Nachwirkung · Belgien (Herstal bei Lüttich); ab 1922 Dänemark (Kopenhagen)
Bergmann-Bayard (Modell 1908/1910; dänisch Pistol m/1910 und m/1910/21)
- Fertigung
- Anciens Etablissements Pieper, Herstal; ab 1922 Hærens Tøjhus und Hærens Rustkammer, Kopenhagen
- Kaliber
- 9 × 23 mm Bergmann-Bayard (9 mm Largo)
- Zeitraum
- 1908–1935
- Belegstatus
- plausibel
So funktioniert sie
Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.
Diese Pistole lädt nach jedem Schuss selbsttätig nach, und ihre Besonderheit liegt darin, wie sie den Lauf hinten zuhält. Hinter dem Lauf sitzt in einem kastenförmigen Fortsatz ein bewegliches Stahlteil, der Verschluss. Vor dem Schuss sind beide über ein rechteckiges Riegelstück gekoppelt, das den Verschluss umfasst und sich nur senkrecht bewegen kann. Es steht oben und greift von unten in eine Aussparung des Verschlusses. Nach unten ausweichen kann es nicht, weil unter ihm eine Stufe des Griffstücks liegt und es abstützt — die Verbindung wird also nicht von einer Feder gehalten, sondern von einer Auflage getragen. Beim Schuss laufen Lauf, Fortsatz, Riegelstück und Verschluss gemeinsam wenige Millimeter zurück, wobei das Riegelstück über diese Stufe gleitet. Wo die Stufe in eine Schräge übergeht, wird es nach unten geführt und verlässt die Aussparung: Lauf und Fortsatz werden angehalten, der Verschluss läuft allein weiter, zieht die leere Patronenhülse heraus, wirft sie nach oben aus und spannt dabei den außen liegenden Hahn — den Schlaghebel, der beim Auslösen nach vorn schnellt —. Beim Vorlauf schiebt der Verschluss die nächste Patrone in den Lauf; das Riegelstück läuft wieder auf die Stufe auf und wird angehoben. Bewegt wird also nie der Riegel selbst — ihm wird seine Unterlage weggezogen. Der Patronenvorrat sitzt nicht im Griff, sondern in einem abnehmbaren Kasten vor dem Abzug; er lässt sich außerhalb der Waffe füllen oder bei zurückgehaltenem Verschluss von oben aus einem Blechstreifen nachladen.
Nachwirkung. Diese Waffe entstand außerhalb des Untersuchungsraums. Sie steht hier, weil sie die unmittelbare Folge eines Suhler Vorgangs ist: Ihre Vorgängerinnen wurden in Suhl gebaut, und sie selbst wurde in Belgien gebaut, weil die Suhler Werkstatt nicht mehr zur Verfügung stand. Das ist ein anderer Fall als bei den übrigen Nachwirkungs-Einträgen dieses Registers, wo eine Konstruktion aus der Region fortwirkt. Hier wirkt eine Fertigungsentscheidung fort, und zwar als Verlust.
1904 kündigte ein Suhler Firmenkauf eine europäische Ordonnanzpistole aus Thüringen weg. Theodor Bergmann, dessen Firmensitz in Gaggenau in Baden lag, ließ seit dem Modell 1894 nicht im eigenen Werk fertigen, sondern bei einem verlässlichen Lohnfertiger: V. C. Schilling in Suhl. Genauer als das oft gelesene „Bergmann hatte keine Werkstatt” ist deshalb dies: Er hatte Werke, nur keine Waffenfertigung in der Größenordnung eines Ordonnanzauftrags. Als Krieghoff 1904 die Firma Schilling übernahm und das Auftragsverhältnis beendete, besaß Bergmann eine ausgereifte, kurz zuvor patentierte Verriegelung und eine kräftige eigene Patrone. Eine Waffenfertigung, die einen Ordonnanzauftrag tragen konnte, besaß er nicht. Ein Jahr später bestellte Spanien 3.000 Pistolen. Er konnte nicht liefern.
Entwicklung
Das Register führt diese Abfolge bereits beim Herstellereintrag Schilling. Sie trägt, mit drei Präzisierungen.
| Jahr | Vorgang | Befund |
|---|---|---|
| ab 1894 | Bergmann lässt bei V. C. Schilling in Suhl fertigen | belegt; die Lohnfertigung beginnt mit dem Modell 1894, nicht erst 1896 |
| 1901 | Louis Schmeisser entwickelt die neue Verriegelung | belegt; nach Forgotten Weapons zunächst für Maschinengewehre patentiert und für die Pistole verkleinert |
| 1903 | Modell 1903 („Mars”) in 9 × 23 mm | belegt |
| 1904 | Krieghoff übernimmt Schilling, kündigt den Auftrag | belegt |
| 5. September 1905 | Spanien bestellt 3.000 Stück des Modells 1903 | belegt, mit Datum |
| bis 1908 | Bergmann bringt unter 1.000 Stück zustande | belegt; Forgotten Weapons nennt „Bergmanns eigenes Werk”; welches Werk, ist offen |
| 1907/1908 | Übertragung an Anciens Etablissements Pieper, Herstal | belegt, dass sie nicht 1905 erfolgte; 1907 (American Rifleman) gegen 1908 (Forgotten Weapons) |
| ab 1909 | Pieper liefert Spanien die Ausführung 1908 | belegt |
| 1912 | Spanien führt den Campo-Giro ein | belegt; die spanische Dienstzeit der Bergmann-Bayard betrug damit vier Jahre |
Erste Präzisierung: die Jahreszahl. Zwischen der spanischen Bestellung und der Übertragung an Pieper liegen zwei bis drei Jahre, keine Wochen. Bergmann hat nicht sofort aufgegeben. Er hat versucht, ohne Schilling zu fertigen, und ist dabei auf unter tausend Stück gekommen. Die Kette „Auftrag verloren, also verkauft” ist zu kurz; richtig ist „Fertigung verloren, mehrere Jahre gescheitert, dann abgegeben”. Auf welches Jahr die Abgabe fällt, ist dabei selbst nicht entschieden: American Rifleman schreibt 1907, Forgotten Weapons datiert den Vertrag mit Pieper auf 1908. Dieses Register nennt daher 1907/1908 und nicht, wie eine frühere Fassung, ein glattes 1907 als belegt.
Zweite Präzisierung: Lizenz oder Kauf. Die Quellen sagen beides. Mehrere sprechen von einer Lizenzvergabe an Pieper, andere vom Verkauf der Fertigungsrechte. Der Unterschied ist nicht akademisch; er entscheidet, ob Bergmann an jeder belgischen Pistole mitverdiente oder einmalig abgefunden wurde. Dieses Register kann ihn nicht auflösen und stellt beide Angaben nebeneinander.
Dritte Präzisierung: der Fertigungsort der Restserie. Hier ist eine frühere Fassung dieses Eintrags zu weit gegangen. Sie schrieb, keine Darstellung sage, wo die unter tausend Stücke des Modells 1903 nach 1904 entstanden, und die naheliegende Antwort „bei Bergmann selbst” sei keine Quelle. Forgotten Weapons sagt genau das aber ausdrücklich: gefertigt in Bergmanns eigenem Werk. Offen bleibt damit nur, welches Werk gemeint ist. Der Firmensitz lag in Gaggenau in Baden, eine eigene Suhler Waffenbauabteilung führt dieses Register ab etwa 1900; zu klären ist also weniger, bei wem gefertigt wurde, als wo, und für dieses Register ist das die wichtigere Frage. Fiel die Restserie nach Baden, dann verlässt der Vorgang den Untersuchungsraum schon 1904 und nicht erst mit Pieper. Nach der Methodik dieses Registers entscheidet das weder der Firmenname noch der Konstrukteur.
Herstal ist nicht FN. Eine Händlerbeschreibung eines dänischen Stücks nennt als Fertiger „die FN-Fabrik in Belgien”. Das ist falsch, und zwar auf die für dieses Register typische Weise: Fabrique Nationale und Anciens Etablissements Pieper saßen beide in Herstal bei Lüttich. Ein Ort ist kein Betrieb; dieselbe Regel, die in Suhl acht Häuser und in Erfurt vier auseinanderhält, gilt in Wallonien genauso. Pieper vermarktete seine Pistolen unter dem Markennamen Bayard, daher der Doppelname.
Konstruktion
Die Waffe ist ein verriegelter Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf. Der Verschluss ist ein zylindrisches Stück, das in einem kastenförmigen Verschlussgehäuse läuft und hinten mit zwei gerändelten Knöpfen zum Durchladen herausragt. Lauf und Verschlussgehäuse bilden ab der Ausführung 1908 ein einziges Stück; beim Modell 1903 war der Lauf noch eingeschraubt, ein Bestimmungsmerkmal am zerlegten Stück.
Die Verriegelung selbst ist ein rechteckiges Riegelstück, das den Verschluss umfasst und im Verschlussgehäuse sitzt. Es kann sich ausschließlich senkrecht bewegen, um wenige Millimeter. In vorderer Stellung der Baugruppe wird es von einer Stufe des Griffstücks angehoben und greift von unten in eine Ausnehmung des Verschlusses. Damit ist der Verschluss formschlüssig an das Verschlussgehäuse und über dieses an den Lauf gekoppelt.
Die Steuerung beruht darauf, dass dem Riegel die Unterlage weggezogen wird; bewegt wird der Riegel nicht. Beim Schuss läuft die ganze Baugruppe zurück, das Riegelstück gleitet dabei über die tragende Stufe. Wo diese Stufe in eine Schräge übergeht, wird der Riegel nach unten gezwungen und verlässt die Ausnehmung; Lauf und Gehäuse werden abgefangen, der Verschluss läuft allein weiter. In vorderer Endlage läuft der Riegel wieder auf und wird angehoben. Es gibt keinen Steuerstift, keine Riegelfeder und kein Schwenkglied.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist diese Steuerlogik allerdings nicht. Die C96 arbeitet nach demselben Grundsatz, nur mit einem schwenkenden statt einem gleitenden Riegel und mit dem Absatz des Schlossgehäuses statt einer Stufe im Griffstück als Unterlage. Wer die Bergmann-Bayard hier für originell hält, hat die C96 nicht zerlegt. Eigenständig ist die Bewegungsart des Riegels, nicht das Prinzip der weggezogenen Unterlage. Die Quellen sind sich außerdem nicht einig, ob die Schräge den Riegel nur absinken lässt (Modern Firearms) oder ihn zwangsläufig nach unten führt (Forgotten Weapons); nur die zweite Lesart ergibt eine lagesichere Steuerung, die von Schwerkraft und Reibung unabhängig ist.
Für die Beurteilung folgt daraus eine praktische Konsequenz. Die Verriegelung dieser Waffe hängt am Griffstück. Bei der C96 trägt ein Absatz des Schlossgehäuses den Sperrblock, bei der Pistole 08 hält sich das Kniegelenk selbst. Hier ist es das Rahmenteil, das die Sperre trägt. Wer ein Stück beurteilt, prüft deshalb zuerst die Stufe im Griffstück und den satten Sitz des Riegels in der Ausnehmung. Eine verrundete Stufe oder ein ausgeschlagener Riegel verschiebt den Entriegelungszeitpunkt.
Kein herangezogener Text beziffert den gemeinsamen Rücklaufweg vor der Entriegelung. Für das Vorgängermodell 1897 mit seitlich kippendem Verschluss ist er mit 6 mm angegeben; auf die Bauart von 1903 lässt sich das nicht übertragen. Eine Größenordnung lässt sich immerhin abschätzen, ausdrücklich als Abschätzung dieses Registers und nicht als Messwert:
- Geschossmasse rund 8,2 g bei rund 350 m/s ergibt einen Impuls von rund 2,9 N·s. Der Anteil der Pulvergase ist dabei weggelassen; er wirkt zum größten Teil erst nach dem Geschossaustritt und würde die hier gesuchte Größe nur wenig verändern.
- Die zurücklaufende Baugruppe (Lauf, Verschlussgehäuse, Riegel, Verschluss) einer Pistole von 1.020 g Gesamtmasse wird hier mit 0,4 bis 0,5 kg angenommen. Gewogen ist dieser Wert nicht.
- Daraus folgt eine Rücklaufgeschwindigkeit in der Größenordnung von 6 bis 7 m/s, aufgebaut während der Laufzeit des Geschosses.
- Der Weg der Baugruppe folgt dann unmittelbar aus dem Schwerpunktsatz: Er verhält sich zum Geschossweg im Lauf wie die Geschossmasse zur Masse der Baugruppe, also rund 8,2 g zu 450 g.
- Die 101 mm Lauflänge sind dabei die obere Grenze des Geschosswegs; das Patronenlager eingerechnet, legt das Geschoss im Rohr nur etwa 75 bis 80 mm zurück.
- Damit ergeben sich rund 1,4 bis 1,9 mm Rücklaufweg bis zum Geschossaustritt. Zur Probe über die Zeit: bei gleichmäßiger Beschleunigung braucht das Geschoss dafür 0,45 bis 0,6 ms, und die aus dem Ruhezustand mitbeschleunigte Baugruppe legt in dieser Zeit die Hälfte des Produkts aus Endgeschwindigkeit und Zeit zurück, also dieselben knapp 2 mm.
Daraus folgt genau eine Aussage, und sie ist schwächer als die einer früheren Fassung dieses Eintrags. Der Verschluss ist beim Geschossaustritt noch verriegelt, solange der Verriegelungsweg über etwa 2 mm liegt. Ein „reichlicher Sicherheitsabstand” lässt sich daraus nicht ableiten, denn der Verriegelungsweg dieser Waffe ist unbekannt; die 6 mm des Modells 1897 sind hier nicht einsetzbar, nachdem oben festgehalten wurde, dass sie zu einer anderen Bauart gehören. Wer sie an dieser Stelle doch verwendet, führt einen Zirkelschluss. Ebenso wenig trägt der Satz, die Waffe öffne „lange nach dem Druckabfall”. Der Restdruck im Lauf fällt nach dem Geschossaustritt über eine knappe Millisekunde ab, und in dieser Größenordnung liegt auch die weitere Rücklaufzeit. Belastbar ist allein die Umkehrung: Weil die Waffe funktioniert hat, muss ihr Verriegelungsweg über den hier errechneten rund 2 mm liegen. Die Rechnung liefert eine untere Schranke für eine unbekannte Konstruktionsgröße, mehr nicht. Wer den Weg wissen will, misst ihn am zerlegten Stück.
Für die Bestimmung
Die häufigste Verwechslung ist die mit der Mauser C96. Beide Waffen sehen von außen ähnlich aus, beide sind verriegelte Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf, beide tragen den Vorrat vor dem Abzug. Die Literatur behandelt sie deshalb häufig als Varianten desselben Gedankens. Mechanisch sind sie es nicht: Der eine Riegel gleitet, der andere schwenkt.
| Bergmann-Bayard | Mauser C96 | |
|---|---|---|
| Riegelbewegung | senkrecht gleitend | um seine Aufhängung schwenkend |
| Riegel sitzt in | Verschlussgehäuse, umfasst den Verschluss | unter dem Verschluss, am Schlossgehäuse geführt |
| Getragen von | Stufe im Griffstück | Absatz des Schlossgehäuses |
| Eingriff | Ausnehmung an der Verschlussunterseite | zwei Warzen in Ausnehmungen des Verschlusses |
| Magazin | abnehmbar, zusätzlich mit Ladestreifen füllbar | fest, nur Ladestreifen |
Der Unterschied ist am zerlegten Stück in Sekunden zu sehen und für die Ansprache entscheidend. Ein
gleitender Riegel gehört in die Bergmann-Linie, ein schwenkender in die Mauser-Linie. Dieses
Register führt die Waffe im Feld mechanik gleichwohl als „Schwenkriegel”, weil die Schemaskizzen
des Registers keinen Wert für einen senkrecht gleitenden Riegel kennen; zutreffend ist die Angabe
nicht. Die Einschränkung steht im Belegstatus und ist eine offene Aufgabe an der Systematik,
kein Befund an der Waffe.
Das Magazin vor dem Abzug
Die Anordnung des Vorrats vor dem Abzugsbügel ist 1908 nichts Neues. Die Bergmann 1896 hatte sie, die C96 hat sie; um die Jahrhundertwende war sie die naheliegende Übertragung des Gewehr-Kastenmagazins auf die Kurzwaffe. Neu ist, dass das Magazin abnehmbar ist.
Damit hat die Bergmann-Bayard beide Ladewege:
- Magazinwechsel: Magazinhalter vorn im Abzugsbügel, volles Magazin einsetzen.
- Ladestreifen: bei zurückgehaltenem Verschluss von oben durch das Auswurffenster in das eingesetzte Magazin, wie bei der C96 und wie beim Gewehr.
In genau dieser Zwischenstellung stand der Pistolenbau um 1908. Die Bergmann 1896 hatte einen festen Vorrat, der über eine seitliche Klappe gefüllt wurde; die Pistole 08 desselben Jahres hat das Wechselmagazin im Griff. Die Bergmann-Bayard geht den halben Weg: wechselbar ja, im Griff nein.
Der halbe Weg genügte nicht. Den Ausschlag gab dabei weniger die Ladegeschwindigkeit als die Masse vor der Hand. Die amerikanische Erprobung von 1907, zu der Bergmann eine Ausführung in .45 ACP stellte, beanstandete die vordere Magazinlage ausdrücklich. Ausgeschieden ist die Waffe dort allerdings, weil der Hahn die Zündhütchen der gestellten Frankford-Arsenal-Munition nicht durchschlug.
Ein zweiter Satz, der in der Sammlerliteratur gern fällt, hält der Prüfung dagegen nicht stand: „Nach 1910 wurde keine Dienstpistole mit Vorrat vor dem Abzug mehr eingeführt.” Doch, es wurde. 1916 bestellte das deutsche Heer 150.000 Mauser C96 in 9 × 19 mm, weil die Pistole 08 zu langsam anlief. Richtig ist die engere Fassung: Nach 1910 wurde keine Dienstpistole mit Vorrat vor dem Abzug mehr neu konstruiert. Was danach noch eingeführt wurde, waren Konstruktionen des 19. Jahrhunderts.
Zur Magazinbauart selbst widersprechen sich die Quellen. Zwei Darstellungen beschreiben sechs Patronen in zwei versetzten Reihen, eine dritte ein einreihiges Magazin. Am Objekt ist das in einem Blick zu entscheiden; dieses Register hat es nicht getan und führt beide Angaben.
Verwendung
Dänemark beschaffte 4.840 Pistolen des Modells 1910; die Lieferungen begannen 1911. Die dänische Ausführung entstand aus eigenen Änderungswünschen: halbrunde Ausschnitte am Magazinschacht zum Greifen, geriffelte Magazinflächen, ein S-förmig gebogenes Schlagfederblatt anstelle des flachen, ein größerer Magazinhalter und etwas größere Griffschalen. Dänische Stücke tragen deshalb zwei Nummern, die belgische Fertigungsnummer und die dänische Eigentumsnummer von 1 bis 4.840, dazu ein gekröntes „D” als Abnahme.
1914 endete die Lieferfähigkeit. Deutsche Truppen besetzten Belgien, das Pieper-Werk arbeitete für die Besatzungsmacht. Nach Sammlerangaben wurden dort 1915 rund 1.500 Pistolen zusammengebaut, die statt der Lütticher Beschusszeichen Reichsadler tragen und im Nummernbereich 15.000 bis 16.500 liegen sollen; die Angabe stammt aus einem Forum und ist hier nicht als belegt geführt.
Dänemark stand damit vor demselben Problem wie Bergmann elf Jahre zuvor: gute Waffe, kein Fertiger. Die Antwort war die Eigenfertigung. 1921 wurde die Waffe überarbeitet, ab 1922 in Kopenhagen gebaut.
| Merkmal | m/1910 (Pieper) | m/1910/21 (dänisch) |
|---|---|---|
| Seitendeckel | Federraste | Schraube |
| Auszieher | Ausgangsform | vergrößert |
| Griffschalen | schmaler | größer und konturiert; Material strittig (siehe unten) |
| Fertigungszeichen | belgische Werksmarken, Lütticher Beschuss | HÆRENS TØJHUS oder HÆRENS RUSTKAMMER |
Die Fertigungszeichen sind das schärfste Bestimmungsmerkmal der ganzen Baureihe. Nach Forgotten Weapons entstand eine erste Charge von 900 Stück (1922–1924) mit HÆRENS TØJHUS und eine zweite von 1.904 Stück (1924/25) mit HÆRENS RUSTKAMMER; die Summe von 2.804 Stück nennt auch Historical Firearms. Die englische Wikipedia nennt dagegen „mehr als 2.200” und ein Fertigungsende erst 1935. Beides ließe sich vereinbaren, wenn Neufertigung und Umbau der Vorkriegsbestände getrennt gezählt würden; belegt ist diese Auflösung nicht, und dieses Register stellt die Angaben deshalb nebeneinander.
Zum Griffschalenmaterial widersprechen sich die Quellen offen. Forgotten Weapons führt die größeren Schalen aus Trolit als eine der dänischen Neuerungen von 1921 auf; Owen Guns schreibt umgekehrt, das Trolit habe zu Absplitterungen und Verzug geneigt und die Mehrzahl der neuen 1910/21 sei mit geriffelten Holzschalen ausgeliefert worden. Solange das nicht am Stück mit gesicherter Herkunft entschieden ist, taugt das Griffschalenmaterial weder zur Datierung noch zur Zuordnung.
Im Dienst blieb die Waffe bis in die 1940er Jahre; am 9. April 1940 war sie die Ordonnanzpistole der dänischen Armee. Die Ablösung erfolgte in zwei Schritten. 1946 beschaffte Dänemark rund 1.700 FN Browning HP, werkseitig „M.1946 H.V.” gestempelt; 1949 folgte die SIG P210 als Pistol m/49 in knapp 27.000 Stück, geliefert bis 1962. Was in der Literatur wie ein Widerspruch aussieht, ist keiner: Beide Angaben treffen zu. Eine frühere Fassung dieses Eintrags hat sie als offenen Widerspruch geführt; das war ein Fehler dieses Registers, kein Widerspruch der Quellen. Eine dänische Ordonnanzpistole deutscher Konstruktion, belgischer Herkunft und dänischer Nachfertigung ist damit knapp vier Jahrzehnte im Dienst gewesen.
Die Patrone 9 × 23 mm Bergmann-Bayard
Die Patrone ist eine randlose, schwach konische Flaschenhalspatrone mit 23,1 mm Hülsenlänge und 9,0 mm Geschossdurchmesser, in Spanien als 9 mm Largo geführt und dort bis in die 1980er Jahre Ordonnanzpatrone. Im Sinne der Patronensystematik ist sie eine Pistolenpatrone. Die Bergmann-Bayard ist damit gattungsmäßig Selbstladepistole, unabhängig von ihrer Größe und ihrem Kurvenvisier.
Die Leistungsangaben schwanken erheblich:
| Quelle | Geschoss | v₀ | Mündungsenergie |
|---|---|---|---|
| Forgotten Weapons | 135 gr = 8,75 g | 1.060–1.115 fps = 323–340 m/s | rund 455–505 J (hier errechnet) |
| Wikipedia, Waffeneintrag | — | 350 m/s | — |
| Wikipedia, Patroneneintrag | 8,2 g | 400 m/s | 656 J (dort angegeben) |
Die Spanne von rund 455 bis 656 Joule ist zu groß, um sie zu mitteln. Naheliegend, aber ausdrücklich unbelegt, ist die Vermutung, dass die höheren Werte spätere spanische Ladungen betreffen. Dieses Register führt beide Angaben und keinen Mittelwert. Die Umrechnung der amerikanischen Angaben ist hier ausgewiesen, weil die Rundung schon einen Teil der Spanne erklärt: Forgotten Weapons nennt im Fließtext „325–340 m/s”, die zugehörigen 1.060 fps sind aber 323 m/s. Gasdruckwerte nennt keine der herangezogenen Quellen, weder nach CIP noch nach SAAMI, weder in bar noch in psi. Dieses Register führt für diese Patrone deshalb keinen Gasdruck.
Verwechslungsgefahr. Die 9 × 23 mm Bergmann-Bayard ist nicht mit 9 × 19 mm, nicht mit 9 × 23 mm Steyr und nicht mit der modernen 9 × 23 mm Winchester austauschbar. Letztere arbeitet mit deutlich höheren Gasdrücken; ihre Verwendung in Altwaffen ist gefährlich. Dieses Register gibt keine Ladeempfehlung.
Bemerkenswert ist die Gegenprobe, und sie ist neun Jahre älter, als die Sammlerliteratur meist schreibt. Verbreitet ist der Satz, die Astra 400 von 1921 habe die Bergmann-Bayard in Spanien abgelöst und damit bewiesen, dass die Patrone auch ohne Verriegelung beherrschbar sei. Der zweite Halbsatz stimmt, der erste nicht. Spanien führte schon 1912 den Campo-Giro ein, ebenfalls von Esperanza y Unceta, ebenfalls in 9 × 23 mm Largo und ebenfalls ohne Verriegelung (das Modell 1913/16 mit Verzögerung); die Astra 400 löste 1921 den Campo-Giro ab, nicht die Bergmann-Bayard. Die spanische Dienstzeit der Bergmann-Bayard betrug also vier Jahre, nicht dreizehn. Als Grund nennt die Darstellung ihr Versagen in den frühen Marokko-Feldzügen, während die Patrone ausdrücklich beibehalten wurde.
Für die Konstruktionsfrage ändert das nichts, für die Datierung viel. Die Verriegelung der Bergmann-Bayard war eine Auslegungsentscheidung und keine physikalische Notwendigkeit; gezeigt war das schon 1912 in demselben Land an derselben Patrone. Die 9 × 23 mm liegt an der oberen Grenze dessen, was ein Masseverschluss noch beherrscht, in derselben Grenzlage, die dieses Register bei der Makarow für die 9 × 18 mm beschreibt, nur eine Leistungsstufe höher.
Einordnung
Für dieses Register ist die Bergmann-Bayard vor allem ein industriegeschichtlicher Befund, und er ist unbequem.
Erstens. Eine Konstruktion ohne Fertigungskapazität ist kein Vermögenswert; sie ist eine Verhandlungsposition. Bergmann besaß 1905 alles, was man für einen Ordonnanzauftrag braucht: eine erprobte Verriegelung, eine leistungsfähige Patrone, einen unterschriebenen Vertrag über 3.000 Stück, das Urteil einer staatlichen Prüfkommission. Was ihm fehlte, war eine Waffenfertigung in der Größenordnung dieses Auftrags. Wie viele Facharbeiter Schilling für die Bergmann-Serien einsetzte, ist hier nicht ermittelt und wird deshalb auch nicht beziffert. Zwei bis drei Jahre später gehörte die Waffe jemand anderem. Verdrängt hat ihn kein besserer Konkurrent. Es war ein Eigentümerwechsel bei seinem Zulieferer.
Zweitens. Dasselbe passierte Dänemark. Ein Staat mit eingeführter Ordonnanzpistole verlor 1914 seinen Fertiger, weil dessen Werk in einem besetzten Land stand. Die Antwort war teuer und zwangsläufig: eigene Fertigung im Zeughaus, mit acht Jahren Verzug und in kleinen Chargen. Der Vorgang wiederholt auf staatlicher Ebene, was 1904 auf betrieblicher Ebene geschehen war.
Drittens. Bergmann hat die Lehre gezogen. Vierzehn Jahre nach dem Verlust der Schilling-Kapazität lieferte die Abteilung Waffenbau Theodor Bergmann in Suhl die MP 18,I, aus eigener Werkstatt; diesmal blieb die Konstruktion im Haus. Dass die eigene Suhler Fertigung eine unmittelbare Folge von 1904 war, liegt nahe und ist nach der Methodik dieses Registers nicht belegt; die Vermutung steht als Vermutung im Herstellereintrag.
Viertens, und darum steht der Eintrag hier. Die Sammlerliteratur erzählt die Geschichte der Waffentechnik gern als Abfolge von Konstrukteursleistungen. Dieser Fall erzählt sie als Abfolge von Kapazitätsentscheidungen. Zwischen der Suhler Werkstatt von 1903 und der dänischen Ordonnanz von 1911 blieb das System unverändert: dieselbe Verriegelung, dieselbe Patrone, dieselbe Magazinlage. Verändert wurde die Ausführung, und zwar durchaus spürbar, durch Unterbrecher, einteiliges Lauf-Gehäuse-Stück, größeren Magazinhalter, kürzeren Sicherungshebel und dänisches S-Schlagfederblatt. Wer daraus „keine einzige konstruktive Verbesserung” macht, geht zu weit; der Unterbrecher ist eine sicherheitsrelevante Änderung. Genauer lautet der Befund: Die Grundkonstruktion trug acht Jahre ohne Systemwechsel. Was sich änderte, war der Ort, an dem gefräst wurde.
Waffenrechtliches
Die Waffe ist ein Selbstlader ohne Dauerfeuer und damit keine Kriegswaffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Zur Abgrenzung siehe Methodik. Erwerb und Besitz richten sich nach dem Waffengesetz; für Stücke, die vor dem 1. Januar 1871 gefertigt wurden, gilt die Altwaffenregelung. Auf diese Baureihe trifft das nicht zu; sie ist waffenrechtlich eine erlaubnispflichtige Schusswaffe. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft.
Offene Forschungsfragen. Erstens der Fertigungsort der unter tausend Stücke des Modells 1903 nach dem Ende der Schilling-Fertigung: Forgotten Weapons nennt „Bergmanns eigenes Werk”; Baden oder die Suhler Abteilung? Davon hängt ab, ob der Vorgang den Untersuchungsraum schon 1904 verlässt. Zweitens Rechtsnatur und Jahr der Übertragung an Pieper: Lizenz (American Rifleman) oder Verkauf der Patente (Wikipedia), 1907 oder 1908? Ein Vertragsnachweis würde beide Fragen zugleich erledigen. Drittens der Verriegelungsweg: An einem zerlegten Stück in Minuten zu messen und bisher nirgends beziffert; die Rechnung oben liefert nur eine untere Schranke von rund 2 mm. Viertens die Lage der Schließfeder, die in keiner der herangezogenen Beschreibungen genannt wird; ebenso ungeklärt ist, ob der Verschluss nach der letzten Patrone selbsttätig gefangen wird. Fünftens die Zuordnung des Riegelstücks: Sitzt es im Verschlussgehäuse und greift in den Verschluss (Modern Firearms, Forgotten Weapons) oder umgekehrt (Wikipedia, „Bergmann Mars”)? Am zerlegten Stück eine Frage von Sekunden. Sechstens die dänische Fertigungsbilanz: 2.804 Neubauten bis 1925 oder Fertigung bis 1935? Das dänische Reichsarchiv und die Bestände des Zeughausmuseums Kopenhagen sind dafür nicht eingesehen; ebenso wenig ist geklärt, ob die m/1910/21 mit Trolit- oder mit Holzschalen ausgeliefert wurden. Und siebtens, für dieses Register am interessantesten: Existieren im Krieghoff-Bestand Unterlagen zu der Entscheidung von 1904? Die Darstellungen nennen alle die Kündigung, keine nennt ihren Grund.
Konstruktion
- Verschluss
- Verriegelter Verschluss mit kurzem Laufrücklauf. Der Verschluss läuft in einem kastenförmigen Verschlussgehäuse (Laufverlängerung); darin sitzt ein rechteckiges Riegelstück, das den Verschluss umfasst und sich nur senkrecht bewegen kann. In vorderer Stellung wird es von einer Stufe des Griffstücks angehoben und greift in eine Ausnehmung an der Verschlussunterseite. Getragen wird die Verriegelung damit nicht von einer Feder, sondern vom Griffstück selbst. Die Zuordnung ist quellenabhängig: Modern Firearms und Forgotten Weapons setzen den Riegel ins Verschlussgehäuse und lassen ihn in den Verschluss greifen, der Wikipedia-Eintrag „Bergmann Mars" umgekehrt in den Verschluss und in eine Ausnehmung des Verschlussgehäuses. Hier ist der ersten Lesart gefolgt; entschieden ist die Frage nur am zerlegten Stück.
- Ladeprinzip
- Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf, verriegelt, aufschießend (geschlossener Verschluss)
- Zuführung
- Abnehmbares Kastenmagazin vor dem Abzugsbügel, 6 Patronen (Sonderform 10). Magazinhalter vorn im Abzugsbügel. Gefüllt wird wahlweise außerhalb der Waffe oder eingesetzt, dann über Ladestreifen von oben durch das Auswurffenster bei zurückgehaltenem Verschluss.
- Abzug
- Single Action mit außenliegendem Hahn. Die Ausführung 1903 hatte keinen Unterbrecher; die für Spanien überarbeitete Ausführung 1908 erhielt einen — bis dahin bestand die Gefahr des Doppelns.
- Sicherung
- Handsicherungshebel links am Griffstück hinter dem Hahn
- Visierung
- Balkenkorn vorn, hinten ein Kurvenvisier (tangent leaf); die Teilung ist in den herangezogenen Quellen nicht beziffert.
Maße und Leistung
- Länge
- 254 mm (M1910/21)
- Lauflänge
- 101–102 mm
- Gewicht
- 1.020 g ungeladen
- Magazin
- 6 Patronen, abnehmbar; Sonderform 10 Patronen
- V₀
- Angaben widersprüchlich: 1.060–1.115 fps = 323–340 m/s bei 135 gr = 8,75 g (Forgotten Weapons; dort im Text gerundet als „325–340 m/s"), 350 m/s (englische Wikipedia, Waffeneintrag), 400 m/s bei 8,2 g (Patroneneintrag derselben Enzyklopädie)
- Kadenz
- entfällt — Selbstlader
Funktionsablauf im Einzelnen
Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.
- 1
Füllen des Magazins
Das Kastenmagazin sitzt vor dem Abzugsbügel und ist abnehmbar — der wesentliche Unterschied zur Mauser C96 und zur eigenen Vorgängerin von 1896. Es lässt sich außerhalb der Waffe füllen oder, eingesetzt und bei hinten gehaltenem Verschluss, über einen Ladestreifen von oben durch das Auswurffenster. Beide Ladewege sind vorgesehen; das ist die Zwischenstellung zwischen Gewehrlogik und Pistolenlogik.
- 2
Ausgangslage — verriegelt
Verschluss vorn, Patrone im Lager, Hahn gespannt. Das Riegelstück steht oben: Es sitzt in einer Ausnehmung an der Unterseite des Verschlusses und koppelt diesen formschlüssig an das Verschlussgehäuse. Nach unten kann es nicht ausweichen, weil eine Stufe des Griffstücks unter ihm liegt. Die Verriegelung wird also nicht gefedert gehalten, sondern getragen — ein wesentlicher Unterschied zu Bauarten mit federbelastetem Riegel.
- 3
Zündung und gemeinsamer Rücklauf
Der Gasdruck presst die Hülse gegen den Verschlussboden. Verschluss, Riegelstück, Verschlussgehäuse und Lauf laufen als eine starre Baugruppe zurück; das Riegelstück gleitet dabei auf der tragenden Stufe des Griffstücks entlang. Diese Phase dauert wenige Millimeter — beziffert ist der Weg in keiner der herangezogenen Quellen (die verbreitete Angabe von 6 mm gehört zum älteren Modell 1897 mit seitlich kippendem Verschluss).
- 4
Entriegelung durch Absinken
Die tragende Stufe endet in einer Schräge. Sobald das Riegelstück diese erreicht, wird es nach unten gezwungen und tritt aus der Ausnehmung des Verschlusses. Auch das ist quellenabhängig formuliert: Modern Firearms schreibt, die Schräge „erlaube" dem Riegel abzusinken, Forgotten Weapons spricht von Steuerflächen im Griffstück, die ihn nach unten „zwingen". Mechanisch ist nur die zweite Lesart lagesicher — ein Riegel, der bloß fallen dürfte, wäre von Schwerkraft und Reibung abhängig. Lauf und Verschlussgehäuse werden abgefangen, der Verschluss läuft allein weiter. Entscheidend ist die Steuerlogik: Nicht der Riegel wird bewegt, sondern seine Unterlage wird weggezogen.
- 5
Auszug, Auswurf, Hahnspannen
Der Auszieher zieht die Hülse aus dem Lager, der Auswerfer schleudert sie nach oben aus dem Fenster. Der zurücklaufende Verschluss drückt den außenliegenden Hahn in die Spannrast und spannt die Schließfeder. Wo diese Feder liegt, ist in den herangezogenen Beschreibungen nicht gesagt; das bleibt hier offen.
- 6
Vorlauf und Zuführen
Die Schließfeder treibt den Verschluss vor; er nimmt die oberste Patrone aus dem Magazin und schiebt sie in das Lager, danach nimmt er Gehäuse und Lauf mit nach vorn.
- 7
Wiederverriegelung
In der vorderen Endlage läuft das Riegelstück wieder auf die Stufe des Griffstücks auf und wird angehoben; es fährt in die Ausnehmung des Verschlusses ein. Die Waffe ist verriegelt, ohne dass ein Steuerstift oder eine Feder daran mitwirkt.
- 8
Leerschuss
Zum Laden über den Ladestreifen muss der Verschluss hinten gehalten werden; die herangezogenen Beschreibungen sagen das übereinstimmend, lassen aber offen, ob er dort nach der letzten Patrone selbsttätig gefangen wird oder von Hand festgestellt werden muss. Dieses Register führt einen selbsttätigen Verschlussfang deshalb NICHT als Befund. Unabhängig davon liegt hier der Unterschied zum festen Magazin der C96: Der Ladestreifen ist die Alternative zum Magazinwechsel, nicht der einzige Weg.
Schemaskizze, nicht maßstäblich
- 1 Verriegelt: Das keilförmige Riegelstück unter dem Lauf steht oben und greift beidseitig in Ausnehmungen des Verschlusses.
- 2 Entriegelung: Nach wenigen Millimetern gemeinsamen Rücklaufs trifft der Steuerstift am Griffstück das Riegelstück und schwenkt es nach unten aus den Ausnehmungen.
- 3 Getrennt: Der Lauf wird abgefangen, der Verschluss läuft allein weiter, wirft aus und spannt den Hahn.
Vergleichsstücke außerhalb der Region
Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.
Bergmann Pistole Modell 1896 (No. 2, No. 3, No. 4)
V. C. Schilling & Cie. im Lohnauftrag Theodor Bergmanns · Deutschland (Suhl) · 1896- System
- Unverriegelter Masseverschluss, festes Kastenmagazin vor dem Abzug, Ladung über Clip durch eine seitliche Klappe, frühe Stücke ohne Auszieher
- Unterschied
- Dieselbe Firma, derselbe Konstrukteur, dieselbe Werkstatt, dieselbe Grundanordnung — und die gegenteilige Antwort auf die Verschlussfrage. Die 1896er hält den Verschluss mit Masse und Hülsenreibung und ist damit auf schwache Sonderpatronen festgelegt; die Bergmann-Bayard verriegelt formschlüssig und trägt deshalb eine Patrone, die selbst gegenüber der stärksten Ausführung von 1896 — der 8 × 22 mm des No. 4, ungefähr auf dem Niveau der 7,65 mm Browning — mindestens die doppelte, nach den höheren Angaben das Dreifache der Mündungsenergie erreicht. Für die 8 × 22 mm Bergmann sind keine Geschossmassen und Geschwindigkeiten überliefert; der Vergleich stützt sich auf die Gleichsetzung mit der 7,65 mm Browning und ist deshalb eine Größenordnung, keine Rechnung.
- Befund
- Die Reihe zeigt die Registerthese in Reinform: Erst die Verriegelung erlaubt die Militärpatrone, und erst die Militärpatrone erlaubt den Ordonnanzauftrag. Zwischen beiden Waffen liegen zwölf Jahre und ein entscheidender konstruktiver Schritt — daneben stehen mehrere kleinere: abnehmbares statt festes Magazin, Auszieher, Unterbrecher.
Mauser C96
Waffenfabrik Mauser AG · Deutschland (Oberndorf am Neckar) · 1896- System
- Verriegelter Rückstoßlader mit kurzem Laufrücklauf und schwenkendem Sperrblock unter dem Verschluss, festes Kastenmagazin, Ladestreifen von oben
- Unterschied
- Von außen die nächste Verwandte, mechanisch die klarste Gegenprobe. Bei der C96 kippt der Sperrblock aus den Ausnehmungen des Verschlusses nach unten weg, gehalten und freigegeben durch einen Absatz des Schlossgehäuses. Beim Bergmann gleitet das Riegelstück senkrecht und wird vom Griffstück getragen — es schwenkt nicht. Und der Vorrat: C96 fest, Bergmann-Bayard abnehmbar.
- Befund
- Zwei verriegelte Rückstoßlader mit Magazin vor dem Abzug, aus demselben Jahrzehnt, mit zwei verschiedenen Riegelbewegungen. Wer beide auseinander hält, hat die Unterscheidung zwischen Schwenken und Gleiten begriffen — sie ist am zerlegten Stück in Sekunden zu sehen und in der Literatur regelmäßig verwischt.
Pistole 08
DWM, später Gewehrfabrik Erfurt und Simson & Co. · Deutschland (Berlin, Erfurt, Suhl) · 1908- System
- Verriegelter Rückstoßlader mit Kniegelenkverschluss, Wechselmagazin im Griffstück
- Unterschied
- Im selben Jahr eingeführt, in dem Pieper die Bergmann-Bayard in Serie brachte. Die 08 legt den Vorrat in den Griff, die Bergmann-Bayard vor den Abzug — und geht mit dem abnehmbaren Magazin immerhin den halben Weg.
- Befund
- Der halbe Weg genügte nicht. Nach 1910 wurde keine Dienstpistole mehr neu konstruiert, die den Vorrat vor den Abzug legt — neu eingeführt wurde die Bauform sehr wohl noch: 1916 bestellte das deutsche Heer 150.000 Mauser C96 in 9 × 19 mm als Behelf für die zu langsam anlaufende Pistole 08. Das war aber die Übernahme einer Konstruktion von 1896, kein neuer Entwurf.
Campo-Giro Modelo 1912 und 1913/16
Esperanza y Unceta · Spanien (Guernica) · 1912 plausibel- System
- Masseverschluss (das Modell 1913/16 mit Verzögerung), dieselbe Patrone 9 × 23 mm Largo, Wechselmagazin im Griffstück
- Unterschied
- Die Waffe, die die Bergmann-Bayard in Spanien tatsächlich abgelöst hat — 1912 eingeführt, also nur vier Jahre nach der belgischen Serie. Sie legt den Vorrat in den Griff und verzichtet auf die Verriegelung.
- Befund
- Wichtige Datierungskorrektur an der gängigen Erzählung: Nicht die Astra 400 von 1921, sondern der Campo-Giro von 1912 ist der Beweis, dass die 9 × 23 mm ohne Verriegelung beherrschbar ist — und zugleich der Beleg, dass die Bergmann-Bayard in Spanien schon nach vier Jahren als militärisch unbefriedigend galt. Als Grund nennt die Darstellung die frühen Marokko-Feldzüge; die Patrone dagegen wurde beibehalten.
Astra 400 (Modelo 1921)
Esperanza y Unceta · Spanien (Guernica) · 1921 plausibel- System
- Unverriegelter Masseverschluss mit sehr kräftiger Schließfeder, dieselbe Patrone 9 × 23 mm Largo, Wechselmagazin im Griffstück
- Unterschied
- Dieselbe Patrone, keine Verriegelung. Die Astra löst die Aufgabe mit Verschlussmasse und Federkraft. Sie ersetzte in Spanien allerdings NICHT die Bergmann-Bayard, sondern deren Nachfolger Campo-Giro — die verbreitete Gegenüberstellung „Astra löst die Bergmann ab" überspringt neun Jahre und ein Zwischenmodell.
- Befund
- Eigene Bewertung dieses Registers: Die Verriegelung der Bergmann-Bayard war keine physikalische Notwendigkeit, sondern eine Auslegungsentscheidung. Die 9 × 23 mm liegt an der oberen Grenze dessen, was ein Masseverschluss noch beherrscht — die spanische Reihe Campo-Giro/Astra beweist die eine Möglichkeit, die Bergmann-Bayard wählte die andere. Der Preis der Astra ist eine Feder, gegen die sich der Verschluss kaum von Hand ziehen lässt.
MP 18,I
Theodor Bergmann, Abteilung Waffenbau · Deutschland (Suhl) · 1918 ungeklärt- System
- Unverriegelter Masseverschluss, zuschießend, Pistolenpatrone 9 × 19 mm
- Unterschied
- Kein technischer, sondern ein betrieblicher Vergleich: dieselbe Firma, vierzehn Jahre nach dem Verlust der Suhler Lohnfertigung — diesmal aus eigener Werkstatt in Suhl und mit einer Waffe, die eine ganze Gattung begründete.
- Befund
- Die beiden Einträge zusammen ergeben die Lehre des Falls: 1904 hatte Bergmann eine Konstruktion und keine Fertigung und verlor die Konstruktion; 1918 hatte er beides und begründete eine Gattung. Ob die eigene Suhler Abteilung die Folge von 1904 war, ist naheliegend und nicht belegt — siehe den Herstellereintrag.
Bekannte Schwächen
Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.
-
Kein Unterbrecher an der Ausführung 1903
Die für Spanien überarbeitete Ausführung 1908 erhielt einen Unterbrecher, der ungewolltes Weiterfeuern verhindert. Das ist zugleich ein Bestimmungsmerkmal: Wer ein Stück ohne Unterbrecher vor sich hat, hat eine deutsche Ausführung 1903 und keine belgische Serienwaffe. Für die Zustandsbeurteilung eines Frühstücks ist der Punkt sicherheitsrelevant.
plausibel
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Verriegelung auf Verschleißflächen des Griffstücks
Die tragende Stufe und die Entriegelungsschräge liegen im Griffstück, nicht im Verschlussgehäuse. Verschleiß, Setzen oder eine unsachgemäß nachgearbeitete Schräge verschieben den Entriegelungszeitpunkt und damit die Öffnungszeit unter Druck. Erster Prüfpunkt am Objekt: Sitzt das Riegelstück in vorderer Endlage spielfrei und satt in der Ausnehmung des Verschlusses, und ist die Stufe scharfkantig?
plausibel
-
Vorrat vor dem Abzug
Das abnehmbare Magazin war 1908 ein Fortschritt gegenüber C96 und Bergmann 1896 — aber es sitzt vor dem Abzugsbügel und damit vor der Hand. Die US-Erprobung 1907, zu der Bergmann eine Ausführung in .45 ACP stellte, beanstandete diese Anordnung ausdrücklich. Ausgeschieden ist die Waffe dort allerdings aus einem anderen Grund: Der Hahn schlug die Zündhütchen der Frankford-Arsenal-Munition nicht durch. Die Bauform verlor gegen das Griffmagazin, nicht gegen eine bessere Verriegelung.
plausibel
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Spanisches Truppenurteil nach vier Jahren
Spanien führte die Waffe 1905/1908 ein und ersetzte sie bereits 1912 durch den Campo-Giro; als Grund nennt die Darstellung ihr Verhalten in den frühen Marokko-Feldzügen — die Patrone wurde ausdrücklich beibehalten, die Waffe nicht. Welche Ausfälle im Einzelnen beanstandet wurden, ist in den herangezogenen Quellen nicht aufgeschlüsselt; naheliegend sind Sand und Staub am offen liegenden Verschluss, belegt ist das hier nicht.
plausibel
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Spröde Griffschalen aus Trolit
Die Kunststoffgriffschalen neigen zu Rissen und Verzug; nach einer Darstellung wurde der überwiegende Teil der dänischen m/1910/21 deshalb mit geriffelten Holzschalen ausgeliefert, nach einer anderen erhielt gerade die dänische Ausführung erst die größeren Trolit-Schalen. Griffschalen sind deshalb kein zuverlässiges Datierungsmerkmal — sie sind das am häufigsten getauschte Bauteil dieser Waffe.
ungeklärt
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Munitionsbindung an eine Sonderpatrone
Die 9 × 23 mm blieb auf Spanien und Dänemark beschränkt — in Spanien allerdings bis in die 1980er Jahre und über drei weitere Waffenbaureihen hinweg. Für Dänemark bedeutete das eine Ordonnanzpatrone, deren einziger fremder Fertigungsmarkt am anderen Ende Europas lag; für den heutigen Bestand bedeutet es, dass Munition Sammelgut ist. Zur Verwechslung siehe den Warnhinweis im Text — die Patrone ist weder mit 9 × 19 mm noch mit 9 × 23 mm Steyr noch mit 9 × 23 mm Winchester austauschbar.
gesichert
-
Abhängigkeit von einem einzigen Fertiger
Keine Eigenschaft der Waffe, aber die folgenreichste Schwäche des Systems: Als deutsche Truppen 1914 Herstal besetzten, endete die Lieferfähigkeit schlagartig. Dänemark hatte 4.840 Pistolen und keinen Hersteller mehr und musste die Waffe ab 1922 selbst nachbauen. Dieselbe Abhängigkeit hatte 1904 schon Bergmann selbst zu Fall gebracht.
gesichert
Verwendung
- Spanien: Prüfkommission empfahl 1905 das Modell 1903, Bestellung über 3.000 Stück; geliefert wurde ab 1909 die in Belgien gebaute Ausführung als „Pistola Bergmann de 9 mm modelo 1908". Bereits 1912 trat der Campo-Giro an ihre Stelle; ausgegebene Stücke blieben bei der Truppe
- Dänemark: 4.840 Stück des Modells 1910 als Pistol m/1910, Fertigungsnummern im Bereich 6.000 bis 11.000, Lieferung 1911 bis 1914; ab 1921 Umbau und Neufertigung als m/1910/21
- Deutsches Heer im Ersten Weltkrieg: Fertigung aus dem besetzten Pieper-Werk, Größenordnung 1.000 bis 2.000 Stück (Zahl unsicher)
- Finnland: Abgabe im Bürgerkrieg 1918
- Griechenland: 1913 eingeführt, Lieferungen nicht belegt
- Dänische Streitkräfte bis in die 1940er Jahre, im Einsatz am 9. April 1940; Ablösung in zwei Schritten — 1946 rund 1.700 FN Browning HP („M.1946 H.V."), ab 1949 die SIG P210 als Pistol m/49 in knapp 27.000 Stück
Quellen
- [Online] Wikipedia (en) — Bergmann–Bayard pistol Link
- [Online] Wikipedia (en) — Bergmann Mars , Nennt ausdrücklich den Verkauf der Patente an Pieper nach der Krieghoff-Kündigung; beschreibt das Riegelstück jedoch umgekehrt — es sitze hinten am Verschluss und fahre über eine Rampe im Griffstück in eine Ausnehmung des Verschlussgehäuses. Widerspruch zu Modern Firearms und Forgotten Weapons, hier nicht aufgelöst. Link
- [Online] Wikipedia (en) — Campo Giro , Einführung des Modelo 1912 für das spanische Heer, Modelo 1913 im Januar 1914; die Bergmann-Bayard sei in den frühen Marokko-Feldzügen als militärisch untauglich befunden worden, die 9 × 23 mm dagegen bewährt. Beleg dafür, dass nicht die Astra 400 die Bergmann-Bayard ablöste. Link
- [Online] Wikipedia (en) — SIG P210 , Dänische Beschaffung als Pistol m/49 ab 1949, knapp 27.000 Stück, Lieferungen 1948–1962 — der zweite Schritt der Ablösung nach dem Browning-HP-Kauf von 1946 Link
- [Online] Wikipedia (en) — Mauser C96 , Auftrag des deutschen Heeres über 150.000 C96 in 9 × 19 mm („Rote Neun") im Jahr 1916 — Gegenbeispiel gegen die Behauptung, nach 1910 sei keine Dienstpistole mit Vorrat vor dem Abzug mehr eingeführt worden Link
- [Online] Wikipedia (en) — 9 × 23 mm Largo , Maße und Leistungsangabe 8,2 g bei 400 m/s; nennt als Mitentwickler der Patrone Hugo Schmeisser — nach dem Stand dieses Registers eine Verwechslung mit dem Vater Louis Schmeisser Link
- [Online] Forgotten Weapons — Bergmann Mars 1903 , Riegelstück als den Verschluss umfassender Block mit wenigen Millimetern Hub, Patentierung 1901 zunächst für Maschinengewehre, spanische Bestellung vom 5. September 1905, unter 1.000 in Deutschland gefertigte Stücke Link
- [Online] Forgotten Weapons — Bergmann-Mars 1903/1908 Pistol , Unterbrecher und einteiliges Lauf-Gehäuse-Stück erst ab 1908, belgische Nummernfolge ab 1.000; britische Erprobung 1903 in .455 (zu leichtes Geschoss), US-Erprobung 1907 — Ablehnung wegen zu schwachen Hahnschlags auf Frankford-Zündhütchen, Beanstandung der vorderen Magazinlage; setzt den Vertrag mit Pieper auf 1908 (American Rifleman nennt 1907); Steuerflächen im Griffstück zwingen den Riegel nach unten Link
- [Online] Forgotten Weapons — Bergmann M1910 and 1910/21 Pistol , Dänische Änderungswünsche am Modell 1910, Doppelnummerierung mit dänischer Eigentumsnummer 1–4.840, Chargen HÆRENS TØJHUS (900 Stück, 1922–1924) und HÆRENS RUSTKAMMER (1.904 Stück, 1924/25) Link
- [Online] Forgotten Weapons — Bergmann No.5 / 1897 Pistol , Seitlich kippender Verschluss mit 3 mm tiefen Warzen und 6 mm gemeinsamem Rücklauf — die Vorgängerlösung, die 1903 ersetzt wurde Link
- [Online] Modern Firearms — Bergmann Bayard M1910 Pistol , Senkrecht gleitendes Riegelstück im Verschlussgehäuse, Anhebung durch eine Stufe des Griffstücks, Ausnehmung an der Verschlussunterseite, Ladung über Ladestreifen durch das Auswurffenster; Maßblatt Link
- [Online] Modern Firearms — Bergmann Mars Link
- [Online] American Rifleman — Bergmann's Extraordinary Pistols , Lizenzvergabe an Pieper 1907, spanische Lieferung 1909, dänische Beschaffung 1911 bis 1914 im Nummernbereich 6.000–11.000; Patronen der Modelle 1896: No. 2 in 5 mm, No. 3 in 6,5 mm, No. 4 in 8 mm Link
- [Online] Historical Firearms — Bergmann Bayard M1910/21 , Abstammungslinie über Brauswetter, Louis Schmeisser, Modell 1897 und Mars 1903; nennt das Magazin einreihig — im Widerspruch zu zwei anderen Darstellungen Link
- [Online] Owen Guns — The Bergmann 1910 , Magazin als zweireihig beschrieben; Griffschalen Trolit, später Holz Link
- [Objektbefund] Legacy Collectibles — Smooth Action Bergmann-Bayard Model 1910/21 Pistol , Objektbeschreibung eines dänischen Stücks mit Eigentumsnummer; bezeichnet den Fertiger unzutreffend als FN — Beispiel für die Verwechslung zweier Betriebe am selben Ort Link
- [Online] K98k Forum — Imperial German Occupation M1908 Pieper/Bayard Pistols , Sammlerforum; Angabe von rund 1.500 unter Besetzung 1915 gefertigten Stücken im Nummernbereich 15.000–16.500 mit Reichsadler statt Lütticher Beschusszeichen — nicht unabhängig bestätigt Link
- [Online] LAI Publications — The Bergmann-Bayard pistol , Bestätigt Brauswetter-Patent, Schilling als Fertiger und das senkrecht bewegte Riegelstück; der Hauptteil ist kostenpflichtig und wurde nicht eingesehen Link
- [Objektbefund] Imperial War Museums — Bergmann-Bayard M1908 pistol , Sammlungsobjekt 30029120; die Katalogseite war beim Abruf nicht zugänglich (HTTP 403). Der Nachweis steht hier als Fundhinweis für eine spätere Objektprüfung, nicht als inhaltlich ausgewertete Quelle. Link