Modell
Suhler Bockdoppelflinte und Bockbüchsflinte der DDR-Zeit
- Fertigung
- VEB Ernst-Thälmann-Werk
- Kaliber
- 12/70, 16/70, 20/70, Büchsenläufe der Bockbüchsflinten, u. a. 7 × 57 R, 7 × 65 R, 8 × 57 IRS
- Zeitraum
- 1952–1990
- Belegstatus
- plausibel
So funktioniert sie
Ohne Fachbegriffe erklärt. Die genaue technische Beschreibung folgt darunter; wenn doch ein Wort unklar bleibt, steht es im Glossar.
Bei dieser Waffe gibt es keinen Mechanismus, der sich selbst nachlädt — alles macht die Hand. Zwei Läufe liegen übereinander, jeder nimmt genau eine Patrone auf. Ein Hebel oben auf dem Gehäuse wird zur Seite gedreht; damit ziehen sich die Riegel zurück — die Bolzen, die das Laufpaar im Gehäuse festhalten —, und das Laufpaar kippt vorn nach unten weg. Dieselbe Bewegung spannt im Inneren die beiden Schlagfedern. Die alten Hülsen werden angehoben oder herausgeworfen, neue Patronen kommen von Hand hinein, und beim Zuklappen greifen die Riegel wieder ein. Waffen, die sich selbst nachladen, halten den Lauf im Augenblick des Schusses entweder durch ein schweres, träges Bauteil zu oder durch Riegel, die der Rückstoß oder ein Teil der Pulvergase gleich darauf selbst wieder löst. Hier öffnet und schließt niemand außer dem Schützen. Das eigentliche konstruktive Problem entsteht durch die Bauform. Weil ein Lauf über dem anderen sitzt, greift der Druck seines Schusses weit oberhalb des unteren Riegels an und will das Gehäuse vorn aufbiegen — mit etwa dem Zweieinhalbfachen der Kraft, die bei nebeneinanderliegenden Läufen anfällt. Die Suhler Antwort sind zwei zusätzliche Bolzen, die weiter oben quer durch seitliche Fortsätze des oberen Laufs greifen und die Waffe dort halten, wo sie aufgehen will. Geschossen wird zuerst der untere Lauf: Er liegt der Schulter am nächsten, und die Waffe schlägt dabei am wenigsten hoch.
Dieses Register nennt das Wort „Jagdwaffe” über siebzigmal. Geführt hat es dazu bis hierher genau einen Gegenstand: den Suhler Drilling. Das ist ungefähr so, als beschriebe man den Fahrzeugbau der Stadt am Beiwagen. Die stückzahlstärkste Suhler Jagdwaffe der DDR-Zeit war die Bockdoppelflinte, und die dazugehörige kombinierte Waffe, die Bockbüchsflinte, stand ihr wirtschaftlich kaum nach. Merkel gibt für die eigenen Bockwaffen zwischen 1945 und 1987 eine Fertigung von 150.000 Stück an; die Herstellerangabe hat keine nachprüfbare Herleitung, nennt aber eine Größenordnung, gegen die sich jede Militärfertigung des Ernst-Thälmann-Werks klein ausnimmt.
Begriffe
Drei Klarstellungen, weil hier regelmäßig durcheinandergerät, was auseinandergehört:
- BDF und BBF sind keine Modellreihen. Es sind Typkürzel des Handels für Bockdoppelflinte und Bockbüchsflinte, wie BDB für die Bockdoppelbüchse. Wer von „der BDF-Reihe” spricht, nennt eine Gattung und meint ein Modell.
- Bock heißt übereinander, quer heißt nebeneinander. Die Bockflinte hat zwei übereinanderliegende Läufe, die Querflinte zwei nebeneinanderliegende. Merkel gibt an, sich den Begriff „Bock” 1931 als Marke gesichert zu haben; im heutigen deutschen Fachgebrauch ist er gleichwohl Gattungsname.
- Die Gattungssystematik dieses Registers hat hier eine Lücke. Für Flinten gibt es keinen eigenen Wert; der Eintrag läuft unter sonstige. Darin liegt keine Wertung. Die Systematik dieses Registers ist an Selbstladern und Repetierern gewachsen, also an Waffen, bei denen die Patrone die Gattung bestimmt. Bei der Flinte bestimmt sie den Lauf.
Konstruktion
Alle bisherigen Verschlüsse dieses Registers beantworten dieselbe Frage: Was hält den Verschluss in dem Augenblick zu, in dem der Druck am höchsten ist und niemand nachhelfen kann? Die Antworten reichen von der bloßen Masse über die Gasbremse bis zum Drehkopf. Beim Kipplauf stellt sich die Frage anders. Hier verriegelt der Schütze, formschlüssig, lange bevor geschossen wird. Ein Zeitverzug ist nicht zu überbrücken, eine Restdruckphase nicht zu überstehen. Bleibt eine Aufgabe: Der Verschluss muss die Kraft aushalten, ohne sich zu verformen und ohne sich mit den Jahren freizuarbeiten.
Wie groß diese Kraft ist, lässt sich ausrechnen. Die Rechnung steht ausdrücklich als eigene Ableitung dieses Registers, nicht als Quellenaussage. Das Kaliber 12 ist über die Kugelzahl definiert; zwölf Bleikugeln vom Durchmesser der Bohrung wiegen ein englisches Pfund. Aus 453,6 g geteilt durch 12 und der Dichte von Blei (11,34 g/cm³) folgt ein Kugelvolumen von 3,33 cm³ und daraus ein Durchmesser von 18,6 mm, genau der Nennwert der Beschussvorschriften. Die Hülse hat innen ungefähr dieses Maß, also rund 269 mm² Querschnitt. Der Höchstgebrauchsgasdruck der Normalpatrone 12/70 beträgt nach dem Beschussamt Ulm 740 bar, das sind 74 N/mm². Daraus:
74 N/mm² × 269 mm² ≈ 20 kN, also rund zwei Tonnen, die bei jedem Schuss den Stoßboden auseinanderdrücken wollen.
Diese Zahl ist nicht besonders groß; ein Sturmgewehr erreicht bei kleinerem Querschnitt und weit höherem Druck Ähnliches. Es kommt weniger auf ihren Betrag an als darauf, wo sie angreift.
Bei der Querflinte liegen beide Läufe auf derselben Höhe, unmittelbar über den Laufhaken, in die der Riegel greift. Nimmt man für ein Kaliber 12 einen Abstand von etwa 15 mm zwischen Riegelebene und Laufachse an, ergeben 20 kN ein Aufbiegemoment von rund 300 N·m.
Beim Bock liegt der untere Lauf ähnlich günstig, der obere nicht. Zwischen den beiden Laufachsen liegen am Patronenlager rund 26 mm (Außendurchmesser des Laufs an der Kammer), sodass die obere Laufachse etwa 40 mm über der Riegelebene steht. Dieselben 20 kN erzeugen dort ein Moment von rund 800 N·m, etwa das Zweieinhalbfache. Die Läufe werden dabei nicht weggeschoben, sondern aufgekippt. Die Basküle will vorn oben aufgehen, während der Riegel unten hält.
Daraus folgt alles Weitere:
- Der Bock braucht eine obere Verriegelungsebene. Sie ist keine Sicherheitszugabe; die untere allein müsste ein Moment aufnehmen, für dessen Hebelarm sie nicht gebaut ist. Der Kersten-Doppelquerbolzen setzt zwei Bolzen genau dort an, wo der obere Lauf drückt, nämlich in seinen seitlichen, durchbohrten Verlängerungen. Der einfache Greener-Querbolzen der Querflinte sitzt in der Mitte; beim Bock stünde er dem oberen Lauf im Weg.
- Die Basküle wird höher, das Öffnen aufwendiger. Der Stoßboden muss zwei übereinanderliegende Patronenböden tragen. Die höhere Stoßbodenfläche zwingt zu einem größeren Öffnungswinkel, damit die Hülse des oberen Laufs frei kommt.
- Der Schwerpunkt wandert nach oben. Die Waffe liegt anders in der Hand und dreht anders um ihre Längsachse; das ist der Grund, warum Bock und Quer sich beim Schwingen unterschiedlich anfühlen, obwohl sie gleich viel wiegen.
- Die Läufe müssen aufeinander eingeschossen werden. Zwei senkrecht übereinanderliegende Läufe treffen bei gleicher Visierlinie nicht denselben Punkt; die Regelung erfolgt über die Verlötung und die Schienen. Bei der Querflinte liegt derselbe Fehler waagerecht und wird beim Schrotschuss verziehen; beim Kugelschuss der Bockdoppelbüchse nicht.
Die zeitgleiche Konkurrenz beantwortete Punkt 1 anders. Browning verbreiterte den unteren Riegel und verzichtete oben ganz; Beretta legte den Drehpunkt auf Seitenzapfen in Höhe des unteren Laufs und senkte damit die Basküle, sodass der Hebelarm gar nicht erst entsteht. Suhl behielt den durchgehenden Scharnierbolzen und löste das Problem oben. Die Lösung ist aufwendiger und zugleich verschleißfreundlicher. Zwei Bolzen in gebohrten Laufverlängerungen tragen großflächig und lassen sich nacharbeiten.
Varianten
Der Verschluss hält die Waffe zu; die drei folgenden Baugruppen entscheiden über ihren Charakter und über den Preis.
Kastenschloss oder Seitenschloss. Das Kastenschloss nach Anson & Deeley (1875) legt Schlagstück, Feder und Stollen in die Basküle selbst, kompakt, teilearm und die Grundlage dafür, dass Doppelflinten überhaupt in Serie gebaut werden konnten. Das Seitenschloss setzt die Schlösser auf abnehmbare Seitenplatten: mehr Teile, mehr Handarbeit, ein feiner abzustimmender Abzug. Bei den Suhler Bockflinten kommt eine dritte Bauform hinzu, die in der verbreiteten Zweiteilung meist untergeht: das Blitzschloss, dessen Schlösser auf der Abzugsplatte sitzen und mit ihr nach unten herausgenommen werden. Die amerikanische Händlersystematik ordnet die Reihen 200 und 201 ausdrücklich dieser Bauart zu. Das passt zum Suhler Befund: Schon der Drilling der Stadt galt als „Blitzschloss-Drilling”.
Doppelabzug oder Einabzug. Der Doppelabzug ist mechanisch das Ehrlichere: zwei getrennte Schlösser, zwei Züngel, kein Umschaltwerk. Der Einabzug muss zwischen den Schlagstücken umschalten, zwangsläufig mechanisch oder aus dem Rückstoß gesteuert. Die zweite Bauart hat einen Fehlerfall, den ein Sachverständiger kennen muss. Nach einem Versager fehlt der Stoß, die Umschaltung bleibt aus, und der zweite Zug am Züngel löst wieder den bereits gefallenen Lauf aus. Wer das nicht weiß, hält die Waffe für schussbereit.
Auszieher oder Ejektor. Der Auszieher hebt beide Hülsen um wenige Millimeter an; der Ejektor wirft aus, aber nur den Lauf, dessen Schlagstück gefallen ist. Am Objekt ist das die Prüfaufgabe. Eine Ejektoranlage, die auch die unabgeschossene Patrone auswirft, ist defekt und wirft scharfe Munition auf den Boden. Das Modellsuffix E steht für Ejektor.
Modellnummern
Die Suhler Bockwaffen tragen dreistellige Nummern, und deren Aufbau ist in sich schlüssig. Die folgende Tafel steht unter einem ausdrücklichen Vorbehalt: Sie ist aus Händler-, Auktions- und Importeursbeschreibungen zusammengetragen, nicht aus einem Werkskatalog der DDR-Zeit. Ein solcher ist für diesen Eintrag nicht eingesehen worden.
| Stelle | Bedeutung | Werte |
|---|---|---|
| erste Ziffer | Verriegelungsumfang | 2 = Kersten-Doppelquerbolzen mit einfacher Laufhakenverriegelung · 3 = zusätzlich doppelte Laufhakenverriegelung |
| zweite Ziffer | Laufkombination | 0 = Flinte über Flinte · 1 = Flinte über Büchse · 2 = Büchse über Büchse |
| dritte Ziffer | Schloss und Ausstattung | 0 und 1 = Blitzschloss, unterschiedliche Gravur · 3 = Seitenschloss |
| Suffix E | Ejektor |
Daraus lesen sich die geläufigen Bezeichnungen zwanglos: 200 E und 201 E sind Bockdoppelflinten mit Kersten-Verschluss und Blitzschloss, 203 E ist dieselbe Waffe mit Seitenschloss, 210 E, 211 E und 213 E sind die entsprechenden Bockbüchsflinten. Die heutige Bockdoppelbüchse 323 fügt sich in dasselbe Schema (dritte Stelle Seitenschloss, zweite Stelle Büchse über Büchse) und ist damit ein Fortsetzungsbeleg für die Systematik.
Warum hier keine Jahreszahlen stehen. Die Modellnummern sind älter als die DDR und jünger als sie. Eine Nummer sagt deshalb nichts über den Fertigungszeitraum, wohl aber etwas über Verriegelung, Laufkombination und Schlossart. Wer ein Stück datieren will, liest die Beschusszeichen, nicht die Modellnummer. Dieses Register nennt bewusst keine Einführungsjahre für die einzelnen Reihen, weil es dafür keine Werksquelle gesehen hat; eine geratene Jahreszahl wäre in einem Gutachten schlimmer als eine fehlende.
Für die unter Simson vertriebenen Bockflinten sind die Modellbezeichnungen hier gar nicht aufgeführt. Die kursierenden Nummern stehen ausschließlich in Sammlerforen, und die stehen nach der Methodik dieses Registers hinter Museums-, Archiv- und Herstellerquellen zurück.
Fertigung
Drei Zahlen nebeneinander:
| Merkel-Bockwaffen 1945 bis 1987 | rund 150.000 (Herstellerangabe) |
| Suhler Jagd- und Sportwaffen 1980 bis 1989 | Export in über 50 Länder |
| private Jagdwaffen für DDR-Bürger | rund 100 Stück im Jahr, landesweit |
Die dritte Zeile ist der eigentliche Befund. Die DDR baute in Suhl Jagdwaffen von Weltmarktqualität und gab ihren eigenen Jägern jährlich etwa hundert davon, und zwar an im staatlichen Sinne verdiente Personen. Die Waffen gingen dorthin, wo konvertierbare Währung zurückkam, und das war ganz überwiegend die Bundesrepublik; der westdeutsche Versandhandel führte sie offen im Katalog, wofür die Fachpresse einen Kettner-Katalog von 1972 heranzieht.
Für den staatlichen Blick darauf gibt es ein Kennzeichen am Objekt: das Gütezeichen Q 1, eingeführt am 21. Februar 1950 und vom Deutschen Amt für Meßwesen und Warenprüfung vergeben. Es war Erzeugnissen vorbehalten, die den Höchststand des Weltmarkts mitbestimmten, und regelmäßig für den Export in das nichtsozialistische Wirtschaftsgebiet gedacht; die Fachpresse nennt es für Suhler Jagdwaffen ab Anfang der 1960er Jahre. Wer ein Q 1 auf einer Bockflinte findet, hat die Kennzeichnung einer Devisenware vor sich, kein bloßes Qualitätssiegel.
Gefertigt wurde in einem einzigen volkseigenen Betrieb, verkauft wurde unter mindestens drei Namen: Simson, Fortuna und Merkel. Daneben lieferte die Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft BÜHAG eigene Stücke. Diese Namen sind Marken eines Betriebs und keine Herstellerangaben im Sinne dieses Registers. Der Grund liegt auf der Hand und ist trotzdem der Erwähnung wert. Ein westlicher Käufer kaufte 1972 keine Waffe des VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerks „Ernst Thälmann”. Er kaufte einen Merkel. Die eingeführten Namen der enteigneten Suhler Häuser waren das wertvollste Exportgut des Betriebs, wertvoller als seine Maschinen.
Bemerkenswert ist dabei dasselbe, was schon der Herstellereintrag am Zweiradbau festhält. Der Name Simson trug den Export einer Fertigung, deren Gründerfamilie 1935/36 enteignet und vertrieben worden war; siehe Simson & Co.. Der Markenwert überlebte die Menschen, denen er gehörte.
Eine Zuschreibung, die dieser Eintrag nicht leisten kann. Er führt den VEB als Hersteller, und für die Zeit ab 1968 ist das tragfähig. Davor nicht: Die Merkel’sche Jagdgewehrfabrik ging nach der Chronologie dieses Registers erst 1968 im VEB auf und arbeitete zuvor unter der VVB MEWA. Eine Merkel-gezeichnete Bockflinte von 1960 stammt also nicht aus dem Ernst-Thälmann-Werk; sie stammt von einem rechtlich anderen Betrieb am selben Ort. Genau diesen Fall meint die zweite Zuschreibungsregel der Methodik. Wer ein Stück zuordnen will, braucht zuerst sein Fertigungsjahr.
Für die Bestimmung
Was am Objekt tatsächlich abzulesen ist, in der Reihenfolge, in der man es liest:
- Beschusszeichen zuerst. Die Suhler Zeichen führen den Prüfzeitpunkt mit Monat und den letzten beiden Jahresziffern, also ein unmittelbar lesbares Datum. Damit steht das Fertigungsjahr fest, und erst daraus folgt die Betriebszuordnung. Eine Zeichentafel gibt dieses Register bewusst nicht wieder; die Gründe stehen unter Beschusszeichen Suhl und gelten hier unverändert.
- Beschussart. Normalbeschuss, verstärkter Beschuss oder zusätzlicher Stahlschrotbeschuss. Davon hängt ab, welche Munition die Waffe heute noch führen darf. Nach der Information des Beschussamts Ulm gilt für Kaliber 12: Normalpatronen mit 740 bar, Stahlschrot höchstens 3,25 mm Durchmesser, sofern kein Stahlschrotbeschuss vorliegt.
- Herkunftsangabe. „Made in GDR” oder eine entsprechende Länderkennzeichnung auf Exportstücken; BÜHAG-Erzeugnisse tragen zusätzlich den Genossenschaftsvermerk.
- Gütezeichen Q 1, sofern vorhanden; Hinweis auf ein für den Export vorgesehenes Stück.
- Modellnummer auf Laufbündelfläche oder Basküle. Sie beschreibt die Bauart, nicht die Zeit; siehe oben.
- Verriegelung im Sichtbefund. Zwei Bolzenköpfe beiderseits des oberen Laufs am Baskülenrücken: Kersten. Ein Bolzen mittig in einer Schienenverlängerung: Greener, also Querflinte oder Drilling.
Und danach die mechanische Prüfung: Vorderschaft ab, Laufbündel ohne Kraft auf Spiel prüfen, Stellung des Verschlusshebels bei geschlossener Waffe beurteilen, Ejektorauslösung getrennt für beide Läufe prüfen, Schienenlötung abgehen, Läufe im Durchblick auf Ringschatten prüfen.
Einordnung
Erstens als Korrektur der Gewichtung. Dieses Register handelt überwiegend von Waffen, die für Armeen gebaut wurden. Die Suhler Wirtschaft hing an anderen: Der Drilling war der bekanntere Fall, die Bockflinte der größere.
Zweitens als eigene Verschlussfamilie. Die Systematik unter Verschlusssysteme ordnet die Bauarten danach, was den Verschluss im Augenblick des höchsten Drucks zuhält. Der Kipplauf fällt aus dieser Ordnung heraus, weil dort niemand etwas überbrücken muss; gefragt ist, wie oft hält es das aus, und nicht wie lange hält es zu. Eine Dauerfestigkeitsfrage also, keine Zeitfrage. Sie erklärt, warum Kipplaufwaffen nach Verschleißbildern beurteilt werden und Selbstlader nach Funktionsstörungen.
Drittens als Musterfall des Markenproblems. Ein Betrieb, drei Marken, enteignete Gründerfamilien und ein Absatzmarkt, der von alledem nichts wissen sollte. Der Name auf der Basküle ist hier weniger wert als sonst irgendwo.
Waffenrechtliches
Zweiläufige Kipplaufwaffen ohne Selbstlademechanismus; keine Kriegswaffe nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz und kein verbotener Gegenstand. Der Erwerb richtet sich nach dem Waffengesetz; Flinten sind zudem das Feld, auf dem der Jagdschein die weitreichendste Bedeutung hat. Dieses Register gibt keine Rechtsauskunft.
Praktisch relevanter als die Erwerbsfrage ist bei diesen Stücken der Beschusszustand. Eine 1965 auf Normalbeschuss geprüfte Bockflinte ist keine Waffe für verstärkte Laborierungen, und die Bleischrotverbote der Gegenwart drängen genau das in sie hinein. Die Prüfung, welche Munition ein Altstück tragen darf, ist Aufgabe des Beschussamts und keine Ermessensfrage des Besitzers.
Offene Forschungsfragen. Erstens die Modellchronologie: Existiert ein Werks- oder Außenhandelskatalog der DDR-Zeit, aus dem sich Einführungs- und Auslaufjahre der Reihen 200, 201, 203 und 210 bis 213 belegen lassen? Ohne ihn bleibt jede Datierung über die Modellnummer Raterei. Zweitens die Fertigungszahlen: Die Herstellerangabe von 150.000 Bockwaffen zwischen 1945 und 1987 vermischt zwei Rechtsträger und mindestens drei Fertigungsorganisationen. Welche Stückzahl entfällt auf welchen Betrieb, und existieren Planerfüllungsberichte, die das stützen? Drittens der Anteil der BÜHAG: Wie verteilte sich die Jagdwaffenfertigung zwischen dem volkseigenen Betrieb und der Genossenschaft, und welche Baugruppen kamen von wem? Die 2019 erschienene Darstellung aus den Genossenschaftsunterlagen ist für diesen Eintrag nicht ausgewertet worden. Viertens das Laufbündel: gelötet oder Monoblock, und hat sich das über den Fertigungszeitraum geändert? An zwei datierten Stücken in einer Stunde zu klären. Fünftens die Beschusszeichen der DDR-Zeit selbst. Solange dieses Register dafür keine Primärquelle hat, ist der wichtigste Bestimmungsschritt dieses Eintrags der einzige, den er nicht abbilden kann.
Konstruktion
- Verschluss
- Kipplaufverschluss. Der Regelfall der Suhler Bockwaffen ist der Kersten-Doppelquerbolzen: zwei symmetrische Bolzen, die durch die seitlichen, durchbohrten Verlängerungen des oberen Laufs in die Basküle greifen, dazu eine Riegelung an den Laufhaken unter dem unteren Lauf. Bei den Querflinten desselben Hauses steht an dieser Stelle der einfache Greener-Querbolzen. Die Verriegelung ist rein formschlüssig und wird von Hand hergestellt; sie hält nicht durch Trägheit, sondern durch tragende Flächen.
- Ladeprinzip
- Kipplauf, von Hand geöffnet und geladen; kein Selbstlademechanismus. Die beiden Merkmalsachsen sind hier besonders sauber zu trennen — die Verriegelungsart variiert über die Modellreihen, das Ladeprinzip nie.
- Zuführung
- Einzelladung in jeden der beiden Läufe; kein Magazin, keine Zuführung. Auszieher serienmäßig, Ejektoren als Aufpreisausführung; das Modellsuffix „E" steht nach übereinstimmender Händler- und Sammlerliteratur für Ejektor.
- Abzug
- Regelfall Doppelabzug (Doppelzüngel), Vorderabzug für den unteren Lauf; Einabzug und Stecher als Sonderausführung. Die Schlösser sitzen bei den verbreiteten Bockflintenmodellen auf der Abzugsplatte (Blitzschloss), bei den höheren Ausführungen auf abnehmbaren Seitenplatten (Seitenschloss). Gespannt wird beim Öffnen über Spannstangen.
- Sicherung
- Schiebersicherung am Kolbenhals, bei jagdlichen Ausführungen häufig selbsttätig (Sicherung springt beim Öffnen ein). Sie sperrt regelmäßig die Abzüge, nicht die Schlagstücke — für die Zustandsbeurteilung ein wesentlicher Unterschied.
- Visierung
- Bei der Bockdoppelflinte Laufschiene mit Perlkorn, keine Kimme — gezielt wird nicht, sondern über die Schiene geschossen. Bei der Bockbüchsflinte zusätzlich offenes Visier für den Büchsenlauf und Vorbereitung für die Suhler Einhakmontage.
Maße und Leistung
- Länge
- keine Werksangabe belegt; Händlerbeschreibungen nennen um 1130 mm
- Lauflänge
- Bockdoppelflinte überwiegend 700 bis 750 mm, Würgebohrung meist halb und voll (1/2 und 1/1) — Händlerangaben, nicht am Stück nachgemessen
- Gewicht
- Kaliber 12 rund 3,1 bis 3,4 kg, Bockbüchsflinten schwerer; der Drilling desselben Hauses wiegt nach Fachpresse 3,2 bis 3,4 kg ohne Zielfernrohr
- Magazin
- entfällt — zwei Läufe, Einzelladung
- V₀
- bei Schrot kein Waffenkennwert; die Anfangsgeschwindigkeit folgt der Laborierung
Funktionsablauf im Einzelnen
Der Zyklus vom Schuss bis zur erneuten Verriegelung, Schritt für Schritt. Wer ihn benennen kann, hat die Waffe verstanden — Schwächen, Varianten und Ausfallbilder folgen daraus. Unbekannte Begriffe stehen im Glossar.
- 1
Entriegeln
Der Verschlusshebel auf dem Baskülenrücken sitzt auf einer senkrechten Spindel. Seine Drehung zieht den Riegel unter den Laufhaken zurück und nimmt zugleich die beiden Kersten-Querbolzen mit — ein Handgriff löst beide Verriegelungsebenen, die untere und die obere.
- 2
Abkippen und Spannen
Das Laufbündel schwenkt um den Scharnierbolzen im Baskülenknie nach unten; dieselbe Bewegung spannt über Spannstangen die Schlagstücke. Der Bock verlangt dafür einen größeren Winkel als die Querflinte, weil die Hülse des oberen Laufs an einer deutlich höheren Stoßbodenfläche vorbeigeführt werden muss — die Systemhöhe, die die Verriegelung erschwert, erschwert auch das Öffnen. Bei Ausführungen mit seitlichen Signalstiften tritt der Spannzustand sichtbar aus der Basküle.
- 3
Auswerfen oder Anheben
Bei der Auszieherausführung hebt ein gemeinsamer oder geteilter Auszieher beide Hülsen um wenige Millimeter an; der Schütze zieht sie heraus. Bei der Ejektorausführung werden die Federn im Vorderschaft nur für den Lauf ausgelöst, dessen Schlagstück gefallen ist — die unabgeschossene Patrone bleibt stehen und wird lediglich angehoben. Ein Ejektor, der auch unabgeschossene Patronen auswirft, ist kein Merkmal, sondern ein Defekt.
- 4
Laden und Schließen
Jeder Lauf wird einzeln geladen. Beim Schließen laufen die Laufhaken auf den Scharnierbolzen auf, der Riegel schnappt unter die Haken, und die Querbolzen schieben sich durch die seitlichen Laufverlängerungen. Die Waffe ist damit an drei Stellen gehalten: unten am Haken, oben zweimal quer.
- 5
Erster Schuss — der untere Lauf
Der Vorderabzug löst regelmäßig den unteren Lauf aus. Das ist eine ballistische, keine bauliche Entscheidung: Der untere Lauf liegt der Schulterachse am nächsten, sein Rückstoß erzeugt das kleinste Kippmoment um die Schulterauflage und damit den geringsten Hochschlag. Der zweite Schuss aus dem oberen Lauf schlägt spürbar stärker hoch — der Grund, warum die Laufreihenfolge nicht beliebig ist.
- 6
Zweiter Schuss und Ruhezustand
Beim Doppelabzug liegt der zweite Schuss auf dem hinteren Züngel; die beiden Schlösser sind vollständig voneinander unabhängig. Beim Einabzug muss zwischen den Schlagstücken umgeschaltet werden — mechanisch zwangsläufig oder rückstoßgesteuert; die zweite Bauart schaltet nach einem Versager nicht um, weil ihr der auslösende Stoß fehlt. Danach ist die Waffe leer und wird von Hand geöffnet. Es gibt keinen Zyklus, der sich selbst trägt.
Vergleichsstücke außerhalb der Region
Ohne Maßstab ist eine Regionalgeschichte eine Aufzählung. Erst der Vergleich mit der zeitgleichen Konkurrenz zeigt, was an einer Konstruktion eigenständig ist, was zeittypisch — und was schlicht übernommen wurde.
Suhler Drilling
Gebrüder Merkel Suhl bzw. VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" · DDR · 1905- System
- Kipplauf, Kastenschloss beziehungsweise Blitzschloss, Doppelverriegelung mit Greener-Querbolzen, drei Läufe nebeneinander und darunter
- Unterschied
- Der Drilling ordnet seine Läufe im Dreieck an und kommt mit dem einfachen Greener-Querbolzen aus; die Bockflinte stapelt zwei Läufe senkrecht und braucht dafür die doppelte Ausführung. Der Unterschied liegt nicht in der Beanspruchung durch den einzelnen Schuss, sondern in der Höhe, in der er angreift.
- Befund
- Dass dieses Register bisher nur den Drilling führte, war eine Lücke: Die Bockflinte war nach Herstellerangabe der stückzahlstärkere Gegenstand.
Merkel Bock- und Doppelbüchsen der Gegenwart
Merkel Jagd- und Sportwaffen GmbH, Suhl · Deutschland · 1990- System
- Kipplauf; Seite-an-Seite-Modelle mit Greener-Querbolzen, Bockdoppelbüchse 323 mit Kersten-Doppelquerbolzen, B-Reihe mit Jäger-Kippblockverriegelung
- Unterschied
- Dieselbe Verriegelungsfamilie, dieselbe Stadt, andere Rechtsperson und anderer Absatzmarkt. Die heutige 323 trägt die Verriegelung der DDR-Bockwaffen unverändert weiter.
- Befund
- Der Vergleich zeigt, was von der volkseigenen Fertigung tatsächlich fortbesteht: nicht die Modellnummern, sondern die Verriegelungslehre.
Suhler Querflinte (Doppelflinte)
VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann" und Büchsenmacher-Handwerksgenossenschaft Suhl · DDR plausibel- System
- Kipplauf mit nebeneinanderliegenden Läufen, Doppelverriegelung an den Laufhaken, einfacher Greener-Querbolzen in der Schienenverlängerung
- Unterschied
- Das Kontrollstück zur Bockbauweise: gleiche Patrone, gleicher Betrieb, gleiche Schlossart — nur die Lage der Läufe zueinander ist geändert. Die Querflinte kommt mit flacher Basküle, einem Querbolzen und kleinerem Öffnungswinkel aus.
- Befund
- Wer wissen will, was die Bockbauweise konstruktiv kostet, vergleicht nicht Bock gegen Selbstlader, sondern Bock gegen Quer aus derselben Fertigung.
Browning Superposed
Fabrique Nationale, Herstal · Belgien · 1931 plausibel- System
- Bockdoppelflinte mit breitem, keilförmigem Unterriegel, der in einen Ansatz unter dem unteren Lauf greift; kein Querbolzen
- Unterschied
- Die gegenteilige Antwort auf dasselbe Moment: Statt oben zusätzlich zu halten, verbreitert die Konstruktion die untere Riegelfläche und verlässt sich auf sie allein. Die Basküle bleibt dadurch geschlossener und einfacher zu fertigen, der Kraftfluss aber ungünstiger.
- Befund
- Zeigt, dass der Kersten-Bolzen keine Notwendigkeit ist, sondern eine Bauartentscheidung — und dass die Suhler Fertigung die aufwendigere traf.
Beretta Bockflinten der Serie 680
Pietro Beretta · Italien · 1980 plausibel- System
- Bockdoppelflinte mit seitlicher Zapfenlagerung statt durchgehendem Scharnierbolzen und kegelförmigen Verriegelungszapfen beiderseits des oberen Laufs
- Unterschied
- Greift das Problem an der Wurzel an: Wer den Drehpunkt auf die Höhe des unteren Laufs legt, senkt die Basküle und verkürzt damit genau den Hebelarm, den der Kersten-Bolzen sonst beherrschen muss.
- Befund
- Der systematisch interessanteste Gegenentwurf. Suhl behielt den durchgehenden Scharnierbolzen und löste das Momentenproblem oben; Beretta löste es unten, indem es gar nicht erst entstand.
Bekannte Schwächen
Konstruktive und fertigungsbedingte Mängel gehören zur Objektkunde: Sie erklären Umbauten, Varianten und Ausfallbilder — und sind bei der Zustandsbeurteilung am Einzelstück unmittelbar praktisch.
-
Lockerer Verschluss als Verschleißbild
Die typische Alterung der Kipplaufwaffe. Riegelfläche, Laufhaken, Scharnierbolzen und die Bohrungen der Querbolzen tragen sich ab; die Waffe beginnt zu klappern und „schießt sich auf". Prüfung: Vorderschaft abnehmen, Läufe auf die Basküle setzen, ohne Kraft auf Spiel prüfen — seitlich, senkrecht, in Schussrichtung. Ein Verschlusshebel, der bei geschlossener Waffe weit links von der Mittelstellung aufsitzt, deutet auf eine bereits nachgearbeitete Riegelfläche.
plausibel
-
Beulen und Lötstellen am Laufbündel
Die Läufe sind dünnwandig und miteinander verlötet. Die Fachpresse nennt für gebrauchte Suhler Stücke Beulen und lockere Systeme als wiederkehrende Befunde. Eine gelöste Schienenlötung findet man am Klang und mit dem Fingernagel entlang der Schiene, eine Beule im Lichtdurchblick als Ringschatten.
plausibel
-
Schaftholz der Standardausführungen
Derselbe Befund wie beim Drilling: Der DDR fehlten Devisen für den Rohstoffeinkauf, Exportausführungen wurden besser bestückt. Einfaches Schaftholz ist deshalb bei DDR-Stücken kein Zeichen minderer Fertigung, sondern der Devisenlage — die Metallarbeit daneben kann ausgezeichnet sein.
plausibel
-
Rückstoßgesteuerter Einabzug nach Versager
Wo der Einabzug die Umschaltung zwischen den Schlagstücken aus dem Rückstoß bezieht, bleibt sie nach einem Versager aus: Der zweite Zug am Züngel löst erneut den bereits gefallenen Lauf aus, und der Schütze hält eine Waffe, die er für schussbereit hält. Zu prüfen ist deshalb beides — Umschaltung nach Schuss und Verhalten nach ausgebliebener Zündung.
plausibel
-
Ejektoranlage im Vorderschaft
Die Ejektorfedern stehen bei geschlossener, gespannter Waffe unter Last und altern entsprechend. Zwei Fehlerbilder: Der Ejektor wirft nicht aus (Feder erlahmt, Stollen verschmutzt) — oder er wirft beide Hülsen aus, auch die unabgeschossene, weil die Auslösung nicht mehr am Schlagstück abgreift. Das zweite ist das gefährlichere, weil es scharfe Patronen auswirft.
plausibel
-
Beschusszustand und heutige Munition
Die meisten DDR-Bockflinten sind auf den Höchstgebrauchsgasdruck der Normalpatrone 12/70 geprüft — nach Angabe des Beschussamts Ulm 740 bar. Verstärkte Patronen und Stahlschrot über 3,25 mm Durchmesser setzen einen entsprechenden Beschuss voraus, den diese Waffen regelmäßig nicht tragen. Kein Nebenpunkt: Die Bleischrotverbote der Gegenwart drängen genau die Munition in die Waffe, für die sie nicht geprüft ist.
plausibel
Verwendung
- Jagd — Bockdoppelflinte auf Flugwild und Niederwild, Bockbüchsflinte als kombinierte Waffe für Schrot- und Kugelschuss ohne Waffenwechsel
- Ganz überwiegend Export; die Fertigung war nach übereinstimmender Darstellung fast ausschließlich für das Ausland und dabei vor allem für die Bundesrepublik bestimmt
- Im Inland praktisch nicht verfügbar: Nach der Darstellung zur Jagd in der DDR wurden landesweit jährlich nur etwa 100 private Jagdwaffen vergeben
- Staatliche Repräsentation — 1953 Merkel-Jagdwaffen als Geschenke der DDR-Regierung an Eisenhower und Chruschtschow, 1963 ein Drilling an Juri Gagarin (Herstellerangabe)
Quellen
- [Online] Merkel — Firmengeschichte (Herstellerangabe) , Markenrecht „Bock" 1931; 150.000 Bockwaffen zwischen 1945 und 1987; Staatsgeschenke 1953 und 1963 Link
- [Online] Jagdfibel — Kersten-Verschluss — Gustav Kersten, Straßburg , Schutzrecht 1900, Fertigung durch Vierordt & Cie. bis zum Ablauf des Schutzes 1910; Bezeichnungen Luchs-, Doppel-Greener- und Straßburger Verschluss Link
- [Literatur] Waffenmuseum Suhl — Buchpremiere zur Geschichte der BÜHAG Suhl , Klaus Zimmermann und Peter Arfmann, 144 Seiten, aus den Unterlagen der Genossenschaft gearbeitet; Bestand bis 1994 Link
- [Online] Jagdfibel — Anson & Deeley — Kastenschloss 1875 Link
- [Online] Wikipedia (de) — Flinte — Kersten-Verschluss, Greener-Querriegel, Bock- und Querflinte Link
- [Literatur] Beschussamt Ulm — Information — Verwendung von bleifreien Schroten (Härte HV1 über 40), Kaliber 12 , Normalpatrone 12/70 mit 740 bar; Stahlschrot bis 3,25 mm bei Normal- und verstärktem Beschuss; Stand 7. November 2023 Link
- [Online] Wikipedia (de) — Jagd in der DDR , exportorientierte Jagdwaffenfertigung bei Ernst Thälmann und BÜHAG; rund 100 privat vergebene Jagdwaffen jährlich in der gesamten DDR Link
- [Online] Wikipedia (de) — Gütezeichen (DDR) , Q 1 als Zeichen für Erzeugnisse von Weltmarktniveau, eingeführt 21. Februar 1950, vergeben vom Deutschen Amt für Meßwesen und Warenprüfung Link
- [Online] PIRSCH — DDR-Qualität: Was Merkels Gebrauchte heute noch taugen , Wiederaufnahme der Schrotgewehrfertigung 1945 mit Sondergenehmigung; Gütezeichen Q 1 an Jagdwaffen ab Anfang der 1960er Jahre; Kettner-Katalog 1972 als westdeutscher Vertriebsbeleg Link
- [Online] PIRSCH — Jagdwaffenklassiker: Suhler Drilling — Exportschlager aus der DDR , Export in über 50 Länder zwischen 1980 und 1989 unter Simson, Fortuna und Merkel; wiederkehrende Gebrauchtbefunde Beulen und lockere Systeme Link
- [Online] Hallowell & Co. — Traditional Merkel Grades — Modellsystematik der Bockwaffen , zweite Ziffer als Laufkombination, 200/201 mit Blitzschloss, 203 und 303 als Seitenschloss, 301/303/304 zusätzlich mit doppelter Laufhakenverriegelung Link
- [Online] Förderverein Waffenmuseum Suhl — Chronik Merkel nach 1945 Link