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OD WH

Vergleichsstück · Tschechoslowakei

ČZ 75

Fertigung
Česká zbrojovka Uherský Brod
Kaliber
9 × 19 mm
Zeitraum
1976–…
Belegstatus
plausibel Begründung anzeigenBegründung ausblenden

ZUR EINORDNUNG: Vergleichsstück. Entwicklung und Fertigung liegen in der Tschechoslowakei. Die Waffe steht hier als Gegenfall zu den DDR-Exportentwürfen Wieger StG 940 und lMG GZ 500. ÜBEREINSTIMMEND belegt sind: Entwurf durch Josef und František Koucký, Entwicklung 1975 abgeschlossen, Fertigung ab 1976 bei Česká zbrojovka Uherský Brod; Einstufung der Inlandspatente als Geheimpatente und daraus folgend keine Auslandsanmeldung, was den Nachbau ermöglichte; zunächst reines Exporterzeugnis, weil die eigenen Streitkräfte andere Patronen führten, Inlandsverkauf erst ab 1985; über eine Million Stück bis Oktober 2007; Gewicht 1,12 kg, Länge 206,3 mm, Lauf 120 mm, zweireihiges Magazin mit 10 bis 26 Patronen je nach Ausführung; verriegelter Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf nach Browning-Art ohne Schwenkglied; der innerhalb der Griffstückwangen laufende Schlitten; Spannabzug mit der Möglichkeit, gespannt und gesichert zu führen; Nachbauten bei Tanfoglio, Jericho, Sphinx, BUL, Springfield, EAA, Canik und Sarsılmaz. NICHT ERMITTELT sind: Mündungsgeschwindigkeit, Jahresstückzahlen, welche Staaten die Waffe dienstlich einführten und in welcher Zahl, sowie die genaue Zahl der Magazinkapazität in der Ursprungsausführung — die Angabe „10 bis 26" umfasst alle Ausführungen und Kaliber und sagt über die Fassung von 1976 nichts. ZUM VERGLEICH MIT DEM WIEGER: Dass beide Waffen für den Export entstanden und entgegengesetzt ausgingen, ist ein Befund über zwei Konstruktionen und zwei Absatzlagen. Eine belegte Verbindung zwischen beiden Vorhaben gibt es NICHT; der Vergleich wird von diesem Register gezogen, nicht von einer Quelle.

So funktioniert sie

Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.

Diese Pistole verriegelt wie fast jede moderne Dienstpistole: Beim Schuss laufen Lauf und Verschlussschlitten ein kurzes Stück gemeinsam nach hinten, dann zieht eine schräge Steuerfläche das hintere Ende des Laufs nach unten, und beide trennen sich. Ungewöhnlich ist etwas anderes, und man sieht es sofort, wenn man zwei Pistolen nebeneinanderlegt: Bei fast allen anderen läuft der Schlitten außen über das Griffstück wie ein Deckel über eine Schachtel. Hier läuft er innen, zwischen zwei hochgezogenen Wangen des Griffstücks. Das hat zwei Folgen. Die Führungsflächen sind länger und liegen weiter auseinander, was die Waffe genauer macht. Und der Schlitten sitzt tiefer, wodurch die Hand näher an der Laufachse liegt und die Waffe beim Schuss weniger hochsteigt. Bezahlt wird das mit einem schmalen Griffstück-Rand, an dem beim Durchladen weniger zu greifen ist. Dazu kommt ein zweireihiges Magazin: Die Patronen liegen versetzt in zwei Reihen übereinander statt in einer, wodurch bei gleicher Griffhöhe fast doppelt so viele hineinpassen.

Die ČZ 75 steht in diesem Register, weil sie der Gegenfall ist.

Dieselbe Ausgangslage wie in Suhl

Zwei Waffen aus dem Warschauer Pakt, beide ausdrücklich für den Export entworfen, weil die eigene Armee anderes führte:

Dieselbe Ausgangslage wie in Suhl
ČZ 75Wieger StG 940
Entstanden1975/76, Uherský Brod1987, Suhl
Warum Exporteigene Streitkräfte führten andere PatronenInlandsbedarf durch sowjetische Lieferungen gedeckt
Ergebnisüber eine Million Stückkein Abnehmer

Dieselbe Lage findet dieses Register beim lMG GZ 500 aus Wiesa: ein Entwurf ohne Inlandsmarkt, der sich allein über den Export tragen musste — und es nicht tat.

Der Unterschied liegt nicht in der Verkaufsanstrengung. Er liegt in der Konstruktion.

Die ČZ 75 war ein eigenständiger Entwurf mit einem echten Vorteil. František Koucký, gerade in den Ruhestand getreten, bekam für die Aufgabe völlige Entwurfsfreiheit — und lieferte etwas, das niemand sonst hatte. Der Wieger war eine Kalaschnikow im NATO-Kaliber und stand damit gegen Anbieter, die genau das seit Jahrzehnten machten.

Ein Vorbehalt. Dass beide Vorhaben dieselbe Ausgangslage hatten, ist ein Befund über zwei Konstruktionen und zwei Absatzlagen. Eine belegte Verbindung zwischen ihnen gibt es nicht — den Vergleich zieht dieses Register, nicht eine Quelle.

Der Schlitten läuft innen

Das kennzeichnende Merkmal, und man sieht es sofort, wenn zwei Pistolen nebeneinanderliegen.

Bei praktisch jeder Selbstladepistole umgreift der Verschlussschlitten das Griffstück von außen — wie ein Deckel über einer Schachtel. Bei der ČZ 75 läuft er innerhalb zweier hochgezogener Wangen des Griffstücks.

Zwei Folgen:

  1. Die Führungsflächen sind länger und liegen weiter auseinander. Ein Schlitten, der über eine größere Strecke geführt wird, kehrt genauer in dieselbe Lage zurück — und die Rückkehr des Laufs in dieselbe Lage ist bei einer Selbstladepistole die entscheidende Größe für die Treffgenauigkeit.
  2. Der Schlitten sitzt tiefer. Die Hand liegt näher an der Laufachse, das Drehmoment beim Schuss ist kleiner, die Waffe steigt weniger.

Bezahlt wird das mit einem schmalen Rand: Nach außen ragt weniger heraus, woran man den Schlitten beim Durchladen fassen kann.

Sechzehn gegen acht

Die ČZ 75 hat ein zweireihiges Magazin — die Patronen liegen versetzt in zwei Reihen übereinander statt in einer Reihe. Bei gleicher Griffhöhe passen so fast doppelt so viele hinein.

Der Zeitpunkt ist für dieses Register bemerkenswert. 1976, im Jahr der Serienfertigung, erschien auch die Beretta 92 mit fünfzehn Patronen. Und drei Jahre später nahm die westdeutsche Polizei drei Pistolen an — P5, P6, P7 —, die alle acht Patronen führten, weil der Anforderungskatalog aus der Mitte der 1970er Jahre das so vorsah.

Die Waffe, die den Maßstab verschob, war zu diesem Zeitpunkt bereits in Fertigung. Nur eben hinter dem Eisernen Vorhang.

Ein Entwurf, den niemand schützen durfte

Kouckýs Patente wurden im Inland als Geheimpatente eingestuft. Weder er noch die Firma konnten im Ausland Schutz anmelden.

Die Folge: Der Nachbau war rechtlich folgenlos. Es entstand eine ganze Industrie —

  • Tanfoglio (Italien)
  • Jericho 941 (Israel)
  • Sphinx 2000/3000 (Schweiz)
  • BUL Cherokee und Storm (Israel)
  • Springfield P9 und EAA Witness (Vereinigte Staaten)
  • Canik und Sarsılmaz (Türkei)

Die Konstruktion verbreitete sich über die halbe Welt, und der Hersteller verdiente daran nicht mit. Es ist ein Sonderfall der Geheimhaltung: Ein Staat, der eine Konstruktion vor dem Ausland verbergen wollte, verhinderte damit, dass sie im Ausland geschützt werden konnte — und lieferte sie dem Nachbau aus, sobald sie exportiert wurde.

Neun Jahre nicht im eigenen Land

Bis 1985 wurde die ČZ 75 in der Tschechoslowakei nicht verkauft. Neun Jahre lang war sie ein reines Exporterzeugnis.

Der Grund ist derselbe wie beim Wieger: Die eigenen Streitkräfte führten andere Patronen. Die Tschechoslowakei ging von der vz. 52 in 7,62 × 25 mm auf die Warschauer-Pakt-Patrone 9 × 18 mm über; für 9 × 19 mm gab es dienstlich keinen Bedarf.

Dass eine der besten Dienstpistolen ihrer Zeit im eigenen Land nicht zu kaufen war, während sie weltweit nachgebaut wurde, gehört zu den Merkwürdigkeiten der Planwirtschaft — und es ist die präziseste Beschreibung dessen, was „Exportentwurf” im Ostblock bedeutete.

Für die Bestimmung

  1. Schlitten innerhalb der Griffstückwangen. Das eine Merkmal, an dem die Bauart und ihre zahlreichen Nachbauten sofort zu erkennen sind.
  2. Sicherungshebel am Griffstück, nicht am Schlitten. Spätere Ausführungen haben stattdessen einen Entspannhebel — das trennt die Baujahre.
  3. Zweireihiges Magazin.
  4. Herstellerbezeichnung. Ein Stück mit dieser Bauform, aber ohne ČZ-Kennzeichnung, ist einer der Nachbauten. Welcher, sagt die Firmenzeichnung — die Bauform allein sagt es nicht.

Offene Forschungsfragen. Welche Staaten führten die ČZ 75 dienstlich ein, und in welcher Zahl? — Wie viele Patronen fasste das Magazin der Ursprungsausführung von 1976? Die Angabe „10 bis 26” umfasst alle späteren Ausführungen und Kaliber. — Und gelangte die Waffe in die DDR? Für das MfS ist die tschechoslowakische Škorpion belegt; ob auch die ČZ 75 beschafft wurde, ist in diesem Register nicht ermittelt.

Waffenrechtliches

Selbstladepistole, keine Kriegswaffe nach dem KWKG. Für Erwerb und Besitz gilt das Waffengesetz; verbindlich ist allein die Entscheidung der zuständigen Behörde. Dieses Register dokumentiert die Waffe technikgeschichtlich. Siehe Methodik.

Konstruktion

Verschluss
Verriegelter Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf nach dem Browning-Prinzip ohne Schwenkglied: Der Lauf wird über eine schräge Steuerfläche abgesenkt. Dasselbe Grundprinzip wie bei der SIG Sauer P6.
Ladeprinzip
Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf
Zuführung
Zweireihiges Magazin; je nach Ausführung und Kaliber 10 bis 26 Patronen. Gegenüber den einreihigen Magazinen der westdeutschen Polizeipistolen zu acht Patronen fast das Doppelte.
Abzug
Spannabzug (Double Action / Single Action). Die Waffe kann außerdem gespannt und gesichert geführt werden — beim Spannabzug ungewöhnlich und sonst eher von der Colt M1911 her bekannt.
Sicherung
Sicherungshebel am Griffstück, nicht am Schlitten. Spätere Ausführungen haben stattdessen einen Entspannhebel.
Visierung
Offene Visierung, Kimme und Korn

Maße und Leistung

Länge
206,3 mm
Lauflänge
120 mm
Gewicht
1,12 kg
Magazin
10 bis 26 Patronen je nach Ausführung

Funktionsablauf im Einzelnen

Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.

  1. 1

    Der Schlitten läuft innen

    Das kennzeichnende Merkmal. Bei fast allen Selbstladepistolen umgreift der Schlitten das Griffstück von außen. Hier läuft er innerhalb zweier hochgezogener Wangen des Griffstücks. Die Führungsflächen sind dadurch länger und weiter auseinander, was die Waffe genauer macht, und der Schlitten sitzt tiefer, wodurch die Hand näher an der Laufachse liegt.

  2. 2

    Schuss und gemeinsamer Rücklauf

    Lauf und Schlitten laufen verriegelt ein kurzes Stück zurück. In dieser Zeit verlässt das Geschoss den Lauf und der Druck fällt.

  3. 3

    Entriegeln über die Steuerfläche

    Eine schräge Fläche zieht das hintere Ende des Laufs nach unten; der Verriegelungsansatz löst sich aus dem Schlitten. Kein Schwenkglied — dieselbe Vereinfachung wie bei der SIG Sauer P6.

  4. 4

    Auswurf, Spannen, Vorlauf

    Der Schlitten läuft allein weiter, wirft die Hülse aus, spannt den Hahn und wird von der Schließfeder wieder vorgetrieben; dabei nimmt er die nächste Patrone aus dem zweireihigen Magazin mit.

  5. 5

    Zwei Arten zu tragen

    Entweder entspannt mit Patrone im Lager — der erste Schuss geht dann im Spannabzug. Oder gespannt und gesichert: Hahn hinten, Sicherungshebel eingelegt, erster Schuss im leichten Single-Action-Abzug. Dass beides geht, ist die eigentliche Besonderheit dieses Abzugs.

Schwenkriegel — verriegelter Rückstoßlader

Schemaskizze, nicht maßstäblich

1 2 3
  1. 1 Verriegelt: Das keilförmige Riegelstück unter dem Lauf steht oben und greift beidseitig in Ausnehmungen des Verschlusses.
  2. 2 Entriegelung: Nach wenigen Millimetern gemeinsamen Rücklaufs trifft der Steuerstift am Griffstück das Riegelstück und schwenkt es nach unten aus den Ausnehmungen.
  3. 3 Getrennt: Der Lauf wird abgefangen, der Verschluss läuft allein weiter, wirft aus und spannt den Hahn.

Vergleichsstücke außerhalb der Region

Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.

Wieger StG 940

VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" · DDR (Suhl) · 1987 plausibel
System
Kalaschnikow-Ableitung in 5,56 × 45 mm NATO
Unterschied
Dieselbe Ausgangslage, entgegengesetztes Ergebnis. Beide Waffen entstanden in einem Staat des Warschauer Pakts ausdrücklich für den Export, weil die eigene Armee anderes führte. Die ČZ 75 wurde über eine Million Mal gebaut, der Wieger fand keinen Abnehmer.
Befund
Der Unterschied liegt nicht in der Verkaufsanstrengung, sondern in der Konstruktion. Die ČZ 75 war ein eigenständiger Entwurf mit einem echten Vorteil; der Wieger war eine Kalaschnikow im NATO-Kaliber und stand damit gegen Anbieter, die dasselbe besser konnten.

SIG Sauer P6 (P225)

J. P. Sauer & Sohn, Eckernförde · Bundesrepublik / Schweiz · 1978 plausibel
System
Browning-Verriegelung über den Auswurffensterrand, Spannabzug, Entspannhebel, einreihiges Magazin zu 8
Unterschied
Zwei Jahre später und in derselben Patrone — aber mit acht statt bis zu sechzehn Patronen. Der westdeutsche Anforderungskatalog verlangte das einreihige Magazin; die ČZ 75 zeigte im selben Jahrzehnt, dass es auch anders ging.
Befund
Hier lässt sich zeigen, wie schnell eine Anforderung veralten kann. Die Polizeierprobung schrieb 1975 acht Patronen vor. Die Waffe, die den Maßstab verschob, war zu diesem Zeitpunkt bereits in Fertigung — nur eben hinter dem Eisernen Vorhang.

Beretta 92

Pietro Beretta · Italien · 1976 plausibel
System
Verriegelung über einen fallenden Block, Spannabzug, zweireihiges Magazin zu 15
Unterschied
Im selben Jahr erschienen und mit derselben Neuerung: zweireihiges Magazin bei einer Dienstpistole im Spannabzug. Verschieden ist die Verriegelung — fallender Block gegen Browning.
Befund
1976 ist damit das Jahr, in dem die Dienstpistole mit zweireihigem Magazin an zwei Stellen unabhängig entsteht. Die westdeutsche Polizei nahm 1979 trotzdem drei Waffen mit acht Patronen an.

ČZ vz. 52

Česká zbrojovka · Tschechoslowakei · 1952 plausibel
System
Rollenverriegelung, 7,62 × 25 mm
Unterschied
Dieselbe Firma, 24 Jahre früher — und ein Beleg dafür, warum die ČZ 75 im Inland zunächst keinen Markt hatte: Die tschechoslowakischen Streitkräfte führten andere Patronen.
Befund
Zwischen beiden liegt der Weg von der eigenwilligen Konstruktion für den eigenen Bedarf zur konventionellen Konstruktion für den Weltmarkt. Die ČZ 75 ist keine tschechoslowakische Sonderlösung, sondern eine sehr gute Ausführung dessen, was ohnehin alle bauten.

Pistole M (Makarow)

VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" u. a. · DDR (Suhl) / Sowjetunion · 1957 plausibel
System
Unverriegelter Masseverschluss, 9 × 18 mm, 8 Patronen
Unterschied
Die Dienstpistole des Warschauer Pakts im Vergleich zur Exportpistole desselben Bündnisses: unverriegelt gegen verriegelt, 9 × 18 gegen 9 × 19 mm, acht Patronen gegen bis zu sechzehn.
Befund
Der Ostblock baute für sich eine einfache, kleine Pistole und für den Export eine, die mit allem mithalten konnte, was der Westen hatte. Das ist keine Nachlässigkeit, sondern eine andere Anforderung — und es zeigt, dass das technische Können vorhanden war.

Bekannte Schwächen

Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.

  • Der Entwurf war nicht zu schützen

    Kouckýs Patente wurden im Inland als Geheimpatente eingestuft; weder er noch die Firma konnten im Ausland Schutz anmelden. Das machte den Nachbau rechtlich folgenlos — Tanfoglio in Italien, Jericho in Israel, Sphinx in der Schweiz, Springfield und EAA in den Vereinigten Staaten, Canik und Sarsılmaz in der Türkei. Die Konstruktion verbreitete sich, der Hersteller verdiente daran nicht mit.

    plausibel

  • Schmaler Schlittengriff

    Weil der Schlitten innerhalb der Griffstückwangen läuft, ragt nach außen weniger heraus, woran man ihn beim Durchladen fassen kann. Das ist der unmittelbare Preis des Vorteils — mehr Führung, weniger Griff.

    ungeklärt

  • Im Inland zunächst gar nicht erhältlich

    Bis 1985 wurde die Waffe in der Tschechoslowakei nicht verkauft. Sie war ein reines Exporterzeugnis — eine Konstruktion, die das eigene Land neun Jahre lang nicht kaufen durfte.

    plausibel

Verwendung

  • Entwicklung 1975 abgeschlossen, Fertigung ab 1976 bei Česká zbrojovka Uherský Brod
  • Zunächst reines Exporterzeugnis; im Inland erst ab 1985 verkauft
  • Bis Oktober 2007 über eine Million Stück; Fertigung bis heute

Quellen

  1. [Online] Wikipedia (en) CZ 75 , Entwurf durch Josef und František Koucký, Entwicklung 1975 abgeschlossen, Fertigung ab 1976; František Koucký war zuvor in den Ruhestand getreten und erhielt völlige Entwurfsfreiheit für eine neue Pistole in 9 × 19 mm; Inlandspatente als Geheimpatente eingestuft, dadurch keine Auslandsanmeldung und rechtlich folgenloser Nachbau; zunächst für den Export bestimmt, weil die tschechoslowakischen Streitkräfte andere Patronen führten, Inlandsverkauf erst ab 1985; bis Oktober 2007 über eine Million Stück; Hersteller Česká zbrojovka Uherský Brod; 1,12 kg, 206,3 mm Länge, 120 mm Lauf, Magazin 10–26 Patronen je nach Ausführung; kurzer Laufrücklauf mit Browning-Verriegelung ohne Schwenkglied; der Schlitten läuft innerhalb der Griffstückwangen statt außen; Spannabzug mit der Möglichkeit, gespannt und gesichert zu führen; Sicherungshebel am Griffstück, spätere Ausführungen mit Entspannhebel; Nachbauten Tanfoglio, Jericho 941, Sphinx 2000/3000, BUL Cherokee und Storm, Springfield P9, EAA Witness, Canik, Sarsılmaz Link