteller sie als Maschinenpistole anbot: Eine Maschinenpistole ist in diesem Register über die Pistolenpatrone definiert. ZUR ZURECHNUNG: Die Herleitung der Rollenidee aus dem MG 42 ist in der Literatur verbreitet, die Urheberschaft der MG-42-Rollenverriegelung selbst jedoch unbekannt, und die entscheidende Umdeutung von Verriegelung zu Verzögerung stammt von Mauser. Für den Untersuchungsraum belegt ist die Serienfertigung der Rollenanordnung in Döbeln, nicht ihre Erfindung; dass die Mauser-Konstrukteure das MG 42 als Vorbild vor sich hatten, ist mit keiner Werksquelle belegt. Die Zurechnung zum Untersuchungsraum ist deshalb wie bei G3 und MP5 ausdrücklich als indirekt geführt, und der Eintrag nennt die Reihe von 1942 bis 1968 ausdrücklich NICHT lückenlos. Die Nennung Tilo Möllers als Konstrukteur GERADE DIESER Waffe geht auf dieselbe Firmenüberlieferung zurück, die auch bei der MP5 die Konstrukteursnamen liefert, und ist keine unabhängige Bestätigung; unabhängig belegt ist allein die Person als H&K-Konstrukteur, weil die forensische Fachquelle ihm namentlich dankt und das ihm und Helmut Weldle 1972 erteilte deutsche Patent 1 921 319 abbildet. NICHT BELEGT ist ferner, dass ein genutetes Patronenlager ein Merkmal verzögerter Masseverschlüsse wäre: Dieselbe Fachquelle führt die verriegelten Gasdrucklader Tokarew SVT 1938/1940 mit vierzehn Nuten und in der HK 4 sogar Nuten mit umgekehrter Wirkungsrichtung. Der Eintrag hat diese Verallgemeinerung zurückgenommen. ZU DEN MAGAZINEN: Die Waffe nimmt HK-eigene Magazine; ein NATO-Einheitsmagazin ist für die HK33 NICHT belegt — den Normschacht brachte im Haus erst das G41, und nur für die Ausführungen MA-11/MA-12 aus Myanmar werden angepasste STANAG-Magazine genannt. Eine frühere Fassung dieses Eintrags behauptete das Gegenteil.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Die HK33 hat keine Gasbohrung im Lauf und keinen Kolben. Sie lässt allein den Rückstoß arbeiten und muss ihn deshalb bremsen, denn fest zugesperrt wird der Lauf nie; er bewegt sich auch nicht, sondern sitzt fest im Gehäuse. Das Stahlstück, das den Lauf von hinten zuhält, besteht aus zwei Teilen: vorn ein leichter Kopf, der an der Patrone anliegt, dahinter ein schweres Stück mit einem keilförmigen Fortsatz. Der Keil drückt zwei Rollen, die seitlich im Kopf sitzen, nach außen in schräge Aussparungen am hinteren Laufende. Beim Schuss kommt der Kopf nur zurück, wenn die Rollen an den Schrägen nach innen ausweichen. Dabei werfen sie das schwere Stück ein Mehrfaches weiter nach hinten, als sie selbst wandern; der Kopf kommt also erst von der Stelle, wenn er die große Masse hinter sich in Fahrt gebracht hat. Diese Arbeit kostet Zeit, und die Zeit reicht, bis der Druck im Lauf gefallen ist. Neu an dieser Waffe ist die Patrone. Sie ist deutlich schwächer als die des Vorgängermodells und schiebt entsprechend weniger; eine zu kräftige Bremse hätte die Waffe nicht mehr durchgeladen. Angepasst wurde dafür nach den vorliegenden Angaben nicht die Größe der Rollen, die blieb unverändert, sondern der Winkel des Keils. Er ist stumpfer, und dadurch fällt die Übersetzung kleiner aus. Bezahlt wird die Bauart damit, dass die leere Hülse aus dem Lauf gezogen wird, während dort noch Druck steht und sie an der Wand klebt. Deshalb sind in das hintere Laufstück Längsrillen eingearbeitet; durch sie strömt Gas außen an der Hülse entlang und löst sie von der Wand. Es sind achtzehn. Beim größeren Vorgänger sind es zwölf.

Nachwirkung. Gefertigt in Oberndorf am Neckar und damit außerhalb des Untersuchungsraums. Der Eintrag steht hier, weil die Bauart des Verschlusses bauartverwandt ist mit der, die im Untersuchungsraum zuerst in Großserie ging, und weil die Linie ohne ihn bei der Pistolenpatrone abbrechen würde.

Die Rollenlinie dieses Registers hat bis hierher fünf Stationen: MG 42 1942 aus Döbeln, formschlüssig verriegelt; StG 45(M) 1944/45 aus Oberndorf, nur noch verzögert und für die Kurzpatrone; CETME Modelo 58 1958 aus Madrid, mit gedrosselter Gewehrhülse; G3 1959, volle Gewehrpatrone; MP5 1966, Pistolenpatrone. Lückenlos ist die Reihe nicht: Zwischen Döbeln und Oberndorf liegt genau die Stelle, für die der MG-42-Eintrag festhält, dass die Übernahme nirgends mit einer Werksquelle belegt ist. Was die Reihe zusammenhält, ist die Bauform des Verschlusses, nicht ein nachgewiesener Weg. Danach fehlte der Schritt, den die gesamte übrige Kleinwaffenentwicklung in denselben Jahren ging. Die HK33 ist dieser Schritt.

Konstruktion

Eine Bauart auf eine schwächere Patrone zu bringen, klingt nach Verkleinern. Beim rollenverzögerten Verschluss ist das falsch, und die HK33 zeigt genau, warum. Drei Größen bestimmen die Bremswirkung: der Durchmesser der Rollen, die Winkel der Steuerflächen und die bewegten Massen. Nach den vorliegenden Angaben blieb die erste unverändert; die dritte ist für keine Waffe der Familie bekannt. Bleibt die zweite — und genau dort, an den Winkeln, ist die Quellenlage am dünnsten. Die folgenden Abschnitte führen deshalb vor, was sich zeigen lässt und wo es aufhört.

Die Rollen blieben. Das Nennmaß von 8,00 mm gilt für G3, HK33, HK53 und MP5 gleichermaßen; der Ersatzteilhandel führt dieselbe Rolle für alle diese Waffen und die CETME-Ausführungen dazu. Eine Werksangabe ist auch das nicht — die Zahl steht in Händlerkatalogen, nicht in einer Oberndorfer Zeichnung. Gestaffelt sind die Rollen in Schritten von 0,02 mm über eine Spanne von rund 7,90 bis 8,08 mm, und zwar nicht zur Unterscheidung der Modelle, sondern zur Einstellung des Verschlussabstands am einzelnen Stück. Für die Bestimmungsarbeit heißt das: Eine Rolle in der Hand sagt über das Modell nichts.

Der Winkel des Schließstücks änderte sich. Sammlerquellen nennen 45 Grad für das G3, 55 Grad für die HK33 und 58 Grad für die HK33K, dazu die Regel, dass der Winkel mit kürzer werdendem Lauf steigt; für die HK53 stehen daneben noch höhere Zahlen. Eine Werksangabe ist das nicht, und der Eintrag führt die Zahlen entsprechend gekennzeichnet. Die Richtung, in die sie zeigen, ist aber prüfbar.

Eigene Rechnung, keine Quellenaussage. Läuft eine Rolle um den Betrag dr nach innen und steht die Flanke des Schließstücks unter dem Winkel α zur Seelenachse, so weicht der Träger um dr · cot α zurück. Damit hängt alles daran, was die Sammlerzahl „45 Grad” überhaupt bezeichnet, und das sagt keine der Quellen. Liest man sie als Gesamtwinkel des Keils, sitzt die Flanke bei der Hälfte: cot 22,5° = 2,41 gegen cot 27,5° = 1,92, Verhältnis 1,26. Liest man sie als Winkel der Flanke selbst, ergibt sich cot 45° = 1,00 gegen cot 55° = 0,70, Verhältnis 1,43. Die überlieferten Verzögerungsverhältnisse, rund 4:1 für das G3 und rund 3:1 für die HK33, verhalten sich wie 1,33 und liegen zwischen beiden Lesarten. Mehr ist der Rechnung nicht zu entnehmen, als dass die Winkelangaben der Sammlerquellen zu den Verhältnisangaben der Übersichtsdarstellungen in Richtung und Größenordnung passen — welche der beiden Lesarten gilt, entscheidet sie nicht, und ein Nachweis für eine der beiden Zahlenreihen ist sie erst recht nicht.

Ein Widerspruch im eigenen Register, der hier nicht aufgelöst wird. Der StG-45-Eintrag führt für das StG 45 zwei Winkel, 45 Grad und 27 Grad, und daraus rund 3:1. Setzt man die Sammlerzahl für das G3 daneben, so hätte dieselbe Angabe „45 Grad” einmal 3:1 und einmal 4:1 zur Folge. Entweder meinen die beiden Zahlen nicht dasselbe Maß, oder der zweite beteiligte Winkel — der des Widerlagers in der Laufverlängerung — unterscheidet sich zwischen den Waffen. Er ist für die HK33 und das G3 nirgends belegt. Solange das offen ist, trägt die obige Rechnung die Richtung der Änderung und sonst nichts; die Zuschreibung der gesamten Anpassung an den Schließstückwinkel allein ist eine Vermutung.

Warum überhaupt in diese Richtung? Die wirksame Masse eines solchen Verschlusses wächst nach der beim StG 45 hergeleiteten Beziehung mit dem Quadrat der Übersetzung. Der Weg von 4:1 auf 3:1 senkt den Trägheitsanteil des Verschlussträgers also von sechzehnfach auf neunfach, mithin auf etwas mehr als die Hälfte. Auf der anderen Seite steht der Impuls der Patrone. Ein Geschoss von 9,5 g bei rund 800 m/s trägt rund 7,6 Ns, eines von 4,0 g bei rund 950 m/s rund 3,8 Ns, also gleichfalls etwa die Hälfte. Beides sind Überschläge dieses Registers, ohne Gasanteil und ohne Anspruch auf eine Auslegungsrechnung; die 4,0 g sind das schwerere der beiden gängigen Geschosse dieses Kalibers, das leichtere von 3,56 g ergäbe entsprechend weniger — die Größenordnung ändert das nicht. Was die beiden Zahlen zeigen, ist ein Zusammenpassen und keine Ursache: Eine Halbierung des Impulses und eine Absenkung der wirksamen Trägermasse auf etwa die Hälfte stehen in derselben Größenordnung. Dass die Konstrukteure die Anpassung tatsächlich über die Übersetzung und nicht über die Massen gelöst hätten, folgt daraus nicht — dafür müsste man die Massen kennen.

Was hier NICHT belegt ist. Die Massen von Verschlusskopf und Verschlussträger. Keine der eingesehenen Darstellungen nennt sie, weder für die HK33 noch für das G3. Der Eintrag setzt deshalb keine Zahlen ein. Eine Waage und zwei zerlegte Verschlüsse würden die Frage in einer Viertelstunde entscheiden.

Achtzehn Nuten statt zwölf

Warum diese Bauart ein genutetes Patronenlager braucht, ist beim StG 45 entwickelt und gilt hier unverändert: Der Verschlusskopf dreht nicht, er beginnt sich unter Druck zu bewegen, die Hülse liegt beim Auszug noch an der Wandung an. Neu ist an dieser Stelle etwas anderes, nämlich eine Zahl, die man am Objekt nachprüfen kann.

Vaclav Krcma, ehemals Leiter der ballistischen Abteilung zweier kanadischer kriminaltechnischer Laboratorien, hat 1996 im Journal of Forensic Sciences die Nutbilder gefluteter Patronenlager tabelliert. Sein Befund für Oberndorf:

Achtzehn Nuten statt zwölf
WaffenfamiliePatroneNuten
G3, G3A1 bis A4, G3E, G3k, GR 7, G3/SG1, PSG1, HK91, SR97,62 × 51 mm12
HK33, HK33E1, HK33k, HK33/SG1, GR 3, HK93, HK43, HK53, G415,56 × 45 mm18

Dazu die Angabe, dass die Nuten rund 13 mm vor dem Hülsenboden enden. Der hintere Teil der Hülse bleibt also glatt und dichtet weiter ab; ein Nutbild, das bis an den Boden reicht, gehört zu keiner Waffe dieser Familie.

Für die Bestimmungsarbeit ist das ein Merkmal ersten Ranges, und zwar in beide Richtungen. Eine ausgeworfene Hülse mit achtzehn Längsstreifen im Kaliber 5,56 × 45 mm zeigt auf die HK33-Familie einschließlich HK53 und G41. In der Gegenrichtung sind zwei Fehlschlüsse zu trennen, und dieselbe Quelle liefert gegen beide das Gegenbeispiel.

Der erste Fehlschluss wäre, von der Nutzahl auf das Modell zu schließen. Sechzehn Nuten führt Krcma für das spanische CETME M-58, für die französische FAMAS, für die SIG AMT und für das spanische Ameli-MG; acht für die Schweizer SIG 510, PE 57 und Stgw. 57. Eine Zahl grenzt ein, sie benennt nicht.

Der zweite Fehlschluss wäre, vom Nutbild auf einen Rollenverschluss oder überhaupt auf einen verzögerten Masseverschluss zu schließen. Die FAMAS trägt sechzehn Nuten und verzögert nicht über Rollen, sondern über einen Kipphebel nach Pál Kiraly — CETME M-58 und SIG 510 dagegen sind rollenverzögert und taugen als Gegenbeispiel gerade nicht. Weiter trägt: Krcma nennt als erste Serienselbstladegewehre mit genutetem Patronenlager überhaupt die sowjetischen Tokarew SVT 1938 und 1940 mit vierzehn Nuten — Gasdrucklader mit formschlüssig verriegeltem Verschluss, bei denen die Nuten nur im Hals- und Schulterbereich sitzen und den Erstauszug erleichtern. Und in der HK 4 liegen Nuten, die den Auszug bremsen statt ihn zu erleichtern. Ein genutetes Patronenlager belegt also weder eine Bauart noch auch nur die Wirkungsrichtung; es belegt, dass der Konstrukteur ein Problem mit der Hülse hatte.

Widerspruch in derselben Quelle. Krcma führt die HK 43 in seiner Tabelle 2 unter den Waffen mit achtzehn Nuten und in seiner Tabelle 4 unter der Angabe „H&K 43, M88 (SEATO), 16”. Beide Stellen stehen im selben Aufsatz. Aufgelöst ist das hier nicht; ein vermessener Lauf würde entscheiden.

Entwicklung

Der Anlass kam aus den Vereinigten Staaten. Mit der Einführung der 5,56 × 45 mm und der M16 entstand ein Markt für ein Gewehr dieser Klasse, und Heckler & Koch hatte darauf nichts anzubieten. Die deutschsprachige Darstellung nennt eine Vorstellung der verkleinerten G3-Ausführung bereits 1963; die Serienfertigung begann 1968.

Bemerkenswert ist der Adressat. Die Bundeswehr blieb beim G3 und wechselte erst mit der Übergabe des G36 im Dezember 1997; die HK33 wurde für den Export entwickelt und dort verkauft, wo Streitkräfte auf das NATO-Kaliber umstellten, ohne amerikanisch kaufen zu wollen. Im Inland fand sie ihre Nutzer bei Länderpolizeien und Spezialkräften. Als Konstrukteur wird Tilo Möller genannt, derselbe Name, der auch in der Firmenüberlieferung zur MP5 an erster Stelle steht. Dass die Person keine Erfindung der Firmenprosa ist, lässt sich unabhängig zeigen: Krcma dankt ihm 1996 namentlich und bildet das deutsche Patent 1 921 319 vom 8. Juni 1972 ab, erteilt an die H&K-Konstrukteure Tilo Möller und Helmut Weldle. Belegt ist damit der Konstrukteur im Haus, nicht seine Urheberschaft gerade an dieser Waffe; für die HK33 bleibt es bei der Firmenüberlieferung.

Fertigung

Der Export war nicht nur ein Absatzweg, sondern eine Fertigungsfrage: Mehrere Abnehmer bauten die Waffe selbst. Für die Objektbestimmung folgt daraus dasselbe wie bei der MP5 — der Firmenname belegt den Fertigungsort nicht.

Fertigung
StaatAngabeVorbehalt
TürkeiFertigung durch MKE(K), Ausführung HK33E, Bezeichnung M79Jahr strittig: „seit 1981”, „ab 1999” und „Lizenz 1998 über 500.000 Waffen” stehen nebeneinander
ThailandLizenzfertigung als Type 11 (ปลย.11), Ausführungen entsprechend HK33A2, A3, KA3 und SG/1Jahresangabe 1968 fällt mit dem Serienbeginn in Oberndorf zusammen und ist deshalb prüfbedürftig; daneben die Angabe „40.000 gekauft, Rechte über 30.000”
PortugalÜbertragung von Fertigungsrechten, Fábrica de Braço de PrataBelegt ist das Recht, nicht eine gelaufene Fertigung
Malaysia55.000 Waffen der Ausführung HK33EEine Darstellung spricht von Fertigung unter Lizenz, eine andere nur von Beschaffung

Zur Vorsicht bei Stückzahlen zwingt die Quellenlage selbst. Heckler & Koch hat keine Gesamtzahl veröffentlicht, die Lizenznehmer ebenso wenig, und die einzige große Zahl, die kursiert, ist der Umfang einer türkischen Lizenz und damit eine Berechtigung und keine Produktion. Wer eine Gesamtzahl für die HK33 nennt, addiert Absichten.

Der portugiesische Fall verdient eine eigene Bemerkung, weil er die zweite Zuschreibungsregel dieses Registers berührt. Dass die Fábrica de Braço de Prata ab 1962 das G3 in Lizenz baute, ist gut belegt. Daraus folgt für die HK33 nichts. Ein Werk, das eine Waffe derselben Familie fertigte, ist kein Nachweis dafür, dass es auch die andere fertigte, und ein übertragenes Fertigungsrecht ist kein Fertigungsnachweis. Beides bleibt hier getrennt.

Varianten

Die Reihe folgt derselben Ordnung wie beim G3: Zusatz A2 für den festen Kunststoffschaft, A3 für den Schiebeschaft aus Metall, K für den verkürzten Lauf, SG/1 für die Scharfschützenwaffe mit Zielfernrohr. Der Zusatz E steht nach der eingesehenen Darstellung für Export und bezeichnet die spätere Benennung derselben Ausführungen — HK33E, HK33EA3 und HK33KE treten an die Stelle von HK33A2, HK33A3 und HK33KA3 — und nicht, wie oft zu lesen, einen eigenen Baustand. Die Selbstladeausführungen für den Zivilmarkt liefen als HK43 und später HK93.

Zwei K-Maße stehen nebeneinander, und sie widersprechen einander nicht: 322 mm gehören zur HK33K, 332 mm zur HK33KA3. Wer eine kurze Waffe der Reihe vor sich hat, misst also, bevor er benennt.

Die HK53 ist die Kurzausführung mit 211 mm Lauf, Schiebeschaft und dem Handschutz der MP5. Sie steht zur MP5 in einem Verhältnis, das die Systematik dieses Registers unmittelbar prüft.

Varianten
HK53 (ab Mitte der 1970er Jahre)MP5 (1966)
Verschlussrollenverzögertrollenverzögert
Feuerstellungaufschießendaufschießend
Schaft, Handschutzgemeinsame Bauteilegemeinsame Bauteile
Patrone5,56 × 45 mm, innere Mittelpatrone9 × 19 mm, Pistolenpatrone
Gattung nach diesem RegisterSturmgewehrMaschinenpistole

Der Hersteller bot die HK53 als Maschinenpistole an, und der Sprachgebrauch der Behörden folgte ihm. Dieses Register folgt ihm nicht. Eine Maschinenpistole ist hier über die Pistolenpatrone definiert, und die 5,56 × 45 mm ist keine. Die Bauform entscheidet nicht, die Größe nicht und die Marketingbezeichnung erst recht nicht — genau die Regel, die im umgekehrten Fall das G3 aus der Gattung Sturmgewehr herausgenommen hat, siehe Korrekturen und Patronenklassen.

Verwendung

Der Eintrag ist an einer Stelle für dieses Register unmittelbar einschlägig, und die Stelle liegt nicht in Oberndorf. Die Diensteinheit IX, die 1974 aufgestellte Antiterroreinheit der Volkspolizei im Ministerium des Innern der DDR, führte nach den eingesehenen Darstellungen Waffen aus Oberndorf, darunter MP5 in mehreren Ausführungen und die HK33 in der Scharfschützenausführung SG/1. Beschafft worden sein sollen sie über den Bereich Kommerzielle Koordinierung, also über den Devisenapparat, der auch sonst westliche Güter an der Außenhandelsordnung vorbei besorgte.

Der Befund ist reizvoll und wird hier trotzdem eng geführt. Er beruht auf einer Übersichtsdarstellung und einer Sammlerforumsdiskussion, die sich auf Dienstvorschriften von 1987 beruft. Eine Akte, eine Bestandsliste oder ein Objektbefund lag nicht vor, und die einschlägige wissenschaftliche Darstellung zur Diensteinheit IX ist in den Quellen benannt, aber nicht eingesehen. Vor allem sagt der Vorgang über die Konstruktion nichts. Er ist ein Beschaffungsvorgang, kein Fertigungs- und erst recht kein Konstruktionsnachweis. Dass eine DDR-Einheit eine Waffe benutzte, macht diese Waffe nicht zu einem Erzeugnis des Untersuchungsraums.

Für die Bestimmung

  1. Nutbild an der Hülse zählen. Achtzehn Längsstreifen im Kaliber 5,56 × 45 mm zeigen auf die HK33-Familie einschließlich HK53 und G41, zwölf im Kaliber 7,62 × 51 mm auf die G3-Familie. Die Streifen enden rund 13 mm vor dem Hülsenboden.
  2. Nicht vom Nutbild auf die Bauart schließen. Sechzehn Nuten führen zur FAMAS, zum CETME M-58, zur SIG AMT und zum Ameli, acht zur SIG 510 — die FAMAS verzögert über einen Kipphebel, nicht über Rollen. Und ein genutetes Lager belegt nicht einmal eine Verzögerung: Die Tokarew SVT 1938/40 ist ein verriegelter Gasdrucklader und trägt vierzehn Nuten.
  3. Verschlussabstand messen, bevor irgendetwas anderes beurteilt wird. Er trägt die gesamte Bremswirkung und wandert mit dem Verschleiß.
  4. Schließstück prüfen. Winkel und Kennzeichnung gehören zu einer bestimmten Lauflänge und Ladung; ein vertauschtes Schließstück ist von außen nicht zu sehen.
  5. Rollen sagen nichts. Sie sind über die ganze Familie hinweg gleich und werden nur zur Einstellung gestaffelt.
  6. Herstellerkennzeichnung nicht als Fertigungsort lesen. Türkische und thailändische Fertigungen sind eigenständig gekennzeichnet.

Einordnung

Die Waffe stammt nicht aus dem Untersuchungsraum. Sie wurde in Oberndorf am Neckar entworfen und gefertigt, ihr Auftraggeber war der Weltmarkt, und keiner der beteiligten Betriebe hat je im Gebiet der heutigen ostdeutschen Länder gearbeitet. Was den Eintrag hierher bringt, ist ein Bauteil.

Die Zurechnung lässt sich genau beziffern, und sie fällt kleiner aus, als die Rollenlinie vermuten lässt. In Döbeln ging 1942 mit dem MG 42 die Anordnung zweier Rollen in Großserie, die von einem keilförmigen Steuerstück in Widerlager einer Laufverlängerung gedrückt werden. Erfunden worden ist sie dort nicht nachweislich: Wer die Rollenverriegelung des MG 42 konstruiert hat, ist nach dem MG-42-Eintrag unbekannt. Belegt ist für den Untersuchungsraum die Serienfertigung dieser Anordnung und die Blechpressbauweise, in der sie herstellbar wurde — nicht ihre Urheberschaft. Nicht aus dem Untersuchungsraum stammt alles Übrige: die Umdeutung der Rollen vom Riegel zum Getriebe 1944 bei Mauser, die Dienstreife 1950 bis 1958 in Madrid, die Auslegung auf die volle NATO-Patrone 1959 in Oberndorf und die hier behandelte Anpassung an die innere Mittelpatrone 1968 ebendort. Und was in Sachsen in Serie ging, war keine Verzögerung, sondern eine Verriegelung mit zurücklaufendem Lauf; die Verzögerung ist eine Oberndorfer Leistung von 1944 und wird hier nicht nach Döbeln zurückdatiert.

Zwei Grenzen gehören ausdrücklich dazu. Erstens ist die Firma kein Argument. Heckler & Koch entstand aus Mauser-Personal, aber Personalkontinuität ist nach der fünften Zuschreibungsregel dieses Registers kein Herstellernachweis, und sie wäre hier ohnehin eine württembergische und keine sächsische. Zweitens ist auch die Herleitung aus Döbeln nur eine Bauartverwandtschaft. Dass die Mauser-Abteilung 37 das MG 42 als Vorbild vor sich hatte, ist nirgends mit einer Werksquelle belegt; der StG-45-Eintrag führt diese Frage als offen, und daran ändert sich hier nichts.

Bleibt der Vergleich, der für dieses Register am meisten hergibt. 1986 begann in Wiesa die Entwicklung des Wieger StG-940, eines Sturmgewehrs in 5,56 × 45 mm NATO, ausdrücklich für den Export. Achtzehn Jahre zuvor hatte Oberndorf dasselbe getan, aus demselben Grund und mit demselben Zielmarkt. Beide Häuser mussten dafür ihre eigene Bauart auf eine fremde Patrone abstimmen, und beide taten es an derselben Stelle: nicht am Verriegelungs- oder Verzögerungsprinzip, sondern an den Massen, den Federkräften und der Zeitsteuerung. Der Unterschied liegt im Ausgang. Die HK33 lief in Oberndorf mindestens zwei Jahrzehnte, wurde in mehreren Staaten nachgebaut und ist bei einem Lizenznehmer bis heute im Programm — ein genaues Fertigungsende gibt der Datensatz nicht an, weil die Quellen zwischen „späte 1980er Jahre” und 2000 schwanken. Die Wieger-Reihe endete 1990 mit dem Exportstopp, ein Jahr nach den ersten Verträgen.

Waffenrechtliches

Vollautomatische Waffe und damit Kriegswaffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Sie wird hier ausschließlich technik- und industriegeschichtlich dokumentiert und ist nicht sammelbar. Für halbautomatische zivile Ableitungen der Baureihe (HK43, HK93 und Nachbauten) gilt eine eigene rechtliche Bewertung, die vom Baustand des einzelnen Stücks abhängt. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft. Siehe Methodik.

Offene Forschungsfragen. Erstens die Massen: Wie schwer sind Verschlusskopf und Verschlussträger der HK33, und wie verhalten sie sich zu denen des G3? Ohne diese beiden Zahlen bleibt jede Aussage über die Verkleinerung des Systems unvollständig. Zweitens die Winkel: Existiert eine Werksangabe zu den Schließstückwinkeln und zum Winkel der Widerlager, oder ruht die gesamte kursierende Zahlenreihe auf Sammlerbeobachtung? Drittens die HK 43: sechzehn oder achtzehn Nuten — die beiden Tabellen desselben forensischen Aufsatzes widersprechen einander. Viertens die thailändische Lizenz: Ein Lizenzbeginn im selben Jahr wie der Serienbeginn beim Lizenzgeber ist ungewöhnlich und verlangt einen Vertragsnachweis. Fünftens, und für dieses Register am wichtigsten: Liegt zur Bewaffnung der Diensteinheit IX ein Aktenbestand vor, aus dem Beschaffungsweg, Stückzahl und Verbleib der Waffen hervorgehen? Solange nicht, bleibt der ostdeutsche Bezug dieses Eintrags eine gut bezeugte Erzählung und kein Befund.

Konstruktion

Verschluss
Rollenverzögerter Masseverschluss, nicht verriegelt. Zweiteiliger Verschluss aus leichtem Verschlusskopf mit zwei seitlichen Rollen und schwerem Verschlussträger mit keilförmigem Schließstück. Die Rollen stützen sich an schrägen Widerlagern der Laufverlängerung ab und übersetzen; der Lauf steht fest. Patronenlager mit achtzehn Längsnuten. Nachschlagsicherung gegen das Prellen: eine federbelastete Klaue am Verschlussträger fasst in der vorderen Endlage den Verschlusskopf.
Ladeprinzip
Rückstoßlader, verzögert, aufschießend (geschlossener Verschluss). Kein Gaskolben, keine Gasentnahme, kein Laufrücklauf. Das Verzögerungsverhältnis wird für 5,56 × 45 mm mit rund 3:1 angegeben, für das G3 mit rund 4:1.
Zuführung
HK-eigene Stangenmagazine: Stahlmagazine zu 20 und 25 Patronen, ein Aluminiummagazin zu 40, dazu ein gebogenes zu 30. Das NATO-Einheitsmagazin nimmt die Waffe nicht — den Normschacht brachte im Haus erst das G41; für einzelne Auslandsausführungen (Myanmar MA-11/MA-12) werden nachträglich angepasste STANAG-Magazine genannt.
Abzug
Wechselbare Abzugsgruppe, umschaltbar Einzel- und Dauerfeuer, Hammerschloss; daneben Gruppen mit Dreischussbegrenzung.
Sicherung
Kombinierter Sicherungs- und Feuerwahlhebel in der Abzugsgruppe
Visierung
Drehtrommelvisier mit offener Kimme und Lochkimmen, Einstellungen 200 bis 400 m, Korn im Tunnel. Bauform des G3, verkleinert.
Schaft
Kunststoffschaft (A2 fest, A3 einschiebbar)

Maße und Leistung

Länge
920 mm (HK33A2, fester Schaft); HK33A3 mit Schiebeschaft 940 mm ausgezogen und 735 mm eingeschoben. HK53 755 mm ausgezogen und 563 mm eingeschoben
Lauflänge
390 mm (Standardausführung). Die beiden kursierenden K-Maße gehören zu zwei verschiedenen Ausführungen: 322 mm für die HK33K, 332 mm für die HK33KA3. HK53 211 mm; eine Darstellung nennt dafür abweichend elf Zoll und im selben Text 22,5 cm — beides steht gegen die sonst übereinstimmenden 211 mm und ist hier nicht übernommen
Gewicht
3,65 kg ungeladen (HK33A2), rund 4,0 kg für die A3 mit Schiebeschaft; HK53 3,05 kg
Magazin
HK-eigene Stangenmagazine: 20 und 25 Patronen (Stahl), 40 (Aluminium), 30 (gebogen). Kein NATO-Einheitsmagazin
V₀
rund 950 m/s bei 390 mm Lauf; HK53 rund 750 m/s bei 211 mm Lauf
Kadenz
rund 750 Schuss/min (HK33), rund 700 Schuss/min (HK53)

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Ausgangslage — Verschluss vorn, Hammer gespannt

    Die Patrone liegt im Lager, der Hammer steht gespannt. Die Schließfeder drückt den Verschlussträger und mit ihm das keilförmige Schließstück von hinten zwischen die beiden Rollen; diese werden nach außen an die schrägen Widerlager der Laufverlängerung gedrängt. Zwischen Kopf und Träger bleibt der Verschlussabstand. Er ist ein Einstellmaß und keine Toleranz: Er bestimmt, wie weit die Rollen vorstehen, und damit die gesamte Bremswirkung.

  2. 2

    Auslösen und Zündung

    Der Abzug gibt den Hammer frei, dieser schlägt auf den Schlagbolzen im Verschlusskopf. Weil beim Auslösen keine große Masse nach vorn läuft, bleibt die Waffe im Augenblick der Schussabgabe ruhig.

  3. 3

    Kraftteilung an der Rolle

    Der Gasdruck presst den Hülsenboden gegen den Stoßboden. Der Verschlusskopf kann nur zurück, wenn die Rollen aus den Widerlagern nach innen ausweichen. Weil das Widerlager schräg steht, zerlegt sich die Kraft an der Rolle: Ein Anteil stützt sich in der Laufverlängerung ab, ein kleinerer drückt die Rolle gegen das Schließstück. Nur der zweite arbeitet.

  4. 4

    Die Verzögerung — und was die schwächere Patrone daran ändert

    Die Flanke des Schließstücks steht ihrerseits schräg. Jeder Millimeter, den eine Rolle nach innen läuft, wirft den Träger um ein Vielfaches nach hinten; diese Beschleunigungsarbeit ist die Bremse. Formschlüssig gesperrt ist zu keinem Zeitpunkt etwas. Der Impuls der 5,56 × 45 mm liegt bei etwa der Hälfte dessen, was die 7,62 × 51 mm liefert, und darauf antwortet die Konstruktion nicht mit kleineren Rollen, sondern mit einem stumpferen Schließstückwinkel: Das Verhältnis fällt von rund 4:1 auf rund 3:1. Weniger Schub braucht weniger wirksame Masse, sonst läuft der Verschluss nicht weit genug zurück.

  5. 5

    Auszug unter Restdruck — die achtzehn Nuten

    Ein Erstauszug im Sinne des Zylinderverschlusses fehlt der Bauart vollständig: Der Verschlusskopf dreht nicht, und er beginnt sich zu bewegen, solange noch Druck ansteht. Deshalb trägt das Patronenlager Längsnuten, durch die Gas außen an der Hülse entlangströmt und den Druck ausgleicht. Für die HK33-Familie werden achtzehn Nuten angegeben, für die G3-Familie zwölf; sie enden rund 13 mm vor dem Hülsenboden, damit der hintere Teil der Hülse weiter abdichtet.

  6. 6

    Auszug, Auswurf, Spannen

    Sind die Rollen ganz in den Verschlusskopf eingetaucht, laufen Kopf und Träger gemeinsam zurück. Die Hülse wird überwiegend vom Gasdruck aus dem Lager getrieben; der Auszieher hält sie am Stoßboden fest, bis der Auswerfer sie auskippt. Der zurücklaufende Träger spannt den Hammer.

  7. 7

    Vorlauf, Zuführen, Wiederanlegen

    Die Schließfeder treibt den Träger vor, der Stoßboden nimmt die oberste Patrone aus dem Magazin und schiebt sie ins Lager; zuletzt drückt das Schließstück die Rollen wieder nach außen.

  8. 8

    Die Nachschlagsicherung

    In der vorderen Endlage neigt der schwere Träger zum Zurückprellen. Prellt er, so löst er das Schließstück, die Rollen stehen nicht mehr voll an, und die Verzögerung des nächsten Schusses fällt zu kurz aus. Dagegen sitzt am Verschlussträger eine federbelastete Klaue, die beim Einlaufen in die vordere Endlage den Verschlusskopf fasst und beide Teile zusammenhält. Das StG 45 kam nach der Überlieferung ohne eine solche Einrichtung aus, seine Nachkommenschaft nicht.

  9. 9

    Unterbrechung oder Fortsetzung

    In Stellung Einzelfeuer fängt die Abzugsstange den Hammer, auch wenn der Finger den Abzug gezogen hält. Im Feuerstoß entfällt diese Unterbrechung. Nach dem letzten Schuss bleibt der Verschluss vorn: Einen selbsttätigen Verschlussfang bei leerem Magazin hat die Waffe nicht.

Rollenverzögerung — NICHT verriegelt, nur verzögert, Lauf feststehend

Schemaskizze, nicht maßstäblich

1 Lauf feststehend 2 Lauf feststehend schneller 3 Lauf feststehend
  1. 1 Ausgangslage: Der Lauf steht FEST. Der Verschluss ist zweiteilig — ein leichter Verschlusskopf vorn, ein schwerer Verschlussträger dahinter, dazwischen ein keilförmiges Steuerstück. Die Rollen liegen in Ausnehmungen des Laufhalters, sind aber nicht formschlüssig gesperrt.
  2. 2 Kraftteilung: Der Hülsenboden drückt den Verschlusskopf zurück. Die Rollen laufen auf schrägen Flächen und übertragen dabei den größten Teil der Kraft auf den schweren Träger — der muss sich ungefähr um den Faktor der Flächenneigung schneller bewegen als der Kopf. Der Kopf wird dadurch ausgebremst.
  3. 3 Öffnen: Sobald die Rollen aus den Ausnehmungen heraus sind, laufen Kopf und Träger gemeinsam zurück. Der Verschluss war nie verriegelt — er wurde nur so lange gebremst, bis der Druck gefallen war. Genau deshalb brauchen diese Waffen ein geriefeltes Patronenlager: Die Hülse löst sich unter Restdruck.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Heckler & Koch G3

Heckler & Koch GmbH · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1959
System
Rollenverzögerter Masseverschluss, 7,62 × 51 mm NATO
Unterschied
Dieselbe Bauart, eine Patronenklasse tiefer. Gleich geblieben sind Blechpressgehäuse, zweiteiliger Rollenverschluss, Drehtrommelvisier und wechselbare Abzugsgruppe; geändert wurden Schließstückwinkel, Verzögerungsverhältnis und die Zahl der Nuten im Patronenlager. Für die Gattung ist der Unterschied grundsätzlich: Das G3 verschießt die volle Gewehrpatrone und ist in diesem Register Selbstladegewehr, die HK33 verschießt eine innere Mittelpatrone und ist Sturmgewehr.
Befund
Der Fall zeigt, dass die Gattungsregel dieses Registers quer zur Firmenlinie schneidet. Zwei Waffen desselben Hauses mit demselben Verschluss stehen in zwei verschiedenen Gattungen, weil die Patrone sie trennt.

Heckler & Koch MP5

Heckler & Koch GmbH · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1966
System
Rollenverzögerter Masseverschluss, 9 × 19 mm
Unterschied
Der unmittelbare zeitliche Nachbar und das Gegenstück zur HK53. Beide sind kurze Waffen derselben Bauart mit demselben Handschutz und demselben Schiebeschaft; getrennt werden sie allein durch die Patrone. Die MP5 verschießt eine Pistolenpatrone und ist Maschinenpistole, die HK53 verschießt dieselbe Mittelpatrone wie die HK33 und ist Sturmgewehr — ungeachtet dessen, dass der Hersteller sie als Maschinenpistole anbot.
Befund
Das sauberste Beispiel dieses Registers dafür, dass Bauform und Größe die Gattung nicht entscheiden. Zwei fast gleich aussehende Waffen desselben Hauses, zwei Gattungen.

Sturmgewehr 45 (StG 45(M), Gerät 06 H)

Mauser-Werke AG · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1944 plausibel
System
Rollenverzögerter Masseverschluss mit feststehendem Lauf, 7,92 × 33 mm Kurz, nie eingeführt
Unterschied
Der Erfindungsschritt, 24 Jahre früher, und die einzige andere Waffe der Linie, die für eine Mittelpatrone ausgelegt wurde. Für beide wird das Verzögerungsverhältnis mit rund 3:1 angegeben, für die Waffen mit voller Gewehrpatrone dagegen mit rund 4:1. Ob die Übereinstimmung eine physikalische ist oder nur eine der Quellenüberlieferung, ist offen; gemessen ist keine der Zahlen.
Befund
Die HK33 vollendet, was 1944 begonnen und dann nicht fortgesetzt wurde: eine rollenverzögerte Waffe für die Mittelpatrone in Serienfertigung. Zwischen beiden liegt der Umweg über die Vollpatrone, den erst Spanien und dann die Bundesrepublik erzwangen.

M16 / AR-15

Colt und zahlreiche Lizenznehmer · USA · 1963
System
Gasdrucklader mit direkter Gasabnahme und Drehkopfverschluss, 5,56 × 45 mm NATO
Unterschied
Der Anlass. Erst die amerikanische Entscheidung für die 5,56 × 45 mm machte eine Waffe dieser Klasse für den Export verkäuflich. Konstruktiv der Gegenentwurf: Gas gegen kein Gas, verriegelt gegen nur verzögert, Aluminiumgehäuse gegen Blechpressgehäuse. Die HK33 wiegt mit 3,65 kg spürbar mehr als die M16 und zahlt damit für den Verzicht auf das Gassystem.
Befund
Der Verzicht auf das Gassystem ist beim Kleinkalibergewehr teurer als bei der Gewehrpatrone: Das Gehäuse muss die Rücklaufmassen tragen, und die Massen sind im Verhältnis zur Patrone groß.

MPi AK-74N / MPi AKS-74N

VEB Geräte- und Werkzeugbau Wiesa · DDR · 1985
System
Gasdrucklader mit Langhubkolben und Drehkopfverschluss, 5,45 × 39 mm
Unterschied
Der Gegenpart aus dem Untersuchungsraum, wenn auch siebzehn Jahre später und mit der östlichen inneren Mittelpatrone. Beide Waffen belegen denselben Übergang von der Kurzpatrone zur inneren Mittelpatrone, den die Seite Patronenklassen als dritten Kaliberwechsel führt; Wiesa vollzog ihn 1981 im Beschaffungsbeschluss, Oberndorf hatte ihn 1968 bereits für den Export vollzogen.
Befund
Der Vergleich ordnet die Zeitverhältnisse: Nicht die DDR war spät, sondern Heckler & Koch früh — weil die Firma nicht auf einen Beschaffungsbeschluss wartete, sondern auf einen Markt zielte.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Die Verzögerung ist auf eine Ladung gerechnet und nicht nachstellbar

    Winkel und Massen eines rollenverzögerten Verschlusses gehören zu einem bestimmten Druckverlauf. Ein Gasdrucklader bekommt einen Regler, diese Bauart nicht. Der Hersteller antwortet darauf mit gestaffelten Schließstücken verschiedener Winkel, die zu Lauflänge und Ladung passen müssen. Für die Zustandsbeurteilung eines Altstücks folgt daraus dieselbe Frage wie beim CETME: Zu welcher Ausführung gehört dieses Schließstück? Ein Schließstück der Kurzausführung in einer Waffe mit langem Lauf verstellt den Öffnungszeitpunkt, ohne dass man es der Waffe von außen ansieht.

    plausibel

  • Der Verschlussabstand als Verschleißmaß

    Die Bremswirkung hängt daran, wie weit die Rollen im angelegten Zustand vorstehen; gemessen wird das über den Spalt zwischen Verschlusskopf und Träger. Verschleiß an Rollen, Schließstück oder Widerlagern verkleinert ihn, die Waffe öffnet zu früh, und das Schadensbild wandert unmittelbar auf die Hülse. Der Handel hält dafür Rollen in Übergrößen bereit. Bei jedem Stück dieser Familie ist das Maß vor allem anderen zu prüfen.

    plausibel

  • Auszug unter Restdruck ohne Vorentspannung

    Die Systemeigenschaft der ganzen Familie, hier mit achtzehn statt zwölf Nuten aufgefangen. Die Rillen beheben das Klemmen, beanspruchen die Hülse aber sichtbar; für das Wiederladen ist eine solche Hülse vorgeschädigt. Ein verharztes oder verschmutztes Rillenprofil hebt die Wirkung auf, und der Befund zeigt sich zuerst an der Hülse und nicht an der Waffe.

    gesichert

  • Gewicht im Verhältnis zur Patronenklasse

    Mit 3,65 kg ungeladen liegt die HK33 nur wenig unter dem G3 und deutlich über der M16, obwohl sie eine erheblich schwächere Patrone verschießt. Die Ursache ist die Bauart: Die wirksame Verzögerung wird aus bewegter Masse gewonnen, und das Blechpressgehäuse muss diese Masse führen und abfangen. Was das System bei der Gewehrpatrone auszeichnet, wird bei der Mittelpatrone zum Nachteil gegenüber dem Gasdrucklader.

    plausibel

  • Die HK53 verkürzt den Lauf unter das Maß, für das die Patrone gemacht ist

    Von 390 mm auf 211 mm Lauflänge fällt die Mündungsgeschwindigkeit nach den angegebenen Werten von rund 950 auf rund 750 m/s. Die 5,56 × 45 mm bezieht einen erheblichen Teil ihrer Wirkung aus hoher Geschwindigkeit; der Verlust trifft sie deshalb härter als eine schwerere Patrone. Hinzu kommen starkes Mündungsfeuer und der Umstand, dass die Verzögerung für den kürzeren Lauf neu abgestimmt werden musste.

    plausibel

Verwendung

  • Von der Bundeswehr nicht als Ordonnanzwaffe eingeführt; diese blieb beim G3 bis zur Übergabe des G36 im Dezember 1997. Entwickelt und gefertigt überwiegend für den Export
  • Polizeien der Länder und Spezialkräfte der Bundeswehr in der Bundesrepublik; die HK53 bei Spezialeinheiten mehrerer Staaten, im Vereinigten Königreich unter der Bezeichnung L101A1
  • Nach der Zusammenstellung der englischsprachigen Übersichtsdarstellung in mehr als vierzig Staaten eingeführt, darunter Brasilien (Luftwaffe ab 1971), Malaysia, Thailand, die Türkei und Portugal
  • DDR: Die Diensteinheit IX, die Antiterroreinheit der Volkspolizei im Ministerium des Innern, führte nach zwei übereinstimmenden Netzdarstellungen Waffen der Ausführung HK33SG/1. Der Beschaffungsweg wird dem Bereich Kommerzielle Koordinierung zugeschrieben. Eine Archivquelle lag nicht vor (siehe Belegnotiz)

Quellen

  1. [Literatur] Krcma 1996 Fluted and Annular Grooved Barrel Chambers in Firearms , Journal of Forensic Sciences, JFSCA, Vol. 41, No. 3, Mai 1996, S. 407–417. Verfasser vormals Leiter der ballistischen Abteilung der Kriminaltechnischen Laboratorien in Toronto und Montreal. Tabelle 1: sämtliche Waffen der G3-Reihe mit 12 Nuten; Tabelle 2: HK 33, HK 33E1, HK 33k, HK 33/SG1, GR 3, HK 93, HK 43, HK 53, HK G41, HK 41k mit 18 Nuten; Tabelle 4: G3 Nuten enden 13 mm vor dem Hülsenboden (Nutbreite 0,54 mm), HK 33/HK 33k/G 41 ebenso (Nutbreite 0,37 mm), dort jedoch H&K 43 (M88, SEATO) mit 16 Nuten; ferner FAMAS 16, CETME M-58 16, SIG AMT 16, SIG 510/PE 57/Stgw. 57 je 8, Tokarew SVT 1938/1940 14 Nuten. Tabelle 3 (Faustfeuerwaffen): H&K P7 17 Nuten, Nutbreite 0,45 mm, Nuten enden 9,5 mm vor dem Hülsenboden. Fließtext: Tokarew SVT als erste Serienselbstlader mit Nutlager, gasbetrieben und verriegelt; HK 4 mit bremsenden statt auszugserleichternden Nuten; Abbildung 17 zum deutschen Patent 1 921 319 vom 8. Juni 1972 für die H&K-Konstrukteure Tilo Möller und Helmut Weldle Link
  2. [Online] Wikipedia (en) Heckler & Koch HK33 , Verzögerungsverhältnis 3:1 für 5,56 × 45 mm, Nutung des Patronenlagers, Nachschlagsicherung als federbelastete Klaue am Verschlussträger, die den Verschlusskopf fasst; Maße 920 mm / 390 mm / 3,65 kg / 950 m/s / 750 Schuss/min, HK33A3 940 mm ausgezogen und 735 mm eingeschoben, HK33K 322 mm und HK33KA3 332 mm Lauf, HK53 mit 211 mm / 755 mm / 563 mm / 3,05 kg / 750 m/s / 700 Schuss/min; Drehtrommelvisier 200 bis 400 m; Magazine zu 20 und 25 (Stahl), 40 (Aluminium) und 30 (gebogen), kein NATO-Einheitsmagazin außer bei den Ausführungen MA-11/MA-12 aus Myanmar; E als Kürzel für „Export"; MKEK seit 1981 als M79 und im Datenkasten ab 1999, Thailand seit 1968 als Type 11, Brasilien (Luftwaffe) 1971, Nutzerliste einschließlich der Diensteinheit IX mit HK33SG/1 Link
  3. [Online] DeWiki HK 33 , Vorstellung 1963 als verkleinerte G3-Ausführung, Serie seit 1968, Export ab 1976, Lizenz an MKEK 1998 über 500.000 Waffen, Maße 920 mm / 3,650 kg / 750 Schuss/min Link
  4. [Online] The Armourer's Bench Heckler & Koch HK33 , Tilo Möller als Konstrukteur; Fertigung 1968 bis in die späten 1980er Jahre; Thailand 40.000 Waffen zuzüglich Fertigungsrechten über 30.000; Malaysia 55.000 Waffen; Fertigungsrechte an Portugal (Braço de Prata) und die Türkei; Verwendung bei Länderpolizeien und Spezialkräften der Bundeswehr Link
  5. [Online] Strikehold H&K's Middle Child: The HK33 and HK53 in 5.56mm , Einführung 1968, keine Übernahme durch die Bundeswehr, Verwendung bei deutscher Polizei und europäischen Spezialkräften einschließlich SAS und SBS in Nordirland, Beinahe-Einführung in Frankreich in den 1970er Jahren, Thailand 40.000 Waffen zuzüglich Rechten über 30.000, Fertigungsrechte an Portugal und die Türkei, HK93 als Zivilausführung, HK53 mit 8,3-Zoll-Lauf. Angaben zu Schiebeschaft, Handschutz, Magazingrößen und britischer Bezeichnung stehen hier NICHT; sie stammen aus der Armourer's-Bench-Seite zur HK53 Link
  6. [Online] The Armourer's Bench (HK53) Heckler & Koch HK53 , HK53 als Entwicklung der mittleren 1970er Jahre, Schiebeschaft der HK33K und der MP5, Handschutz nach Art der MP5, Magazine zu 25, 30 und 40 Patronen, Gewicht gut 3 kg, Bezeichnung L101A1 im britischen Dienst, Verwendung bei SAS, Royal Military Police Close Protection Unit und Royal Marines. ACHTUNG: Die Lauflänge wird hier mit elf Zoll und im selben Text mit 22,5 cm angegeben; beide Werte stehen gegen die sonst übereinstimmenden 211 mm und sind nicht übernommen Link
  7. [Online] RTG Parts HK Standard Roller 8.00 mm , Standardrolle 8 mm für sämtliche HK-Verschlussköpfe einschließlich G3/HK91, HK33/HK53/HK93, HK94, MP5, SP89 und der CETME-Ausführungen; Plus-Größen vergrößern, Minus-Größen verkleinern den Verschlussabstand. Ein Werksmaß nennt der Händler nicht Link
  8. [Online] HKParts Locking Roller — Plus and Minus Sizes , unabhängige Bestätigung der gestaffelten Rollendurchmesser und ihrer Verwendung zur Einstellung des Verschlussabstands; angeboten werden zehn Größen von 7,90 bis 8,08 mm in Schritten von 0,02 mm, gültig für MP5, G3, HK33, HK53, HK93, CETME und Nachbauten Link
  9. [Auskunft] HKPRO HK 33k locking pieces , Schließstückwinkel 45 Grad beim G3, 55 Grad bei der HK33, 58 Grad bei der HK33K (Teilenummer 203384); Regel, dass mit kürzerem Lauf der Winkel steigt; für die HK53 werden andernorts 65 bis 70 Grad genannt. Ob die Zahl den Gesamtwinkel des Keils oder den Winkel einer Flanke bezeichnet, sagt keine der Fundstellen. Sammlerforum, keine Werksangabe Link
  10. [Online] Wikipedia (en) Diensteinheit IX , Aufstellung 1974 im Ministerium des Innern, Rekrutierung aus der Volkspolizei, Standorte, Bewaffnung mit MP5 und HK33, Beschaffung über den Bereich Kommerzielle Koordinierung Link
  11. [Literatur] Sakulowski 2026 Das vergessene Kommando: Die Diensteinheit IX der Volkspolizei der DDR , Buchbeitrag, Springer, 2026. NICHT EINGESEHEN. Hier benannt als die Darstellung, an der die Angabe zur Bewaffnung der Diensteinheit IX zu prüfen wäre Link
  12. [Online] Bundesministerium der Justiz Gesetz über die Kontrolle von Kriegswaffen, Anlage (Kriegswaffenliste) Link