Modell
Walther Modelle 1 bis 9
- Fertigung
- Walther
- Kaliber
- 6,35 mm Browning, 7,65 mm Browning, 9 mm Parabellum (nur Modell 6)
- Zeitraum
- 1908–1945
- Belegstatus
- plausibel
So funktioniert sie
Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.
Alle neun Modelle arbeiten nach demselben, denkbar einfachen Muster. Der Lauf steckt fest im Griffstück, dahinter sitzt ein loses Verschlussstück, das im Augenblick des Schusses allein von seinem eigenen Gewicht und einer Feder an seinem Platz gehalten wird. Beim Abdrücken schnellt ein federgespanntes Schlagstück vor und zündet die Patrone; der Druck der Pulvergase treibt das Geschoss durch den Lauf und schiebt zugleich die Hülse nach hinten. Das Verschlussstück weicht zurück, nimmt die leere Hülse mit und wirft sie durch eine Öffnung im Verschluss aus — bei den Modellen 3 und 4 nach links und einem Rechtsschützen damit quer vors Gesicht, bei den späteren nach rechts —, spannt dabei das Schlagstück neu und drückt die Feder zusammen, die es sofort wieder nach vorn schiebt. Unterwegs nimmt es die nächste Patrone aus dem Magazin im Griff mit in den Lauf. Ein von außen sichtbarer Schlaghebel, der das Spannen anzeigen würde, fehlt der ganzen Reihe, und bis auf eine frühe Ausführung gibt es auch keine Anzeige dafür, ob geladen und gespannt ist — genau diese Lücke schloss Walther erst 1929 mit der PP. Das Prinzip trägt nur, solange die Patrone schwach bleibt: Das Modell 6 versuchte es mit der kräftigen Militärpatrone 9 mm Parabellum und brauchte dafür fast ein Kilogramm Waffengewicht. Es blieb ohne Nachfolge — dort endet die Bauart.
Die Waffenfabrik Carl Walther war bis 1908 ein Büchsenmacherbetrieb wie viele im Thüringer Wald: Scheiben- und Jagdbüchsen, Einzelfertigung, regionaler Markt. Fritz Walther, einer von fünf Söhnen des Gründers, konstruierte 1907/08 eine Selbstladepistole im Kaliber 6,35 mm Browning, und damit trat das Haus in ein Geschäft ein, das Stückzahlen statt Stücke verlangte. Dort blieb es neun Modelle lang.
Konstruktion
Verriegelung und Ladeprinzip sind zwei getrennte Fragen (siehe Verschlusssysteme und Ladeprinzipien). Bei allen neun Modellen lautet die Antwort gleich: Rückstoßlader, unverriegelt. Der Lauf steht fest im Griffstück, den Verschluss hält nur seine eigene Masse und die Schließfeder. Einfacher lässt sich ein Selbstlader nicht bauen. Die Lösung trägt genau so lange, wie die Patrone klein bleibt.
Varianten
| Modell | Kaliber | Fertigung (strittig) | Merkmal |
|---|---|---|---|
| 1 | 6,35 mm Br. | ab 1908 | Erstling, Schlagbolzenschloss, abweichende Federführung |
| 2 | 6,35 mm Br. | 1909 oder 1913/14 | Feder um den Lauf, Hahnschloss; frühe Ausführung mit aufstellbarer Kimme als Ladeanzeige |
| 3 | 7,65 mm Br. | ab 1911/13, rund 3.500 Stück | Spiegelbild des Modells 2, Auswurf nach links |
| 4 | 7,65 mm Br. | ab 1913/14 bis 1929 | Vergrößertes Modell 3, 8 Schuss, Hauptmodell des Weltkriegs |
| 5 | 6,35 mm Br. | 1913 oder 1915/19 bis 1923 | Verbessertes Modell 2, feinere Ausführung, Visierbalken |
| 6 | 9 mm Parabellum | 1915–1917, sehr wenige | Hochskaliertes Modell 4, nie eingeführt |
| 7 | 6,35 mm Br. | 1916/17–1921, rund 57.500 | Offiziers-Taschenpistole, 8 Schuss |
| 8 | 6,35 mm Br. | 1920–1940 | Abzugsbügel als Zerlegehebel, Vorläufer der PP |
| 9 | 6,35 mm Br. | 1921–1945, rund 200.000 | Kleinstes Modell, 99 mm, 260 g |
Auf das Modell 4 erhielt Walther im Krieg einen Auftrag über etwa 250.000 Stück, von denen rund 75.000 tatsächlich zur Truppe kamen. Mit diesem Auftrag wurde aus dem zivilen Kleinbetrieb ein Serienfertiger.
Das Modell 6
Das Modell 6 bricht als einzige Waffe der Reihe aus der Taschenpistolenklasse aus. Es verschießt die volle Ordonnanzpatrone 9 mm Parabellum aus einem unverriegelten Verschluss. Möglich war das nur über Masse: 964 g Waffengewicht, ein entsprechend schwerer Verschluss, eine sehr starke Feder. Die Armee blieb bei verriegelten Systemen wie der Pistole 08. Nach zwei Jahren war Schluss. Das Modell 6 markiert damit präzise die obere Leistungsgrenze der Bauart, an die Walther erst 1938 mit der Pistole 38 und einem echten Verriegelungssystem heranreichte.
Versailles
Die Reihe begann 1908, also lange vor dem Vertrag. Versailles hat sie nicht ausgelöst, sondern alternativlos gemacht. Nach 1919 fiel der Militärauftrag weg, und was blieb, war der zivile Markt, den Walther bereits bediente. Die Modelle 8 (1920) und 9 (1921) sind die Antwort darauf. Die Pistolen allein trugen das Haus allerdings nicht. Ab 1924 kamen Rechenmaschinen dazu, außerdem Fahrradteile und Bürotechnik. Walther kam ohne Massenentlassungen durch die Jahre, in denen andere Thüringer Waffenfabriken aufgaben.
Der Vergleich mit der Ortgies trägt deshalb nur bedingt. Erfurt konvertierte ein Ordonnanzwerk in die Zivilfertigung, und zwar mit einer zugekauften, außerhalb entstandenen Konstruktion, die es 1921 samt Betrieb übernahm und 1924 wieder aufgab. Zella-Mehlis lief in die andere Richtung; der zivile Betrieb kehrte in sein Stammgeschäft zurück und blieb.
Einordnung
Die neun Modelle sind kein militärisches Thema, aber sie erklären, wieso ein Thüringer Büchsenmacherbetrieb 1929 die Walther PP und 1938 die Pistole 38 liefern konnte. In der PP stehen der Abzugsbügel als Zerlegehebel, das innenliegende Hahnschloss und die Rahmenbauweise des Modells 8 wieder.
Zu klären. Belastbare Jahreszahlen und Seriennummernblöcke für die Modelle 1, 2 und 5; gesicherte Gesamtstückzahlen für Modell 1, 6 und 8; Umfang der behördlichen Beschaffung von Modell 8 und 9 nach 1939; Fertigungsanteile der Zella-Mehlisser Werke I und II.
Konstruktion
- Verschluss
- Unverriegelter Masseverschluss bei feststehendem Lauf. Ab Modell 2 liegt die Schließfeder konzentrisch um den Lauf; der Verschluss wird vorn von einer Bajonett-Verschlusskappe gehalten. Modell 1 hat noch eine abweichende, unter dem Lauf geführte Federanordnung.
- Ladeprinzip
- Rückstoßlader, unverriegelt (Blowback)
- Zuführung
- Einreihiges Stangenmagazin im Griff, 6 bis 8 Patronen je Modell
- Abzug
- Single Action. Modelle 2 bis 8 mit innenliegendem Hahnschloss, Modell 1 und Modell 9 mit Schlagbolzenschloss. Kein außenliegender Hahn in der ganzen Reihe.
- Sicherung
- Manueller Sicherungshebel an der linken Griffstückseite, der beim Modell 7 unmittelbar auf das Schlagstück wirkt. Keine Griffsicherung — das ist der systematische Unterschied zu Colt 1903 und zur Ortgies. Eine der frühen Modell-2-Ausführungen führte zusätzlich eine Magazinsicherung, die später entfiel.
- Visierung
- Überwiegend nur eine Laufrille im Verschluss mit angedeutetem Korn. Eine frühe Modell-2-Ausführung hatte eine aufstellbare Kimme, die zugleich als Ladeanzeige diente (Werbename „automatisches Visier"); spätere Modell-5- und Modell-8-Schlitten tragen einen Visierbalken mit eingearbeiteter Kimme.
Maße und Leistung
- Länge
- Modell 3 rund 115 mm, Modell 7 135 mm, Modell 8 130 mm, Modell 9 99 mm, Modell 4 152 mm, Modell 6 215 mm
- Lauflänge
- Modell 9 51 mm, Modell 3 66 mm, Modell 8 73 mm, Modell 7 77 mm, Modell 6 123,5 mm
- Gewicht
- Modell 9 260 g, Modell 7 340 g, Modell 8 350 g (Leichtmetallausführung 280 g), Modell 3 rund 468 g, Modell 4 rund 520 g, Modell 6 964 g
- Magazin
- Modell 3, 5 und 9: 6 Patronen. Modell 4, 7 und 8: 8 Patronen. Für Modell 6 wird 8 genannt, hier nicht geprüft.
- V₀
- Bauartbedingt niedrig; 6,35 mm Browning aus kurzem Lauf etwa 200 bis 230 m/s. Herstellerangaben der Zeit liegen hier nicht vor.
- Kadenz
- entfällt — Selbstlader
Funktionsablauf im Einzelnen
Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.
- 1
Laden
Magazin einführen, Verschluss von Hand zurückziehen und loslassen. Der Stoßboden schiebt die oberste Patrone aus den Magazinlippen in das Patronenlager des feststehenden Laufs.
- 2
Ruhelage und Sichern
Der Verschluss liegt unter Federdruck am Lauf an, das Schlagstück ist gespannt. Gesichert wird über den Hebel links am Griffstück, der das Schlagstück beziehungsweise dessen Weg blockiert. Da kein Hahn außen sichtbar ist, lässt sich der Spannzustand nicht ablesen — bei den Modellen ohne aufstellbare Kimme auch der Ladezustand nicht.
- 3
Zündung und Trägheitsphase
Der Lauf bleibt fest im Griffstück. Nichts verriegelt: Der Verschluss wird allein durch seine Masse und die Schließfeder gehalten, bis das Geschoss den Lauf verlassen hat und der Gasdruck abgefallen ist. Das ist die Sollbruchstelle des Systems — es funktioniert nur, solange die Patronenleistung klein bleibt.
- 4
Öffnen und Auswerfen
Der Verschluss läuft zurück, der Auszieher hält die Hülse am Stoßboden, der feste Auswerfer kippt sie aus dem Fenster. Bei den Modellen 3 und 4 liegt dieses Fenster links — der Auswurf geht dem Rechtsschützen also quer vors Gesicht. Modell 6, 7, 8 und 9 werfen nach rechts aus.
- 5
Spannen und Vorlauf
Im Rücklauf spannt der Verschluss Hahn oder Schlagbolzen und komprimiert die Schließfeder; diese treibt ihn wieder vor und führt die nächste Patrone zu. Beim Modell 9 bleibt die Schlagbolzenfeder dabei dauerhaft gespannt, was bei langer Lagerung im gespannten Zustand zu Zündversagern führen kann.
- 6
Zerlegen
Bei den Modellen 2 bis 7 wird die vordere Bajonettkappe gedreht und abgenommen, danach lässt sich der Verschluss nach vorn vom Lauf abziehen. Modell 8 und 9 ersetzen das durch den herunterklappbaren Abzugsbügel als Zerlegehebel — der sichtbarste Fertigungsfortschritt der Reihe und derselbe Handgriff, den später die Walther PP übernimmt.
Schemaskizze, nicht maßstäblich
- 1 Verschlussruhelage: Die Schließfeder presst den Verschluss gegen den feststehenden Lauf. Verriegelt ist nichts — es hält allein die Masse.
- 2 Schuss: Der Gasdruck treibt Geschoss und Hülse auseinander. Der Verschluss beginnt zurückzuweichen, bewegt sich wegen seiner Trägheit aber nur wenige Zehntelmillimeter, bis das Geschoss den Lauf verlassen hat.
- 3 Rücklauf: Erst nach dem Druckabfall öffnet der Verschluss weit, wirft die Hülse aus und spannt die Feder.
Vergleichsstücke außerhalb der Region
Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.
Ortgies-Taschenpistole
Heinrich Ortgies & Co., Erfurt; ab 1921 Deutsche Werke AG · Deutschland (Erfurt) · 1919- System
- Unverriegelter Masseverschluss, 6,35 / 7,65 mm Browning / 9 mm kurz, einrastende Griffsicherung mit Löseknopf
- Unterschied
- Gleiche Klasse, gleiche Kaliber, gleiche Jahre, gegenläufige Firmenlogik. Die Konstruktion stammt nicht aus Erfurt: Heinrich Ortgies entwarf sie im Ersten Weltkrieg in Lüttich und fertigte sie ab 1919 im eigenen Erfurter Betrieb; erst 1921 kaufte ihn die Deutsche Werke AG heraus — ein ehemaliges Ordonnanzwerk, das nach 1918 vom Militärauftrag auf zivile Massenware ausweichen musste. Walther dagegen war seit 1886 ein ziviler Büchsenmacherbetrieb, der 1914 in den Militärauftrag hineingeriet und danach wieder herausfiel. Bedientechnisch: Griffsicherung dort, Hebelsicherung hier.
- Befund
- Unter der Deutschen Werke AG erreichte die Ortgies zwischen 1921 und 1924 rund 400.000 Stück (dazu etwa 16.000 aus Ortgies' eigener Fertigung) und war dann erledigt. Walther verteilte dieselbe Marktnachfrage über zwei Jahrzehnte und eine ganze Modellfamilie — und überlebte sie damit.
Liliput
Waffenfabrik August Menz · Deutschland (Suhl) · 1920- System
- Unverriegelter Masseverschluss, Schlagbolzenschloss, 4,25 mm Liliput sowie 6,35 und 7,65 mm Browning
- Unterschied
- Menz ging den entgegengesetzten Weg: kein Baukasten über neun Modelle, sondern ein Extrem — die 4,25-mm-Ausführung unterbietet mit rund 172 bis 226 g selbst das Walther Modell 9 (260 g) deutlich, um den Preis einer Patrone ohne jede Verbreitung. Die Liliput lief zudem unter mehreren Handelsnamen, Walther verkaufte unter eigenem Namen.
- Befund
- Der Vergleich zeigt, woran das Suhler Haus scheiterte und Zella-Mehlis nicht: an der Sonderpatrone und an fehlender Markenbildung. Walther blieb bei 6,35 mm Browning und baute stattdessen die Marke aus.
Walther PP
Carl Walther · Deutschland (Zella-Mehlis) · 1929- System
- Unverriegelter Masseverschluss, Double-Action-Hahnschloss, Sicherungshebel am Verschluss mit Schlagbolzensperre, Ladeanzeige
- Unterschied
- Dieselbe Verschlussart, ein völlig anderes Schloss. Das Modell 8 lieferte Rahmenaufbau, Abzugsbügel-Zerlegung und das innenliegende Hahnschloss, die PP fügte Spannabzug, Entspannsicherung und Ladeanzeige hinzu.
- Befund
- Die Reihe 1 bis 9 ist nicht bloß Vorgeschichte, sondern die Konstruktionsschule, aus der 1929 der eigentliche Durchbruch kam.
Colt Model 1908 Vest Pocket
Colt's Patent Fire Arms Manufacturing Company · USA · 1908- System
- Unverriegelter Masseverschluss, 6,35 mm Browning, Griffsicherung und Hebelsicherung
- Unterschied
- Die Browning-Konstruktion, die dieselbe Patrone im selben Jahr in denselben Markt trug — mit Griffsicherung als zweiter Sicherungsebene, die Walther durchgängig wegließ. Die Urform der Klasse ist allerdings älter: Patrone und Bauart gehen auf die FN-Browning Modell 1905/06 aus Herstal zurück.
- Befund
- Walther war im 6,35-mm-Segment nicht Erfinder, sondern später Nachfolger und dann sehr konsequenter Wettbewerber. Die Behauptung „erste deutsche Westentaschenpistole" bezieht sich auf Deutschland, nicht auf die Gattung.
Bekannte Schwächen
Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.
-
Modell 6 — 9 mm Parabellum im unverriegelten Verschluss
Der Versuch, das Modell 4 auf die Ordonnanzpatrone hochzuskalieren, verlangte einen 964 g schweren Verschluss und eine sehr starke Feder und blieb an der Grenze der Bauart. Das Militär entschied sich für verriegelte Systeme, die Waffe wurde nie eingeführt. Die tatsächliche Stückzahl ist strittig: unter 1500 nach der einen, rund 500 nach der auf Seriennummern gestützten Schätzung.
plausibel
-
Auswurf nach links bei Modell 3 und 4
Das Modell 3 ist im Aufbau ein Spiegelbild des Modells 2; Auszieher und Auswurffenster liegen links. Für Rechtsschützen ist das ein handhabungs- seitiger Nachteil, der in der Literatur regelmäßig als Kritikpunkt der Kriegsjahre auftaucht.
gesichert
-
Kein ablesbarer Spannzustand
Ohne außenliegenden Hahn und — außer bei der frühen Modell-2-Ausführung — ohne Ladeanzeige ist der Zustand der Waffe nicht erkennbar. Genau diese Lücke schließt 1929 die Walther PP.
gesichert
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Ermüdende Schlagbolzenfeder beim Modell 9
Die dauerhaft gespannte Schlagbolzenfeder kann bei langer Lagerung nachlassen und Zündversager verursachen. Für die Beurteilung eines Altstücks der erste Prüfpunkt; am Objekt hier nicht geprüft.
plausibel
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Modellnummern sind nachträglich vergeben
Die Zahlen 1 bis 9 wurden erst zugeteilt, als bereits mehrere Muster liefen — vermutlich um die Zeit der Modell-4-Fertigung. Die Nummernfolge ist deshalb keine verlässliche Zeitachse: das Modell 3 ging dem Modell 2 voraus. Datierungen einzelner Modelle weichen zwischen den Quellen um mehrere Jahre ab.
gesichert
Verwendung
- Ziviler Selbstschutz- und Sportmarkt im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
- Privatbeschaffte Offiziers- und Nebenwaffe im Ersten Weltkrieg, vor allem Modell 4 und Modell 7
- Behördliche und militärische Nebenbeschaffung im Zweiten Weltkrieg: Modell 8 und Modell 9 gingen in Stückzahl an Stabs-, Luftwaffen- und Panzerpersonal
- Export, besonders in die USA — dort Modell 8 und 9 bis heute verbreitet
Quellen
- [Online] Wikipedia (de) — Walther-Pistolen Link
- [Online] Buffaloe — Dating Early Walther Pistols (Ed Buffaloe, Unblinking Eye) Link
- [Online] Buffaloe M2/M5 — The Walther Model 2 and Model 5 Link
- [Online] Forgotten Weapons — Walther Model 3: A Tiny Early .32 Link
- [Online] Forgotten Weapons — RIA: Walther Model 6 Link
- [Online] American Rifleman — This Old Gun: Walther Model 4 Link
- [Online] Taschenpistolen.de — Taschenpistole des Monats 09/2024 — Walther Modell 7 Link
- [Online] Wikipedia (en) — Walther Model 8 Link
- [Online] Wikipedia (en) — Walther Model 9 Link
- [Online] Zella-Mehlis-Geschichte — Carl Walther-Waffenfabrik (Lutz von Nordheim) Link